Zwei Wochen ist es nun her, daß T-Online die Einstellung der Flatrate verkündet hat. Doch die Protestaktionen gegen T-Online und die Deutsche Telekom reißen nicht ab. Zigtausende von verärgerten Flatrate-Nutzern fühlen sich nach wie vor verschaukelt und suchen nach einer Möglichkeit ihrem Protest Ausdruck zu verleihen.
Hier ist es einmal mehr die Inititative "Internet ohne Taktung", die genau diese Möglichkeit anbietet. Mit einer Email-Aktion geht man erneut in die Offensive. Auf der Webseite von IoT gibt es seit heute die Möglichkeit, dem Bundestagsabgeordneten seines Wahlkreises eine Email zur Flatrate-Situation zu schreiben. Der Abgeordnete wird darin aufgefordert, sich für die Umsetzung der von der Regulierungsbehörde verfügten Großhandelsflatrate nach dem britischen ST FRIACO-Modell einzusetzen.
Kommentar:
Die Aktion ist begrüßenswert, doch inwieweit sie von Erfolg gekrönt sein wird bleibt abzuwarten, gibt es doch mittlerweile die wesentlich erfolgreichere Seite Flatrate-Protest. Denn mit zur Zeit fast 68.000 virtuellen Unterschriften hat man dort bereits mehr als nur einen Anfangserfolg errungen. Hier wäre eine Koordinierung der Aktionen wohl sinnvoller gewesen, denn vereinzelte Emails von Usern an die jeweiligen Abgeordneten ihrer Wahlkreise machen weniger Sinn, als eine große Menge davon an die Regulierungsbehörde oder Vertreter der Bundesregierung zu übergeben.
Roland Silberschmidt