Anzeige:
Sonntag, 15.04.2012 09:56

Piraten prüfen europäischen Zusammenschluss

aus dem Bereich Sonstiges

Die Piraten nehmen Kurs auf Europa. Rund 200 Delegierte von Piratenparteien aus mehr als 25 Ländern haben in Prag am Samstag über ihre Zusammenarbeit diskutiert. Ziel sei die Gründung einer Europäischen Piratenpartei für die Europawahlen im Jahr 2014, sagte der Mitbegründer der deutschen Piratenpartei, Jens Seipenbusch, am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. "Eine Menge Leute stehen in den Startlöchern, um die Statuten auszuarbeiten."

Anzeige

Pirate Parties International"

Nach schwierigen Verhandlungen zeichnete sich auf der Tagung der Dachorganisation "Pirate Parties International" ein Kompromiss ab. Demnach werden die deutsche und mehrere weitere Ländersektionen mit den Vorbereitungen für eine Europäische Plattform voranpreschen und mittelfristig feste Strukturen etablieren. Auf einer Online-Pinnwand und über Internet-Chat werde sich diese Gruppe von heute an intensiv zur Europapolitik austauschen, berichteten Delegierte.

Andere Piratenverbände wollten sich in Prag nicht festlegen und zunächst ihre Mitglieder befragen. Vertreter aus Großbritannien und der Schweiz befürworteten nur einen losen Zusammenschluss und bremsten. "Wir sollten uns zunächst auf unsere nationalen Programme konzentrieren", sagte ein britischer Delegierter. Er könne sich eher die Schaffung eines gemeinsamen Forschungsinstituts oder einer Denkfabrik vorstellen.

Einigkeit herrschte bei der Aufnahme neuer Mitglieder. Mit an Bord des internationalen Dachverbands sind nun Griechenland und Kroatien. Die griechische Piratenpartei wurde erst im Februar etabliert - mit Anschubhilfe deutsch-griechischer Piraten.

Ziel: Engere Koordinierung

Der Gründer der Piratenbewegung, der Schwede Richard Falkvinge, sprach sich für eine engere Koordinierung aus. Der Erfolg bei den Wahlen in Berlin und im Saarland habe gezeigt, dass die Piraten neben der Internetfreiheit auch weitere Politikfelder erobern sollten. Falkvinge sieht große Gemeinsamkeiten der mehr als 25 Piratenverbände weltweit. "Die Herausforderung für das nächste Jahr wird sein, das auch schriftlich festzuhalten", sagte Falkvinge.

In Deutschland legen die Piraten in Umfragen stetig zu. Im aktuellen ARD-"Deutschlandtrend" erreichten sie 11 Prozent. "Die Acta-Debatte hat viele auf Demonstrationen getrieben, die bisher keine Piratenmitglieder waren", sagte Seipenbusch. Das Handelsabkommen Acta soll die internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen verbessern.

Hayo Lücke / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Freitag, 03.07.2015
Nach Hackerangriff: Computersystem des Bundestags wird tagelang abgeschaltet
Donnerstag, 02.07.2015
DSL-Tarife im Juli: VDSL mit Gratis-Tablet oder zum Schnäppchenpreis
"Connect": DSL- und Kabel-Anbieter im Test - 1&1 siegt vor Telekom
35 Grad: Hitze macht auch Notebooks, Tablets und Smartphones zu schaffen
Smartmobil verdoppelt Datenvolumen für "LTE 1500" im "Summer Special"
Geplante Rücknahmepflicht für Elektromüll: Neue Regeln "zu kompliziert"?
Telekom Entertain: Update für Media Receiver behebt Tonstörungen
CDU plant Rechtsanspruch auf schnelles Internet: Mindestens 50 Mbit/s für alle?
HelloMobil: 1-GB-Datenflat, 250 Frei-Minuten und 250 Frei-SMS für 9,95 Euro im Monat
Facebook greift YouTube an: Teilen von Werbeerlösen mit Video-Produzenten
 Schweiz ist Partnerland der CeBIT 2016
1&1: All-Net-Flats mit bis zu vierfachem Highspeed-Datenvolumen
Mittwoch, 01.07.2015
Einschränkungen für Fotos von Gebäuden erhält keine Mehrheit mehr im EU-Parlament
Yourfone startet bundesweit 100 Shops: Sechs Gratismonate für LTE- und Allnet-Flats
OLG: YouTube muss geschützte Musikvideos nach Hinweis unverzüglich sperren
Weitere News
DSL Telefon
Der klassische Telefonanschluss ist out. Heute ist vielerorts bereits DSL verfügbar und macht das DSL Telefon möglich.
Eine Telefon Flatrate senkt die Kosten zudem erheblich.
Das DSL Angebot ist allerdings groß. Deshalb vorher Provider vergleichen.
Handys
Wer keinen Mobilfunk-Vertrag abschließen will, braucht zu seiner Prepaid SIM-Karte von Anbietern wie Simyo oder Fonic noch ein Handy ohne Vertrag. Die Auswahl ist groß, ebenso wie die Preisunterschiede.
Ob klassisches Tastenhandy oder Touchscreen Handy: Wir stellen aktuelle Modelle verschiedener Preiskategorien vor.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs