Anzeige:
Dienstag, 27.03.2012 09:01

WiMP: Der nächste Musik-Streaming-Dienst klopft an

aus den Bereichen Computer, Sonstiges

Seitdem sich die GEMA und der Verband BITKOM vertraglich auf die Höhe der Urhebervergütungen für Streaming-Anbieter geeinigt haben, drängt ein Musik-Service nach dem anderen auf den deutschen Markt. Neuester Zugang: Spotify. Mitte März nahm der schwedische Anbieter, der zuvor bereits in zwölf anderen Ländern verfügbar war, auch in Deutschland seinen Dienst auf. Und weitere werden folgen. "Die neuen Tarife haben wie ein Dosenöffner gewirkt", sagte ein GEMA-Sprecher Anfang März gegenüber der dpa. "Seitdem bekommen wir ständig neue Anfragen von Streaming-Diensten, die auf den deutschen Markt wollen." An die Tür klopft auch WiMP: Die Musik-Streaming-Plattform ist im Februar 2010 gestartet und steht Musikinteressenten in Norwegen, Schweden, Dänemark und Portugal zur Verfügung. Konkurrenz belebt das Geschäft – aber brauchen die Internetnutzer nach Napster, simfy, Deezer, Rdio & Co. noch weitere Offerten? WiMP hat sich daher eine kleine Nische gesucht: Dem Team geht es nach eigenen Angaben darum, "Musik zu entdecken und zu genießen" und nicht um das Suchen und Verwalten. Wir haben WiMP am PC, auf dem Smartphone und iPad ausprobiert.

Anzeige

WiMP: Per Client oder App

Rein optisch unterscheidet sich der Dienst zunächst kaum von den anderen Streaming-Anbietern. Mit einem Umfang von 13 Millionen Titeln ist WiMP ähnlich gut bestückt wie der Musikkatalog von Deezer und Rdio. Sony, simfy, Spotify, Napster und JUKE liegen mit 15 bis 16 Millionen Inhalten weiter vorn. WiMP gibt es stationär für den PC oder Mac, außerdem mobil als App für iOS, sprich iPhone, iPod und iPad, sowie für Geräte mit Android und Windows Phone.

In Kürze sollen auch Nokia Handys, Sonos Soundsysteme und die Logitech Squeezebox unterstützt werden. Verknüpfen lässt sich der Musikdienst mit Twitter, Facebook und Last fm. Ein Zugang per Browser ist hingegen nicht möglich.


Mit persönlichen Musiktipps gegen die Streaming-Konkurrenz

Die Besonderheit: Der Nutzer bleibt bei der Suche nach neuen Hits nicht sich selbst oder den allgemeinen Charts überlassen, sondern erhält handgemachte Tipps von der Berliner Musikredaktion von WiMP.

wimp
Der Desktop-Client für WiMP, hier in der Windows-Version zu sehen. Screenshot: onlinekosten.de

Die Mitarbeiter weisen nicht nur auf die eingetroffenen Neuheiten hin, sondern empfehlen auch lohnenswerte Alben, einzelne Songs oder komplette Playlisten. Letztere bestechen insbesondere durch ihre Aktualität. Die Musikredaktion verschnürt im Wochentakt die neu hinzugekommenen Titel zu einer separaten Liste, berücksichtigt aber auch aktuelle oder anstehende Anlässe wie den Frühlingsbeginn, Festivals wie Hurricane oder Rock am Ring sowie Musiker-Geburtstage, zu denen dann passende Listen erscheinen. Dadurch lassen sich immer wieder bislang unbekannte Musikstücke entdecken.

Die Qualität der Lieder hängt von den vorgenommenen Einstellungen ab und liegt bei 64 bis 256 Kilobit pro Sekunde. Wir haben WiMP auf einem Windows-PC und außerdem per App auf einem Android-Smartphone und dem neuen iPad von Apple getestet. Über den Desktop-Client können sich die Nutzer zu allen Interpreten auch ähnliche Künstler anzeigen lassen und selbständig in insgesamt 13 Genres stöbern. Deutsche Musik erhält dabei eine eigene Kategorie; der lokale Zuschnitt ist ebenfalls eine Eigenschaft von WiMP – so auch in den skandinavischen Ausgaben. Musik lässt sich per Mausklick direkt im integrierten Player abspielen und per Drag&Drop in einer neuen oder bestehenden Playlist organisieren. Lieblingskünstler können per Favoritenmarkierung für einen schnelleren Zugriff gespeichert werden. Auch wenn sich andere Fenster vor dem Client befinden, drängelt sich kurz ein kleines WiMP-Banner in den Vordergrund, wenn der nächste Song beginnt. So wird der Nutzer knapp darüber informiert, mit wem er es gerade musikalisch zu tun hat.

Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Samstag, 25.10.2014
"WSJ": Apple will Musik-App von Beats in iTunes integrieren
Webradiomonitor 2014: Mehr Online-Radio, mehr Audio-Werbung
Netflix und Co. treiben die Preise für Film- und Serienrechte in die Höhe
Sprung aus 41 Kilometern Höhe: Google-Manager knackt Rekord von Felix Baumgartner
Smart-Homes: Branche sieht riesiges Potential
Freitag, 24.10.2014
EuGH-Urteil: Einbetten von Videos verstößt nicht gegen das Urheberrecht
Trotz Angriff auf iCloud-Nutzer: Apple-Chef Cook wirbt in China um Kunden
Nach Kritik: Anti-Facebook Ello verzichtet auf bezahlte Werbung
Online-Magazin "Krautreporter" ist gestartet: Breite Themenpalette von Zensur bis Ebola
Microsoft nutzt Marke Nokia nur noch für günstige Handys
ESET warnt vor Malware für den Mac
Smartwatch LG G Watch R erscheint später, kostet weniger
"Rooms": Facebook stellt App für anonyme Chats vor
Simply: Allnet-Flat mit LTE und 1 GB Highspeed-Volumen ab 9,95 Euro
Kann eine Zeitungs-Flatrate nach dem Modell Spotify die Printmedien retten?
Weitere News
Mobiles Internet
Mobiles Internet via UMTS bietet schnellen Surfspaß für unterwegs.
Selbst ohne WLAN schnell mobil surfen oder Internet TV auf dem Handy genießen.
UMTS hält in jedem Speed Test problemlos mit.
Mobiles Internet
Unterwegs und trotzdem Online: Mobiles Internet per UMTS macht's möglich.
Fast genauso schnell im Speed Test oder sogar schneller als ein regulärer Internetzugang.
Damit ist mobiles Internet neben Kabel digital auch als Alternative interessant, wenn die DSL Verfügbarkeit am Wohnort eingeschränkt ist.
Neues Handy?
Wer ein Handy ohne Vertrag sucht, kann inzwischen aus vielen aktuellen Modellen auswählen: Soll es ein Touchscreen Handy sein oder ein Klapphandy?
Auch viele Discounter bieten zu ihrer SIM-Karte ein Prepaid Handy zum günstigen Preis an.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs