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Sonntag, 29.04.2012 09:01

Das Taxi kommt (teilweise nur) per Smartphone-App

aus dem Bereich Mobilfunk

Ein Taxi per Telefon zu rufen, war gestern. Das gilt zumindest für diejenigen, die sich dynamisch und modern geben: Sie bestellen auf dem Smartphone über das Internet. Insbesondere die die Smartphone-App MyTaxi hat für Wirbel in der Branche gesorgt.

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Internet als zusätzlicher Vertriebskanal

Als der Onlinebestelldienst vor drei Jahren ans Netz ging, sahen die klassischen Funkzentralen ihre Felle mehr und mehr davonschwimmen. Denn sie leben vom Geld der Taxifahrer, die ihnen etwa in Berlin rund 100 Euro pro Monat für die Fahrgastvermittlung zahlen. Doch die Funkzentralen konterten. Seit vergangenem Herbst sind sie mit einem eigenen Portal auf dem Markt. Die Taxifahrer selbst sehen in den Internetdiensten eher einen zusätzlichen Vertriebskanal.

Bei MyTaxi zahlt der Fahrer pro gebuchter Tour 79 Cent - manch einer verzichtet seitdem sogar auf die Dienste der Funkzentralen. Rund 8.000 Fahrer in etwa 30 deutschen Städten nutzen laut Betreiberfirma Intelligent Apps mittlerweile das Programm, das dem Kunden auf einer Karte freie Wagen in seiner Umgebung anzeigt und den Kontakt direkt herstellt. Die rund eine Million Nutzer, die die kostenlose Anwendung auf ihrem Mobiltelefon installiert haben, können damit mittlerweile auch in Wien, Zürich und Barcelona Taxen rufen.

Konkurrenz formiert sich

Mit dem Portal taxi.eu forcierte hingegen das traditionelle Taxigewerbe seine digitalen Chauffeursdienste. Damit lassen sich nach Betreiberangaben sogar in 60 Städten Europas Taxen bestellen. Insgesamt 40.000 Wagen sind über das System erreichbar. Die Anfragen werden an die jeweiligen Taxizentralen übermittelt. Auf inzwischen 900.000 Telefonen ist der Dienst installiert.

Bei taxi.eu können Nutzer ein Taxi entweder über die Webseite des Angebots oder mit Hilfe von Apps bestellen. In Städten ohne automatische Bestellmöglichkeit wird der Smartphone-Kunde direkt mit der nächsten regionalen Taxizentrale verbunden. "Wir nehmen das traditionelle Taxigewerbe mit und verbinden deren Qualitätsstrukturen mit den neuen digitalen Möglichkeiten", erklärt der Geschäftsführer von Taxi Pay, Hermann Waldner, dessen Unternehmen zusammen mit einem Wiener Softwareunternehmen die Betreibergesellschaft von taxi.eu gründete.

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