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Donnerstag, 29.03.2012 16:01

Neues iPad im Test: Viele Pixel, wenige Ports

aus dem Bereich Computer

Beim Thema Formatunterstützung zeigt sich das Apple iPad noch immer wählerisch. Auf der Audioliste stehen HE-AAC, Protected AAC, MP3, VBR, Audible, Apple Lossless, AIFF und WAV. Fotos (JPG, TIFF, GIF, Bitmap) lassen sich ohne Zusatz-Kit nur über iTunes synchronisieren und Dokumente werden großzügig ausgespart. Dateien in den Formaten DOC, DOCX, HTM, HTML, PDF, TXT, RTF und XLS lassen sich ohne Office-Apps nur öffnen, wenn sie als E-Mail-Anhang vorliegen. Unter den Video-Formaten unterstützt das Tablet MPEG-4, Motion JPEG und H.264 bis zu 1080p. Wir konnten im Test sowohl 720p- als auch 1080p-Videos flüssig abspielen. Das schaffen zwar auch andere Tablets, die Full-HD-Auflösung lässt sich zurzeit aber nur auf dem iPad genießen, da es als einziges die nötige Pixelmenge vorweisen kann. Zum Soundcheck haben wir wieder auf das Asus Eee Pad Transformer Prime zurückgegriffen. Hier schneidet das dritte iPad von Apple etwas besser ab: Der Lautsprecher ist ein bisschen lauter und klarer.

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Apple iPad Test – Inhalt

  • Seite 1: Display, Optik und Akkulaufzeit
  • Seite 2: Schnittstellen, Leistung und Apps
  • Seite 3: iOS, iTunes, Diktierfunktion und Tastatur
  • Seite 4: Formatunterstützung, Kameras, Fazit und Info-Tabelle

Verbesserte Kamera

Nachgebessert hat Apple bei der Kameraqualität, das war auch dringend nötig. Nachdem das iPad 1 komplett ohne Kameras auskam und das iPad 2 gerade einmal pixelige Schnappschüsse anfertigte, gibt es für das neue iPad eine 5 Megapixel starke iSight-Kamera. Wie Georg Albrecht, Pressesprecher von Apple, erklärte, handelt es sich dabei um eine Weiterentwicklung der iSight-Kamera des iPhone 4. Verglichen mit einer guten Digitalkamera mit höherer Auflösung müssen bei einem 5-Megapixel-Exemplar natürlich Abstriche gemacht werden. So tritt in dunklen Bereichen Bildrauschen auf, wenn keine optimalen Lichtverhältnisse vorherrschen. Einen Blitz gibt es nicht. Positiv sind die warme und natürliche Farbwiedergabe sowie die Schärfe zu beurteilen. Das Asus Eee Pad Transformer Prime ist beispielsweise mit einer 8-Megapixel-Kamera bestückt und nimmt dennoch optisch etwas schlechtere Bilder auf, die zu den Rändern hin unscharf werden. Videos lassen sich mit der iSight-Kamera in der Full-HD-Qualität 1080p drehen. Ob das Filmen mit einem Tablet-PC letztendlich sinnvoll und praktisch ist, muss jeder selbst entscheiden. Zudem steht eine zweite Kamera für Videochats über FaceTime (nur über WLAN) oder Skype bereit, an der sich jedoch keinerlei Einstellungen vornehmen lassen. Sie erfüllt lediglich ihren Zweck und ihre Bilder sind alles andere als ein Augenschmaus. Mehr als VGA-Qualität gönnt Apple auch dem neuen iPad nicht.

Foto des Asus Eee Pad Transformer Prime TF201 im Vergleich mit einem Foto des neuen iPad von Apple
Asus Eee Pad Transformer Prime (li) und Apple iPad (re) im Kameravergleich.
Bilder: onlinekosten.de. Zum Vergrößern anklicken.

Fazit: Der Fotografen-Liebling

Das iPad Nummer 3 erfindet das Tablet-Rad nicht neu, sondern ist als konsequente Weiterentwicklung seines Vorgängers zu sehen. Design, Verarbeitung sowie Bedienelemente haben bereits bei der ersten Geräte-Generation überzeugt und wurden daher praktisch nicht verändert. Das Festhalten an den alten Werten bedeutet jedoch auch eine weiterhin magere Schnittstellenauswahl. Haupt-Feature ist ganz klar das neue Display, das die Bestnote verdient. Passionierte Hobby-Fotografen oder Profis, die ihre neuen Bilder der DSLR in voller Blüte auf dem Tablet-PC begutachten und auch an Kleinigkeiten heranzoomen möchten, werden den hochauflösenden Retina-Bildschirm nicht mehr gegen ein herkömmliches HD-Modell tauschen wollen. Mit der iPhoto-App und dem Camera Connection Kit lassen sich außerdem RAW-Dateien in Originalgröße übertragen und am iPad bearbeiten. Auch Spiele- und Filmfans kommen nicht zu kurz: Apple will seinen iTunes-Store weiter mit Full-HD-Inhalten bestücken. Generell hat iOS beim Content derzeit (noch) die Nase vorn. Für das iPad locken nicht nur Videos, sondern auch E-Books, Zeitungen und Zeitschriften.

Apple iPad 3 im Test - Note 1,7

Durch die Fülle an Paid Content und teils nötigem Zubehör ist der Tablet PC allerdings je nach Einsatzzweck deutlich teurer als 479 Euro, der Preis für die günstigste Variante. Da ein Aufrüsten der Speicherkapazität unmöglich ist, empfiehlt es sich, eher zur 32-GB-Version zu greifen, die mindestens 579 Euro (Wi-Fi) kostet. Mit zwei Adaptern und Cover kämen so schlussendlich fast 700 Euro zusammen.

So oder so müssen sich Käufer auf die iTunes-Abhängigkeit einstellen. Wer sich damit partout nicht anfreunden kann und von Haus aus Unterstützung für USB-Sticks und Speicherkarten fordert, der muss sich im Android-Bestand umschauen. Dort wartet mit dem Transformer Prime bereits jetzt ein fähiger Kontrahent mit Android 4.0, im Hinblick auf die Display-Auflösung ist das iPad dagegen momentan konkurrenzlos. Wer ein iPad 2 sein Eigen nennt und mit der Qualität des Bildschirms völlig zufrieden ist, der kann sich das Geld für den Umstieg sparen. Anders sieht es beim iPad 1 mit Single-Core-CPU aus. Das iPad 2 ist derzeit übrigens ab 399 Euro zu haben, jedoch nur in der 16-GB-Version.

Weitere Tablet PCs im Test und eine Kaufberatung zum Thema Tablet PC liefert unser Hintergrundbereich.

Name: Das neue iPad
Hersteller: Apple
Internet: www.apple.com/de
Preis: Bestellen
ab 479 Euro
Technische Daten
Chipsatz/Prozessor: Apple A5X SoC mit Dual-Core-Prozessor und Quad-Core-Grafik
Bildschirm: 9,7 Zoll Retina (2.048x1.536 Pixel) Touchscreen, IPS-Panel, 4:3, 264 dpi, glänzend
Speicher: 1 GB RAM und 16, 32 oder 64 GB Flash Speicher
Akku: Lithium-Polymer-Akku mit 42 Wattstunden:
Herstellerangaben: 10 Stunden Surfen via Wi-Fi / 9 Stunden Surfen im Mobilfunknetz
gemessen: 10 Stunden YouTube (WLAN ein), 5 bis 6 Tage Standby
Kommunikation: iPad Wi-Fi: Wi-Fi 802.11a/b/g/n, Bluetooth 4.0
Wi-Fi + 4G: zusätzlich UMTS/HSPA+ bis 42 Mbit/s
Betriebssystem: iOS 5.1
Abmessungen: iPad Wi-Fi: 241,2x185,7x9,4 mm; 652 Gramm
iPad Wi-Fi + 4G: 662 Gramm
Anschlüsse: Synchronisations-Anschluss, Kopfhörer (3,5 mm Klinke)
Sonstiges: Gyroskop, Beschleunigungssensor, Lichtsensor, Kompass, 5-Megapixel-Kamera für Fotos und Videos (1080p mit 30 Bildern pro Sekunde) mit Autofokus, VGA-Webcam, A-GPS (nur 4G-Modell)
Hervorragende Verarbeitung
erstklassiges IPS-Display
gute Performance
3G-Version verfügbar
viele Apps und Medien-Inhalte
großes Zubehör-Angebot
kaum Schnittstellen
keine Speichererweiterung
Datenübertragung nur über iTunes
kein Siri
LTE in Deutschland nicht nutzbar
Bewertung:
Geschwindigkeit (20%): sehr gut
Ausstattung (20%): befriedigend
Display (20%): sehr gut
Bedienung/Handhabung (15%): gut
Akkulaufzeit (15%): gut
Verarbeitung (10%): sehr gut
Gesamt: gut (1,7)
Preis-Leistung: gut
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    Zuletzt kommentiert von Qantas am 30.03.2012 um 10:18 Uhr
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