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Dienstag, 13.03.2012 14:18

United Internet: Kundenwachstum teuer erkauft

aus dem Bereich Breitband

Zufriedene Gesichter beim 1&1-Mutterkonzern United Internet: Die am Montag vorgelegten vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2011 belegen den Erfolgskurs des Unternehmens aus Montabaur, zu dem auch die E-Mail-Anbieter GMX und Web.de gehören. Der Konzernumsatz erreichte im vergangenen Jahr die neue Bestmarke von 2,09 Milliarden Euro nach 1,90 Milliarden Euro im Vorjahr. Zudem zahlten sich die höheren Investitionen für die Kundengewinnung aus: United Internet konnte bei der Zahl der Kundenverträge um 910.000 auf insgesamt 10,67 Millionen zulegen. Im Vorjahr hatten Kunden lediglich 610.000 neue Verträge abgeschlossen.

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Mobiles Internet legt stark zu

In der Geschäftssparte Access, zu der unter anderem die DSL-Zugangsprodukte und mobiles Internet zählen, konnte der Konzern die Zahl der Kundenverträge insgesamt innerhalb eines Jahres von 3,63 Millionen auf 4,08 Millionen Verträge erhöhen. Entgegen dem Trend am eher stagnierenden DSL-Markt steigerte United Internet die Zahl der Verträge für DSL-Komplettpakete innerhalb von zwölf Monaten um 190.000 auf 2,51 Millionen. Alleine im vierten Quartal wurden 60.000 neue DSL-Komplettpakete abgeschlossen.

Noch stärker legte im vergangenen Jahr die Zahl der Verträge für die Nutzung von mobilem Internet zu: Am Jahresende verzeichnete United Internet in diesem boomenden Geschäftsfeld einen Anstieg um 520.000 Verträge auf insgesamt 790.000. Im Weihnachtsquartal gewann der Konzern hier alleine 180.000 neue Vertragskunden hinzu. Die Kehrseite der Medaille: United Internet zahlt hohe Subventionen für die mit diesen Verträgen angebotenen Smartphones. Weiter stark rückläufig mit einem Minus von 260.000 Verträgen präsentierte sich dagegen das Schmalband-Geschäft. Am Ende des Geschäftsjahres zählte der Konzern von Vorstandschef Ralph Dommermuth nur noch 780.000 Schmalband- und T-DSL-Resale-Kundenverträge.

460.000 neue Verträge im Bereich Webhosting & Cloud-Produkte

Die Sparte Applications, in der United Internet unter anderem Webhosting, Cloud-Produkte und Online-Marketing bündelt, erwies sich im vergangenen Jahr mit Blick auf die neu abgeschlossenen Verträge noch erfolgreicher als die Internetzugangsprodukte. Um 460.000 auf 6,59 Millionen wuchs die Zahl der kostenpflichtigen Applications-Verträge, 2,73 Millionen davon wurden im Ausland abgeschlossen. Das Auslandsgeschäft wuchs um 9,9 Prozent. Bei den werbefinanzierten Accounts knackte United Internet die Marke von 30 Millionen: Die Kundenverträge stiegen um 2,8 Millionen auf 30,8 Millionen.

United Internet Logo

Die stark gestiegene Zahl der Kundenverträge spiegelte sich auch im Umsatz des Konzerns wieder. Der Access-Umsatz stieg um 11,2 Prozent auf rund 1,37 Milliarden Euro, die Applications-Sparte steigerte den Umsatz um 7,3 Prozent auf 725,8 Millionen Euro. Das EBITDA, der Gewinn des Konzerns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, legte insgesamt um 2 Prozent auf 364,8 Millionen Euro zu. Während das Segment Access mit einem Wachstum von 24,2 Prozent oder 152,3 Millionen Euro zu dem positiven EBITDA beitrug, verbuchte der Bereich Applicatons dagegen einen Verlust. Das EBITDA erreichte hier nur noch 183,4 Millionen Euro nach 232,7 Millionen Euro im Vorjahr. Ausgewirkt haben sich hier hohe Aufwendungen für die Entwicklung neuer Cloud-Produkte, die Kosten für die internationale Expansion und deutlich erhöhte Marketingausgaben wie beispielsweise für die 1&1 Do-It-Yourself-Homepage in fünf Auslandsmärkten. Positiv wirkte sich dagegen beispielsweise der im zweiten Quartal erfolgte Verkauf der Versatel-Anteile aus.

Positiver Ausblick für 2012

Insgesamt blickt United Internet damit auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr, dem Aufsichtsrat wurde die Zahlung einer Dividende in Höhe von 20 Cent je Aktie vorgeschlagen. Hierüber entscheidet die Hauptversammlung am 31. Mai. Für dieses Jahr geht der Konzern von einem Umsatzplus von 15 Prozent aus. United Internet will 86 bis 124 Millionen Euro in neue Geschäftsfelder investieren. Die 1&1 Do-It-Yourself-Homepage soll in sieben europäischen Ländern und den USA vermarktet werden, der Konzern erhofft sich davon 200.000 bis 300.000 zusätzliche Kundenverträge. In den etablierten Geschäftsfeldern sollen rund 900.000 Kundenverträge hinzukommen. Auch die Entwicklung und der Launch von De-Mail-Anwendungen steht in diesem Jahr an: United Internet und die Telekom werden De-Mail-Partner. Für 2013 Jahr rechnet der Konzern aufgrund des in diesem Jahr erwarteten starken Kundenwachstums mit einem deutlich verbessertem Ergebnis.

Jörg Schamberg
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