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Freitag, 09.03.2012 18:31

Hands-on Motorola Xoom 2

aus den Bereichen CeBIT, Computer, Mobilfunk

Seit Februar ist der Nachfolger des Motorola Xoom, des seinerzeit ersten Honeycomb-Tablets, auf dem Markt. Auch Netzbetreiber Vodafone nimmt den Tablet-PC Xoom 2 ins Programm auf und zeigte ihn deshalb neben zahlreichen Smartphones und anderen Tablets im Vodafone-Pavillon auf der CeBIT in Hannover. Wir haben uns das Gerät, das im Handel für etwa 600 Euro verfügbar ist, am Stand genauer angesehen.

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Gutes Display, aber starke Spiegelungen

Bereits das Datenblatt zeigt, dass das Xoom 2 leichter in der Hand liegt als das erste Xoom. Die 730 Gramm Gewicht, die in unserem Motorola Xoom Test nach längerer Nutzung in beiden Händen deutlich zu spüren waren, hat der Hersteller beim zweiten Xoom auf 599 Gramm reduziert. Schlanker ist der Tablet PC ebenfalls geworden. Das achteckige Gehäuse mit Gummi-Ummantelung und matter Rückseite lässt sich sicher festhalten.

Was allerdings direkt beim ersten Kontakt auffällt, ist der stark glänzende Touchscreen. Zwar ist ein hochwertiges und blickwinkelstabiles IPS-Display mit 1.280x800 Bildpunkten verbaut, das auch bei starker Neigung des Tablets noch kräftige Farben und eine gute Sicht liefert, am Messestand mit üppiger Beleuchtung konnte der Bildschirm den Spiegeleffekten aber kaum Herr werden. Selbstredend erschwerten auch diverse Fingerabdrücke eine gute Sicht – aufgrund der zahlreichen neugierigen Besucher wenig verwunderlich. Besser gewappnet ist das Display gegen Kratzer und Wasser: Motorola verwendet eine Gorilla-Glas-Abdeckung und hat den Tablet-PC gegen Spritzwasser geschützt.

Motorola Xoom 2 bei Vodafone
Das Motorola Xoom 2 kommt mit einer Fernbedienungs-App und liefert ein besseres Display als der Vorgänger.
Bild: onlinekosten.de

Prozessor: OMAP statt Nvidia Tegra 2

Was Motorola mit dem Generationswechsel ausgetauscht hat, ist der Prozessorhersteller. Auch das erste Xoom nutzte bereits eine Dual-Core-CPU, und zwar per Nvidia Tegra-2-Chip, beim Xoom 2 ist das US-Unternehmen aber auf einen OMAP-Prozessor mit zwei Kernen und 1,2 Gigahertz Taktrate von Texas Instruments umgeschwenkt. Einem Bericht von "Extreme Tech" zufolge haben die beiden Chips jedoch mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Zur weiteren Bestückung des Tablets zählen 1 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und 16 GB Speicherplatz. Einen Speicherkartenleser gibt es nicht. Um die Grafikleistung zu testen, haben wir mit der vorinstallierten YouTube-App verschiedene HD-Videos abgespielt, die einwandfrei und flüssig liefen. Auch der Wechsel zwischen Apps verlief zügig und der Touchscreen ließ sich zielsicher bedienen.

Einen Charakterzug hat das Xoom 2 von seinem Vorgänger übernommen: Eine 5-Megapixel-Kamera mit Blitz, mit der sich außerdem Videos in HD-Qualität (720p) aufzeichnen lassen. Zwar waren die Lichtverhältnisse im Pavillon nicht optimal, doch unsere Testfotos wirkten auf dem Display – gemessen an der Tatsache, dass es sich um ein Tablet handelt – erstaunlich scharf. Vergleichen konnten wir die Qualität mit den Bildern eines ZTE Vodafone Smart Tab 10, das gleichermaßen ausgestellt war. Das etwa 200 Euro günstigere 10-Zoll-Tablet verfügt ebenfalls über eine 5-Megapixel-Kamera, die Fotos waren aber weniger scharf und die Farben nicht so originalgetreu.

Per App zur Universalfernbedienung

Als Bonus spendiert das Xoom 2 eine App mit Programmguide und Universalfernbedienung. Mittels Infrarotschnittstelle kann das Tablet daher zuhause verschiedenen Fernbedienungen ersetzen. Um Videos auf einem Fernseher auszugeben, steht eine Micro-HDMI-Schnittstelle bereit, ein passendes Kabel ist separat erhältlich. Hinzu kommt ein Micro-USB-Port. Einen Internetzugang bietet das Tablet per WLAN und 3G-Modul.

Noch ist das Motorola Xoom 2 nicht auf der Vodafone-Homepage zu finden. Sobald uns weitere Informationen zum Start vorliegen, werden wir sie an dieser Stelle nachreichen. Fest steht: Das Xoom 2 kommt mit der Android-Version 3.2. Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte die Vodafone-Mitarbeiterin, dass ein Update auf die aktuelle Android-Version 4.0 alias Ice Cream Sandwich geplant sei, nannte aber noch keinen Termin.

Saskia Brintrup
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