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Dienstag, 24.04.2012 16:31

Google lockt Werbekunden auf YouTube

aus dem Bereich Sonstiges

Am Anfang war der Mundgeruch. Und ein probates Gegenmittel: der Zungenreiniger "Orabrush". Die Erfindung des US-Amerikaners Dr. Bob Wagstaff sollte der schlechten Nahkampfluft effizient zu Leibe rücken – und die Kasse zum klingeln bringen.

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Filmchen kassierte 16 Millionen Views

Aber so richtig anlaufen wollte das Geschäft dann doch nicht. Bis Wagstaff dem Rat eines Studenten folgte und eine Kampagne auf YouTube ins Leben rief. Mit einem 500-Dollar-Budget (knapp 379 Euro) produzierte er ein Video für die Online-Plattform. Und prompt schoss das schlichte Filmchen auf 16 Millionen Views.

Eine amerikanische Erfolgsgeschichte mit Köder-Effekt: YouTube wirbt jetzt um Werbekunden, die mit Hilfe einer neuen Funktion Videokampagnen buchen können. Wie Google in einem Firmenblog mitteilt, steht "AdWords für Videos" nach einer Testphase von mehreren Monaten jetzt allen zur Verfügung.

Damit wurde das Tool "AdWords" erweitert, mit dem Kunden bereits Anzeigen in der Suchmaschine von Google schalten konnten. Mit der neuen Option können Kunden ihre Werbung auf YouTube mit der auf der Google Such-Webseite verbinden.

20 Prozent mehr Klicks auf der Homepage

Mit "AdWord für Videos" lassen sich Video-Clips veröffentlichen, Nutzerstatistiken verfolgen und "Fans" ihres Produktes geografisch und demografisch einkreisen. Gezahlt wird nur, wenn Nutzer die Clips anklicken und mindestens 30 Sekunden ansehen. Wiederholungsnutzer werden nicht mitgezählt, so Google.

Das Budget der Kampagne können die Werbekunden selbst festlegen. Dabei stehen verschiedene Formate zur Auswahl, vom Trailer für andere Videos bis zum hohen Ranking bei Eingabe produkt-naher Schlüsselwörter ins Youtube-Suchfeld wie "Sport" oder "Musik". Mit der "Call to Action" Funktion können Sonderaktionen oder spezielle Angebote leicht im Video ergänzt werden, so die Blog-Betreiber.

Angeblich steigen die Zugriffsraten auf die Firmenwebseite durchschnittlich um 20 Prozent dank Werbeschubs per Youtube. Dem US-Erfinder soll es geholfen haben: Er habe den Zungenschrubber mit diversen Film-Episoden weiter beworben und inzwischen in diversen Supermärkten platziert. Das Startup "Orabrush" sei inzwischen in 40 Ländern erhältlich, verkündet Google.

Dorothee Monreal / Mit Material der dpa
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