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Samstag, 28.04.2012 17:16

Datei-Reparatur online: Dienst lädt zum Gratis-Test

aus den Bereichen Computer, Sonstiges

Neben Datendiebstahl ist plötzlicher Datenverlust aufgrund von Datei- und Speicherfehlern, etwa verursacht durch defekte Datenträger oder aggressive Malware, eines der Schreckgespenster des Digitalzeitalters – insbesondere, wenn trotz aller Warnungen keine Sicherheitskopien angefertigt wurden. In solchen Fällen hilft oft nur noch der Rückgriff auf sogenannte Recovery-Tools, die eine Instandsetzung von Dateien oder zumindest die Wiederherstellung einiger Inhalte versprechen. Meist sind entsprechende Programme allerdings kostenpflichtig und zwingen zum Kauf, bevor ihr wirklicher Nutzen überhaupt bewiesen ist. Einen anderen Weg geht der US-Datenrettungsspezialist Recoveronix. Mit OfficeRecovery Online bietet das Unternehmen einen onlinebasierten Reparaturdienst für 39 Dateitypen, bei dem erst gezahlt werden muss, wenn die Erste-Hilfe-Maßnahme tatsächlich erfolgreich war. Im Rahmen einer Einführungsaktion ist die Verwendung der Cloud-Lösung bis Ende Mai komplett kostenfrei.

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Alle gängigen Formate werden unterstützt

Laut Recoveronix unterstützt das Tool alle gängigen Formate für PC und Mac, darunter Word- und PDF-Dokumente, Excel-Tabellen, Powerpoint-Präsentationen, Access-Datenbanken, ZIP-Archive sowie Grafik-Dateien mit den Endungen .jpg, .gif, .tiff, .bmp, .png und .raw. Auch ganze E-Mail-Archive von Lotus Notes oder Microsoft Outlook beziehungsweise Exchange sollen über die OnlineRecovery-Homepage eingereicht werden können. Die maximale Größe je Datei beträgt 300 Megabyte. Für Sicherheit sorgt eine SSL-Verschlüsselung sämtlicher Datentransfers mit AES 128-bit.

Bereits während des Uploads startet der Reparaturvorgang. Anschließend erstellt der Dienst eine kostenlos abrufbare "Demo-Datei", mit der sich überprüfen lässt, ob das Prozedere zufriedenstellend verlaufen ist. Bei Bildern werden dabei Teile durch einen Platzhalter überlagert; in Text-Dateien bleiben einige Passagen ausgeblendet. Im Erfolgsfall hat der Nutzer anschließend die Möglichkeit, die geretteten Daten vollständig herunterzuladen. Pro Datei wird dabei ein Festbetrag von 31,61 Euro fällig. Gezahlt werden kann per Kreditkarte.

OfficeRecovery Online
Defekte Dateien können direkt im Browser hochgeladen und repariert werden. Screenshot: onlinekosten.de

Bis Ende Mai kostenfrei nutzbar

Sind größere Stückzahlen betroffen, kommen so allerdings schnell dreistellige Beträge zusammen. In diesen Fällen lohnt sich eher der Griff zu einem Kaufprogramm. Müssen regelmäßig zerstörte Dateien wiederbelebt werden, lässt sich der Cloud-Dienst von Privat- und Geschäftskunden aber ebenfalls im Rahmen diverser Abonnements mit einem Jahr Mindestvertragslaufzeit nutzen. Hier heißt es vorher prüfen, welche Methode den eigenen Bedürfnissen am besten entspricht. Derzeit kann der Taschenrechner allerdings noch in der Schublade bleiben: noch bis zum 31. Mai lässt sich der Online-Service in vollem Umfang kostenfrei testen. Dafür ist es nach dem Upload einer Datei zunächst notwendig, die Option "Download Demo-Datei" auszuwählen. Anschließend öffnet sich ein weiteres Fenster, in dem unter Ausführliche Ergebnisse der Promotion-Code PR398282 eingegeben werden muss.

Obacht gilt allerdings bei den Nutzungsbedingungen: So räumt sich Recoveronix bei hochgeladenen Dateien etwa generell das Recht ein, diese für die "Verbesserung" der eigenen Produkte und Dienste zu verwenden. Auch andere Punkte der AGB werfen durch ihre mehrdeutige Formulierung zumindest Fragen auf - etwa das Recht zur beliebigen Weiterverarbeitung von gespeicherten Inhalten. Generell empfiehlt es sich daher, Upload-Daten nach der Reparatur manuell im dafür vorgesehenen Feld durch Eingabe von I AGREE TO direkt wieder zu löschen. Der Rückgriff auf einen englischen Terminus scheint dabei kein Zufall: Die aktuelle deutsche Übersetzung der Recoveronix-Website wurde offenbar automatisiert erstellt und macht ein Verständnis zum semantischen Ratespiel. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, in der jetzigen Form wirkt die Homepage wenig professionell.

Christian Wolf
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