Anzeige:
Samstag, 28.04.2012 12:08

Huawei will europäisches Breitbandnetz mitbauen

aus dem Bereich Mobilfunk

Der chinesische Telekom-Ausrüster Konzern Huawei Technologies will seinen Standort in Europa massiv ausbauen. Als Europa-Hauptsitz werde München in Betracht gezogen, sagte der Westeuropa-Chef von Huawei, Kevin Tao, in einem Interview mit dpa Insight EU in Brüssel. Im Rahmen der Europa-Expansion kämen auch Übernahmen infrage. Zwar sei zurzeit der Wettbewerber Nokia Siemens Networks keine konkrete Option. "Aber wenn Nokia Siemens Networks einen Mehrwert für uns bringt und wenn sie zum Verkauf stehen würden - dann würde Huawei den Kauf prüfen. Und wir haben die Fähigkeit, sie zu kaufen."

Anzeige

110.000 Mitarbeiter weltweit

Auch Übernahmen von europäischen Start-Ups seien in der Strategie vorgesehen, sagte der Manager. Huawei Technologies ist hinter Ericsson zweitgrößter Telekom-Netzwerkausrüster der Welt. Der 1987 gegründete Konzern hat eigenen Angaben zufolge weltweit 110.000 Mitarbeiter und machte 2011 einen Umsatz von rund 32,4 Milliarden Dollar bei einem Nettogewinn von 1,85 Milliarden Dollar.

In der Vergangenheit wurden immer wieder Vorwürfe zu Patentrechtsverletzungen in China laut. Damit habe sein Konzern nichts zu tun, betonte Tao. "Huawei war das erste Unternehmen in China, das Patentgebühren zahlte." Inzwischen sei der Konzern selbst zu einem Marktführer bei neuen Patenten aufgestiegen und schließe mit anderen Konzernen gegenseitige Verträge über kostenlose Patentnutzungen. Die Patentzahlungen hätten zuletzt 500 bis 600 Millionen Dollar ausgemacht.

Ausbau des Breitbandnetzes vorgesehen

Huawei will sich am Ausbau des europäischen Breitbandnetzes beteiligen, das auch durch EU-Mittel gefördert wird. Mitbewerber äußerten gegenüber dpa Insight EU die Befürchtung, dass die chinesische Regierung Huawei mit Exportkrediten begünstigen könnte. Tao bestreitet dies: "Wir sind eine private Firma. Wir nutzen eine Reihe von internationalen und chinesischen Banken. Wir bringen Kunden, die Finanzierung brauchen, mit Banken zusammen. Europäer machen das nicht anders."

Die EU-Kommission prüft aus Gründen des Wettbewerbs und der Sicherheit auch, ob sie chinesische Unternehmen von strategischen Ausschreibungen - etwa für nationale Breitbandnetze - ausschließt.

Hayo Lücke / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Donnerstag, 05.03.2015
Musik-Streamingdienste legen deutlich zu - Deutsche Künstler vorne
 Chef von Cyangon-Mod: Platzhirsche wie Samsung werden "geschlachtet"
 Von der Insulinpumpe bis zur Heizung: Vernetzte Geräte bringen neue Gefahren
 Huawei: Drei neue Smartphones vorgestellt - das Günstigste kostet 79 Euro
EU-Kommissar Oettinger will Netzneutralität mit Regeln gewährleisten
iPad Plus erscheint später - Display-Probleme
Liquid Broadband klagt gegen Vergabe neuer Mobilfunk-Frequenzen
Google will angeblich Android-Uhren mit dem iPhone verbinden
FREAK: Verschlüsselung in vielen Browsern unsicher
 Qualcomm: Zeiten der Engpässe im Netz noch lange nicht vorbei
Genauere Nutzerprofile: Yahoo-Analysedienst Flurry soll Apps lukrativer machen
 Mobilfunk-Kooperation: Microsoft und Telekom ziehen an einem Strang
Mittwoch, 04.03.2015
RWE: Bis zu 50 Mbit/s für 84 Gemeinden im Hunsrück
Kickstarter-Rekord: Pebble Smartwatch startet durch
EU-Staaten wollen begrenzte Roaming-Gebühren weiter erlauben
Weitere News
Internet TV
Mit Kabel oder VDSL per Internet TV aufregende Unterhaltungsangebote nach Hause holen.
Nicht nur mit 1und1 VDSL, T-Home VDSL oder Vodafone VDSL gibt es rückelfreies TV Programm.
Auch die Kabelnetzbetreiber haben gute Angebote.
Mobilfunk Discounter
Inzwischen ist das Angebot an günstigen Mobilfunk-Tarifen sehr unübersichtlich.
Neben Billigmarken der großen Provider wie Simyo oder Fonic gibt es zahlreiche unbekanntere Discounter mit günstigen Preisen.
Eine Übersicht bietet unser Prepaid-Vergleich.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs