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Freitag, 27.04.2012 14:48

Mausvergleich: Touchpad, Trackball, vertikale Maus

aus dem Bereich Computer

Wer regelmäßig über Stunden hinweg am Rechner sitzt, wird sich sicher schon einmal über Ergonomie am Arbeitsplatz informiert haben. Doch trotz Anpassen von Tischhöhe, Schreibtischstuhl und Monitor erwischt es den einen oder anderen irgendwann: Navigieren und Klicken wird zur unerträglichen Qual, Schuld ist ein "Mausarm" (RSI-Syndrom). Zwischendurch die Hand zu wechseln ist zwar ein guter Tipp, auch um den in Bezug auf die Treffsicherheit vernachlässigten Arm zu schulen. Bei massiven Problemen oder Mäusen, die explizit für Rechts- oder Linkshänder gestaltet wurden, ist das aber keine Dauerlösung. Darum haben wir uns nach Alternativen zur klassischen Computermaus umgesehen und drei verschiedene Mauskonzepte ausgewählt, um sie auf ihre Vorzüge und Nachteile hin abzuklopfen. Mit dabei: die Evoluent VerticalMouse 4 Small für knapp 80 Euro, der Logitech Wireless Trackball M570 für etwa 50 Euro und das Logitech Wireless Touchpad für circa 40 Euro.

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Drei Mausarten im Check – Inhalt

  • Seite 1: Hochkant: VerticalMouse von Evoluent
  • Seite 2: Trackball: Logitech Wireless Trackball M570
  • Seite 3: Touch: Logitech Wireless Touchpad und Fazit

Neutrale Armstellung soll Karpaltunnel-Syndrom vorbeugen

Bei der optischen VerticalMouse von Evoluent, einem Hersteller aus Kalifornien, ist der Name Programm: Die Maus steht hochkant, daran muss sich nicht nur das Auge gewöhnen. Durch die Drehung der Maus um 90 Grad kann der Unterarm in einer natürlichen Haltung verbleiben, ohne nach innen geneigt zu werden. Zudem liegt die Hand nicht mehr komplett auf der Maus, sondern umklammert sie seitlich, wodurch dem Karpaltunnel-Syndrom vorgebeugt werden soll. Das Handgelenk wird nicht abgeknickt. Auch die Maustasten, von denen die VerticalMouse drei Stück besitzt, und das Scrollrad sind dementsprechend an die Seite gerutscht. Der Daumen liegt locker in einer Ablage und kann auf zwei weitere programmierbare Tasten zugreifen.

Mausarten im Vergleich
Drei Mausarten im Vergleich: Hochkant, Trackball und Touchpad. Bilder: Evoluent/Logitech/Logitech

Auf der Website erzählt der Hersteller die Entstehungsgeschichte der Maus, von den ersten Attrappen aus dem Jahr 1994 über vergebliche Lizenzierungsversuche bei großen Maus-Herstellern wie Microsoft bis zur ersten fertiggestellten VerticalMouse, die 2002 auf den Markt kam. 2007 wurde die Maus laut Evoluent von einem Team aus Therapeuten, Ärzten, Ergonomie-Spezialisten und Administratoren der Gesundheitsfürsorgeklinik der Universität in Berkeley geprüft und wie die aktuell vertriebenen Modelle für gut befunden.

Vertikale Maus: Zwei Größen und für Linkshänder

evoluent vertical mouse
Evoluent demonstriert die Handhaltung bei einer VerticalMouse und einer herkömmlichen Computermaus. Bild: Evoluent

Doch um den gewünschten Effekt zu erzielen, muss die Maus zum Nutzer passen. Evoluent bietet seine Hochkant-Mäuse daher in verschiedenen Ausführungen an. Linkshänder können auf das kabelgebundene USB-Modell zurückgreifen, Rechtshänder darüber hinaus auf eine drahtlose Variante und eine Version für kleinere Hände – die hier gezeigte VerticalMouse 4 Small. Der Erstkontakt ist etwas befremdlich, schließlich ist selbst die kleine Maus rund 7,5 Zentimeter hoch und damit zwei- bis dreimal so stattlich wie eine reguläre Maus. Nur so kann die Hand bequem vertikal gehalten werden. Und in der Tat nehmen Arm und Handgelenk sofort eine natürliche Haltung ein. Allerdings wirkt der Weg zur Tastatur und zurück zur Maus beim Schreiben anfangs länger als bei einem herkömmlichen Gerät.

