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Donnerstag, 29.03.2012 16:01

Neues iPad im Test: Viele Pixel, wenige Ports

aus dem Bereich Computer
Von Saskia Brintrup

Als unsere Redaktion vor rund zwei Jahren das erste Apple iPad getestet hat, musste das "Riesen-iPhone" ohne Telefoniefunktion noch unter Beweis stellen, für welche Aufgaben es sich überhaupt verwenden lässt. Damals kamen wir zu dem Ergebnis, dass es aufgrund der schnellen Einsatzbereitschaft auf der Couch die beste Figur macht. Mittlerweile ist vielen Internetnutzern der Griff zum Tablet PC, um spontan und bequem etwas nachzuschlagen, auch unterwegs fast ins Blut übergegangen und das iPad schon in seiner dritten Gerätegeneration angelangt. Seit dem 16. März wird das neue Tablet, das sich nicht iPad 3, sondern schlichtweg neues iPad nennt, in Deutschland verkauft. Die größte Neuerung: das pixelstarke Retina-Display.

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Apple iPad Test – Inhalt

  • Seite 1: Display, Optik und Akkulaufzeit
  • Seite 2: Schnittstellen, Leistung und Apps
  • Seite 3: iOS, iTunes, Diktierfunktion und Tastatur
  • Seite 4: Formatunterstützung, Kameras, Fazit und Info-Tabelle

Update: Langzeittest

Zwischenzeitlich haben wir einen weiteren Bericht zum neuen iPad veröffentlicht und festgehalten, wie sich das Gerät auf die Dauer in der Praxis schlägt: Das neue iPad im Alltagstest.

Mehr als Full-HD

Mit einer Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixeln im 4:3-Format überholt das neue iPad alle derzeit verfügbaren Tablet-PCs. Bislang war HD-Qualität, sprich bis zu 1.366 x 768 Bildpunkte, das Maximum bei Tablets und kaum jemand dürfte auf einem maximal 10 Zoll großen Display eine höhere Auflösung vermisst haben. Mit mobilen Quad-Core-Chips und steigender Grafikleistung werden aber auch Tablets fit für die Wiedergabe von Full-HD-Videos und Spiele in höherer Auflösung. Daher machen schärfere Displays durchaus Sinn. Rund um die CES im Januar und zur CeBIT Anfang März wurden bereits mehrere Full-HD-Tablets mit 1.920 x 1.080 / 1.200 Pixel – von Acer, Asus und Huawei – angekündigt. Sie dürften in den kommenden Monaten den Konkurrenzkampf mit dem neuen iPad aufnehmen. Bis dahin kann Apple sein Alleinstellungsmerkmal halten.


Wir zeigen das neue iPad im Hands-on und werfen einen Blick auf Infinity Blade II und die iPhoto-App.

Gestochen scharfe Darstellung

Neues Apple iPad und Asus Eee Pad Transformer Prime im Vergleich: Pixel
Ein Foto auf zwei Tablets: Darstellung auf dem Asus Eee Pad Transformer Prime mit 1.280x800 Pixeln (li) und dem neuen Apple iPad mit 2.048 x 1.536 Bildpunkten (re).
Bilder: onlinekosten.de

Der mit einer Glasabdeckung geschützte Bildschirm bietet mit 3,1 Millionen Pixeln (264 dpi) die vierfache Pixeldichte des Vorgängers iPad 2 mit 1.024 x 768 Bildpunkten. Jetzt lassen sich Inhalte und Webseiten besser überblicken und näher heranzoomen, ohne dabei an Schärfe einzubüßen. Schriften sehen aus wie gedruckt und sind an den Rändern kein bisschen ausgefranst, was sich gut im direkten Vergleich mit Tablets mit geringerer Bildschirmauflösung erkennen lässt. Schön kommen die Unterschiede auch bei detailreichen Bildern in hoher Auflösung herüber. Während Schatten oder eine Straßenlaterne aus der Vogelperspektive auf einem Tablet mit HD-Auflösung bei genauem Hinsehen leicht unscharf wirken, ist die Ansicht auf dem neuen iPad bis in die Spitzen gestochen scharf (siehe Bild). Auch die Farben sind sehr natürlich und ausgewogen, Kontrast und Helligkeit hoch genug. Pixel sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen: Ein besseres Tablet-Display haben wir noch nicht gesehen.

