Anzeige:
Montag, 23.04.2012 08:01

50 Jahre Spracherkennung: Von "Shoebox" zu "Siri"

aus den Bereichen Computer, Sonstiges

1962 präsentierte IBM ein Spracherkennungssystem, das nur 16 Worte verstehen konnte. Heutige Sprachautomaten wandeln Diktate in Text um oder bedienen Handys und Navigationssysteme. Rechner, die menschliche Sprache ganz ohne Probleme verstehen, sind aber noch nicht in Sicht.

Anzeige

1962: IBM stellt "Shoebox" vor

Der Wortschatz des ersten Spracherkennungssystems war noch sehr begrenzt: Die "Shoebox" des Computerkonzerns IBM erkannte gerade einmal 16 Worte: Es waren die Zahlen von null bis neun und außerdem die mathematischen Anweisungen "minus", "plus", "subtotal", "total", "false" und "of".

Vor fünfzig Jahren (21. April 1962) wurde der IBM-Rechner in der Größe einer Schuhschachtel auf der Weltausstellung in Seattle der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Im Schatten der futuristischen Space Needle sah das staunende Publikum, wie die Maschine die gesprochene Rechenaufgabe "Fünf plus drei plus acht plus sieben plus vier minus neun, zusammen" auf Englisch verstehen und die korrekte Antwort "17" ausspucken konnte. Zu diesem Zeitpunkt war IBM noch fast 20 Jahre von der Entwicklung des ersten Personal Computers entfernt.

Erstes Spracherkennungssystem "Audrey" bereits 1952

Nimmt man es ganz genau, ist die maschinelle Spracherkennung sogar noch zehn Jahre älter. 1952 entwickelten die amerikanischen Bell Laboratories das System "Audrey", das einzelne Zahlen erkennen sollte. "Man musste zwischen den Zahlen aber lange Pausen machen, damit Audrey die Ziffern überhaupt verstehen konnte", sagt Prof. Hans Uszkoreit vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Berlin.

Der nächste Meilenstein der Spracherkennung wurde in den siebziger Jahren an der Carnegie Mellon University mit massiver Förderung durch das US-Verteidigungsministerium und seiner Agentur DARPA erzielt. "Harpy" beherrschte mit gut 1.000 Worten den Sprachschatz eines Dreijährigen. Und es dauerte dann weitere zehn Jahre, bis die nächste Entwicklungsstufe erreicht werden konnte. Die Forscher ließen in den achtziger Jahren ihr System nun nicht mehr einzelne gesprochene Worte analysieren, sondern betrachteten ganz Wortfolgen.

Auf der Basis des nach dem russischen Mathematiker Andrej Markov benannten "Hidden Markov Model" wurde berechnet, wie hoch die statistische Wahrscheinlichkeit ist, dass ein bestimmtes Wort einem anderen folgt. So können die Systeme ähnlich klingende Sätze besser unterscheiden. "Die Wortfolge "Ich putze mir die Nase" ist eben wahrscheinlicher als "Ich putze mir die Vase"", erläutert Experte Uszkoreit.

Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Rechenfehler :-))) (1 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Pillhuhn-Hmb am 03.12.2012 um 00:38 Uhr
 Suche

  News
Sonntag, 23.11.2014
Warum Preisvergleiche im Internet oft gar nicht so einfach sind
Überwachung per Fitness-Band: Gläserner Versicherungskunde nur der Anfang?
Als 1&1 Rechnungen getarnte Mails verbreiten Schadsoftware
Tablet zum Sparpreis: Amazon reduziert Kindle Fire HDX 7 auf 99 Euro
Deutsche Achtklässler am Computer nur Mittelmaß
Bäm! Nom Nom! - Verhunzt das Internet unser Deutsch?
Samstag, 22.11.2014
BKA warnt vor wachsender Cyber-Kriminalität
Deutschland ist Schlusslicht in Sachen Gründergeist
Die Banken ringen mit der mobilen Konkurrenz
Keine Beweise: Verfahren wegen NSA-Lauschangiff auf Merkels Handy vor Einstellung
Polizei warnt: Falsche Unitymedia-Mitarbeiter auf Diebestour in NRW
EU-Parlament will angeblich Google-Aufspaltung vorschlagen
Freitag, 21.11.2014
Was weiß Google? Die Links zum Nachschauen
Der gläserne Kunde: Versicherung will Rabatte für Fitnessdaten geben
Stiftung Warentest sieht wenig Vorteile für Curved-TVs
Weitere News
DSL Anschluss
Ist die Verfügbarkeit von DSL gegeben, beginnt die Suche nach dem richtigen Anbieter.
Der DSL Flatrate Vergleich zeigt die besten Tarife in der Übersicht.
Aber Vorsicht: Nicht jeder DSL Anschluss bringt Highspeed Internet. Der DSL Speed Check beweist es schnell, wenn das Internet Kabel lahmt.
Internettelefonie
Günstig per VoIP telefonieren auch ohne Telefonanschluss.
Telefon einfach an den VoIP DSL Router oder WLAN Router anschließen.
Gleichzeitig via DSL Modem mit DSL Speed ins Internet.
Internetzugang
Zahlreiche Provider haben günstige DSL Angebote. Inzwischen bieten einige von ihnen auch das schnelle VDSL an.
Jetzt die Vodafone VDSL Verfügbarkeit checken, nach T-Home VDSL suchen oder die 1und1 VDSL Verfügbarkeit vor Ort prüfen.
Schnell anmelden und mit Highspeed im Internet surfen.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs