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Mittwoch, 04.04.2012 00:01

Video-Portal von ARD & ZDF: Start steht bevor

aus den Bereichen Computer, Sonstiges

Bereits vor rund einem Jahr wurden die Pläne für eine kommerzielle Online-Videothek der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF bekannt, jetzt steht das Portal mit dem Titel Germany's Gold "kurz vor dem Start". Das berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD) in ihrer Online-Ausgabe.

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Launch noch in diesem Jahr möglich

Die FTD beruft sich dabei auf Moritz von Kruedener von der Beta Film GmbH, die mit an dem Projekt beteiligt ist. Auf der Programmmesse MipTV, die derzeit im französischen Cannes stattfindet, habe Kruedener mitgeteilt, dass in den kommenden ein bis zwei Monaten ein Geschäftsführer für die Online-Videothek eingestellt und das Unternehmen formell gegründet werden soll. Die Aufbauphase soll demnach noch bis zum Ende des laufenden Jahres andauern, dennoch könne der Start von Germany´s Gold den Informationen der FTD zufolge in diesem Jahr erfolgen.

Bislang griff Kartellamt nicht ein

Die Videothek, die ARD und ZDF zusammen mit verschiedenen Produktionsfirmen auf die Beine stellen möchten, hat im November vergangenen Jahres eine erste Prüfung des Kartellamts bestanden. Die Behörde sah keinerlei Anzeichen für eine aktuelle oder künftige marktbeherrschende Stellung. Das Kartellverfahren blieb zwar weiterhin offen, bislang griff die Behörde jedoch nicht ein. "Wir verstehen das so, dass der Zusammenschluss nicht untersagt worden ist", zitiert die Zeitung den Geschäftsführer von ZDF-Enterprises, Alexander Coridaß. 

Ein ähnlicher Vorstoß der privaten Sender RTL und ProSiebenSat.1 wurde hingegen untersagt: Im März vergangenen Jahres stoppte das Bundeskartellamt die anvisierte Video-on-demand-Plattform. "Die Gründung der gemeinsamen Plattform würde das marktbeherrschende Duopol der beiden Sendergruppen auf dem Markt für Fernsehwerbung weiter verstärken", begründete Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, damals die Entscheidung.

Auch das Video-Portal der Öffentlich-Rechtlichen soll als On-Demand-Dienst angelegt sein und nicht nur kostenfreie, sondern auch werbefinanzierte und kostenpflichtige Inhalte zum Abruf bereithalten. Laut dem aktuellen Bericht möchte die kommerzielle Plattform nach zwei bis drei Jahren die Gewinnzone erreichen.

Saskia Brintrup
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    Zuletzt kommentiert von Roboterfreak am 04.04.2012 um 11:16 Uhr
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