Schriftdarstellung im Vergleich: Links das Apple iPad und rechts das Asus Eee Pad Transformer Prime.
Schriftdarstellung im Vergleich: Links das Apple iPad und rechts das Asus Eee Pad Transformer Prime.
Bild: onlinekosten.de. Zum Vergrößern anklicken.

Die Schattenseite: Spiegelungen

Gegen die Spiegelungen auf der glatten Oberfläche kann natürlich auch ein Retina-Display nichts ausrichten. Gerade jetzt, wo es die ersten Tablet-Besitzer ins Eiscafé oder in den Park zieht, fällt die eingeschränkte Sicht unter freiem Himmel auf. Am besten wird dann die Helligkeit auf 100 Prozent eingestellt, was zu Lasten der Akkulaufzeit geht. Regelmäßiges Nachputzen des Touchscreens sollte gerade bei sonnigem Wetter zum Pflichtprogramm werden, auch wenn Apple eine "fettabweisende Beschichtung" angebracht hat. Fingerabdrücke sammeln sich trotzdem an. Die Blickwinkel sind schön groß, was dem IPS-Panel zu verdanken ist.

Dicker und schwerer als das iPad 2

Um die Pixelfülle zu ermöglichen, hat das neue iPad stärkere Hardware als das iPad 2 und gleichzeitig einen leistungsfähigeren Akku erhalten, damit sich die Laufzeit nicht schmälert. Laut Apple hält es, wie seine Vorgänger, 10 Stunden durch. Diesen Wert erreichte unser Testgerät bei der Wiedergabe von YouTube-Videos bei 50-prozentiger Displayhelligkeit und Sound-Ausgabe über Kopfhörer. Wer bei voller Helligkeit surft oder den Lautsprecher arbeiten lässt, muss dementsprechend mit einer kürzeren Laufzeit rechnen. Der größere Akku hat jedenfalls keine weitere Abmagerungskur zugelassen. Statt immer dünner und leichter zu werden, ist das dritte iPad etwas dicker und schwerer als das zweite Modell. Mit Maßen von 186 x 241 x 9,4 Millimetern und einem Gewicht von 652 Gramm (Wi-Fi-Modell) bis 662 Gramm (Wi-Fi + 4G-Modell) ist es auch minimal schwerer als das Asus Eee Pad Transformer Prime TF201 (Test) im Alu-Gehäuse oder andere aktuelle Tablets wie das Motorola Xoom 2. Nach einiger Zeit in beiden Händen gehalten ist das zu spüren.

Gute Verarbeitung und bewährte Optik

Optisch hat sich wenig getan, das silberfarbene Alu-Gehäuse und die Farbvarianten Schwarz und Weiß sind gleich geblieben. Zudem haben Käufer wie beim iPad 1 und 2 die Wahl zwischen einem Tablet mit 16, 32 oder 64 Gigabyte (GB) Speicherplatz mit oder ohne Mobilfunk-Unterstützung. Auch wenn sich die Variante für mobiles Internet Wi-Fi + 4G nennt, beschränken sich LTE-Verbindungen aufgrund abweichender Frequenzbereiche auf die USA. Hierzulande wird das mobile Surfen über EDGE, UMTS oder HSPA+ abgewickelt. Maximal sind damit Datenverbindungen mit 42 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich, falls der gebuchte Mobilfunktarif mitspielt und das Netz am jeweiligen Standort bereits entsprechend ausgebaut wurde. Die Mobilfunker lassen sich die höhere Geschwindigkeit dann aber auch extra bezahlen. Die Telekom verlangt für web'n'walk Connect XL mit 21,6 Mbit/s und 10 GB Highspeed-Volumen knapp 55 Euro monatlich, Vodafones MobileInternet Flat 21,6 mit 10 GB liegt für rund 50 Euro pro Monat nur knapp darunter. Weitere Datentarife für Tablets haben wir in einem gesonderten Artikel gesammelt. Festzuhalten bleibt: Auch ohne LTE ist ein Geschwindigkeitsgewinn gegenüber der letzten iPad-Generation gegeben; das iPad 2 unterstützt maximal 7,2 Mbit/s.

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    Zuletzt kommentiert von Qantas am 30.03.2012 um 10:18 Uhr
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