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Sonntag, 15.04.2012 15:01

Unitymedia baut Video-on-Demand schrittweise aus

aus dem Bereich Breitband

Ende März hat der in Nordrhein-Westfalen und Hessen aktive Kabelnetzbetreiber Unitymedia ein neues Video-on-Demand-Angebot gestartet. Die Einführung des Unterhaltungsangebotes verläuft schrittweise, der Abrufdienst war zunächst nur in Köln und Kerpen nutzbar, es folgten in Hessen die Großräume rund um Darmstadt, Gießen und Marburg. Ab sofort können Kunden die neue Unitymedia-Videothek auch rund um Hürth sowie in Frankfurt und den Großräumen Bochum, Duisburg und Dortmund nutzen. Bis Mitte Mai soll das VoD-Angebot dann im gesamten Unitymedia-Verbreitungsgebiet zugänglich sein.

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VoD-Titel ab 49 Cent

Zur Auswahl stehen nach Unternehmensangaben derzeit hunderte Film- oder Serientitel, die sich per Knopfdruck aufrufen lassen. Eine spezielle Programmierung oder ein Download ist nicht erforderlich. Die noch im Aufbau befindliche Videothek soll ständig um weitere Inhalte erweitert werden. Neben kostenpflichtigen Titeln sind auch kostenlose TV-Inhalte aus den Senderarchiven mit an Bord. Die Inhalte stehen nach Wahl in Standard oder HD-Qualität bereit, teils sogar in 3D.

Die Bezahlung der abgerufenen Inhalte aus der Online-Videothek erfolgt über die Unitymedia-Rechnung. Der Abruf von TV-Sendungen ist zu Preisen zwischen 49 Cent und 1,49 Euro möglich. Hollywood-Spielfilme aus dem Archiv kosten 2,99 Euro, entsprechende Filme in HD-Qualität berechnet Unitymedia mit 3,99 Euro. Aktuelle Filme in SD-Qualität schlagen mit 3,99 Euro zu Buche, die HD-Variante ist für 1 Euro Aufpreis erhältlich. Für brandneue Titel, die zeitgleich mit dem DVD Start abrufbar sind, zahlen Unitymedia-Kunden 4,99 Euro für die Standard- bzw. 5,99 Euro für die HD-Version.

Unitymedia Video on Demand
Das neue Video-on-Demand-Angebot ist ab Mitte Mai für alle Unitymedia-Kunden mit HD-Recorder verfügbar.
Screenshot: onlinekosten.de

Empfang der Unitymedia-Videothek zunächst nur per HD-Recorder

Der Zugriff auf das neue Video-on-Demand-Angebot erfolgt derzeit nur über den HD-Recorder des Kabelnetzbetreibers. Nach Angaben eines Unitymedia-Sprechers soll der Zugang im Laufe des Jahres aber auch mit einem HD-Receiver des Anbieters möglich sein. Kunden in den bereits ausgebauten Regionen sehen ab sofort zusätzlich ein VoD-Menü mit den Punkten "Videothek" und "TV-Archiv" in der Benutzerführung. Die Navigation in der Videothek erfolgt über die Fernbedienung des HD-Geräts. Damit das Angebot über einen entsprechenden Internet-Rückkanal für die Bestellung von Filmen verfügen kann, muss das Gerät zwingend an den Data-Ausgang angeschlossen werden. Eine gesonderte Freischaltung für die Videothek ist nicht erforderlich. Informationen zum neuen VoD-Angebot hält Unitymedia online unter www.unitymedia.de/vod bereit.

VoD-Titel jederzeit flexibel abrufbar

Im Gegensatz zum bereits bestehenden und parallel auch weiterhin angebotenen Dienst "Kino auf Abruf", ist die neue Online-Videothek nicht an feste Abrufzeiten gebunden. Kunden können Inhalte flexibel zum gewünschten Zeitpunkt anschauen. Außerdem ist das Titel-Angebot erheblich größer. Auch die dahinter stehende Technik ist nach Angaben des Unitymedia-Sprechers eine andere und erheblich aufwändiger. Im Technikzentrum in Kerpen wurden beispielsweise unter anderem neue Server installiert.

Der VoD-Start erfolgt schrittweise, quasi als Testphase. Das hängt einerseits mit den verfügbaren Kapazitäten zusammen. Zum anderen sind auf diese Weise nicht gleich alle Unitymedia-Kunden von eventuell noch in der Praxis auftretenden Fehler betroffen. Das VoD-Angebot wird per Broadcast-Verfahren gesendet und nicht per IP. Wie beim Fernsehen sind die Inhalte damit unabhängig von der verfügbaren Bandbreite.

Jörg Schamberg
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