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Mittwoch, 11.04.2012 08:09

China will stärkere Kontrolle über Seltene Erden

aus dem Bereich Sonstiges

Seltene Erden stecken in Handys, Windrädern oder Batterien. Mehr als 90 Prozent werden in China gefördert, das Land hat aber nur ein Drittel der weltweiten Vorkommen. Jetzt wird die Industrie konsolidiert und der Export begrenzt. Das sorgt für Ärger.

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Neuer Industrieverband für Seltene Erden

China hat einen Industrieverband für Seltene Erden gegründet, um diesen strategisch wichtigen Rohstoffsektor besser zu kontrollieren. Die neue Vereinigung soll "vernünftige" Preismechanismen festlegen, die Beziehungen zwischen Produzenten und Kunden pflegen und sich internationaler Handelsstreitigkeiten annehmen, wie amtliche Medien am Montag berichteten.

Mit den neuen Aktivitäten soll eine "nachhaltige und gesunde Entwicklung" gefördert werden, sagte der Vizeminister für Industrie und Informationstechnologie (MIIT), Su Bo, laut Nachrichtenagentur Xinhua. Unter seinem Ministerium sind in dem neuen Verband 155 Mitglieder zusammengeschlossen - allen voran 13 große Konzerne wie Aluminium Corporation of China, Batou Steel Rare Earth und China Minmetals Corporation.

China fördert mehr als 90 Prozent der Weltproduktion an Seltenen Erden

Wegen der Beschränkungen der chinesischen Exporte von Seltenen Erden haben die EU, USA und Japan im vergangenen Monat bei der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf eine Klage eingereicht. Die Quoten verstoßen aus ihrer Sicht gegen die Regeln für freien Handel. Der künftige Präsident, Gan Yong, sagte, sein Verband wolle die internationale Kommunikation verbessern und "angemessen" mit solchen Handelsspannungen umgehen.

Er unterstrich aber auch, den Umweltschutz in der Förderung vorantreiben zu wollen, was China als wichtigen Grund für die Beschränkung der Exporte anführt. Die Ausbeutung gehe zu sehr zu Lasten der Umwelt, betonte Gan Yong. China fördert mehr als 90 Prozent der Weltproduktion, besitzt aber nur ein Drittel der Vorkommen. "Viele Länder in der Welt besitzen Seltene Erden. Die Förderung kann nicht allein von China abhängen", sagte der neue Verbandspräsident.

Besonders in der Hightech-Industrie werden diese besonderen Metalle benötigt. Sie werden bei der Produktion von Smartphones, Tablet-Computern oder Flachbildschirmen genauso gebraucht wie in Windkraftanlagen, Batterien für Elektroautos oder in Glasfaserkabeln, Katalysatoren und Energiesparlampen.

Jörg Schamberg / dpa
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