Anders als die größeren Modelle kommt die VerticalMouse 4 Small nicht in dezenten und matten Grau- oder Schwarz-Tönen, sondern mit Details in metallischem Lila und einer Daumenmulde im Spiegel-Look. Zusammen mit dem neongrün leuchtenden Firmenlogo ergibt sich zwar ein farblich fragwürdiges Gestaltungskonzept, doch hier soll es um die Handhabung gehen. An der Verarbeitung gibt es jedenfalls wenig zu beanstanden. Matte Oberflächen für Daumenmulde und Maustasten wären aber angenehmer gewesen.

Funktionsreich, aber gewöhnungsbedürftig

Die Maus gleitet dank zweier großer Flächen auf der Unterseite gut über das Touchpad und ist auch nicht zu schwer. Damit die Handkante nicht auf der Unterlage liegen muss und dadurch die Mausbewegung bremst, ist eine kleine Ausbuchtung vorhanden. Die Geschwindigkeit des Mauszeigers lässt sich über Tasten direkt am Gerät verstellen, wobei mittleres Tempo empfohlen wird. Ob die Bewegungen des Mauszeigers passen oder nicht, lässt sich zwar durch Ausprobieren schnell feststellen, zusätzlich ist jedoch auch eine Anzeige vorhanden, von "extra low" bis "high" abgestuft. Das klickbare Mausrad ist für unseren Geschmack zu laut, erfüllt aber seinen Zweck und lässt sich durch die Gummibeschichtung sicher ansteuern. Die mittlere Maustaste ist für einen Doppelklick gedacht – gut, denn bei Schmerzen im Arm zählt jeder einzelne Klick. Nichtsdestotrotz muss man sich mit dem Konzept anfreunden können. Unter Umständen kann es aufgrund der ungewohnten Bewegung nach ein paar Tagen zu Schulterschmerzen kommen. Unkonventionell ist, dass der Mittelfinger die mittlere Maustaste und nicht mehr die rechte Taste bedienen muss, denn das erledigt bei der vertikalen Maus der Ringfinger. Während sich der eine Nutzer nach nur wenigen Klicks daran gewöhnt hat, findet es ein anderer eventuell umständlich und verwirrend. Schwierig kann die Bedienung der drei Maustasten für Personen werden, die ihre Finger nur schlecht einzeln bewegen können. Sollte beispielsweise der Ringfinger kaum unter Kontrolle zu halten sein, hilft die beiliegende Software weiter. Damit kann die Tastenbelegung umgeändert oder die entsprechende Taste deaktiviert werden.

Zumindest dann, wenn der Computer auf Windows XP, Vista oder Windows 7 basiert. Unter Linux sind die Tasten nicht programmierbar, für Macs listet der Hersteller alternative Shareware-Treiber auf. Die Buttons ober- und unterhalb des Daumens bieten sich als Vor- und Zurück-Taste oder Copy&Paste an, der Explorer, die F-Tasten, rückgängig oder das Starten von Programmen sind ebenfalls möglich. Um die Maus noch feiner abzustimmen, gibt es zudem vier Tastenkombinationen, denen sich Anwendungen zuordnen lassen. Als Easter-Egg versteckt sich dort außerdem eine anpassbare Erinnerungsfunktion, die den Anwender in gewählten Abständen mahnt, nicht bewegungslos vor dem PC zu verharren. Der Nachteil der vertikalen Maus ist ihr hoher Preis. Mit einem UVP von rund 100 US-Dollar und Straßenpreisen von etwa 80 Euro ist das ergonomische kein günstiges Vergnügen.

Pro & Contra
sehr angenehme Arm-/Handhaltung
viele Tasten und Funktionen
Varianten für große und kleine Hände erhältlich
Eingewöhnungszeit nötig
hoher Preis
kein Linkshänder-Modell für kleine Hände
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