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Dienstag, 06.03.2012 14:00

Acer: Quad-Core-Tablets und neue Notebooks

aus den Bereichen CeBIT, Computer

Acer nutzte den ersten Messetag in Hannover, um über Pläne und Ziele für das laufende Jahr zu sprechen und im Anschluss daran, Produktneuheiten aus den Bereichen Notebook und Tablet PC zu präsentieren. Laptops, genauer gesagt Ultrabooks, und Tablets sind auch die Sparten, die Acer weiter ausbauen möchte, wie Wilfried Thom, Acer-Manager für die DACH-Region, auf der Pressekonferenz auf der CeBIT ausführte.

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Neues Namensschema für Acer Laptops

Schon Microsoft sprach am Montag davon, den Nutzer beziehungsweise die Menschen stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Acer will offenbar ähnlich vorgehen und daher künftig auf die hauptsächlich aus Ziffern bestehenden Produktbezeichnungen verzichten. Kurze Kombinationen aus Buchstabe und Ziffer nach dem Ultrabook-Vorbild Aspire S3 werden sie ablösen; die Linien wie Aspire, Timeline und TravelMate bleiben weiterhin erhalten, was die Orientierung erleichtert. Die Laptop-Serien, die Acer am Dienstag in Aussicht stellte, nutzen bereits das neue System: das Aspire S5, M3, V3 und V5 sowie die Aspire E-Serie.

Aspire S5: Alle Anschlüsse auf der Rückseite

Das Acer Aspire S5 ist nach dem S3 das zweite Ultrabook des Herstellers und wurde bislang nur auf der CES in Las Vegas im Januar demonstriert. Im Gegensatz zum Aspire S3 ist das S5 mit glänzendem 13,3-Zoll-Display 500 Gramm leichter (1,35 Kilogramm) und dünner (15 Millimeter) – laut Acer das derzeit "das dünnste Ultrabook der Welt". Herkömmliche Festplatten wurden durch leichtere SSDs getauscht und die Optik verfeinert: Das S5 sieht hochwertiger aus als das S3 und fühlt sich auch wertiger an.

Acer Aspire S5 und V3
Das Acer Aspire S5 (li) und ein Modell aus der V3-Serie. Bilder: onlinekosten.de

Mit dem neuen Ultrabook erhält zudem eine Thunderbolt-Schnittstelle Einzug, die zusammen mit zwei USB-3.0-Ports und HDMI hinter dem sogenannten MagicFlip untergebracht ist. Per Knopfdruck fährt das Ultrabook an der Rückseite gut einen Zentimeter hoch und legt die Schnittstellen frei – allerdings erst, nachdem Windows gebootet wurde. Seitlich gibt es keine Anschlüsse. Mittels Acer Always Connect soll der Anwender noch zügiger als bislang auf das Internet und soziale Netzwerke zugreifen können. Den Marktstart hat der Anbieter für Juni ab 1.000 Euro angesetzt - je nach Konfiguration. Das Datenblatt sieht einen Intel Core i5- oder i7-Prozessor, bis zu 4 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und maximal 256 GB SSD-Speicher vor.

Ultrabooks mit Grafikkarte

Acers neue Laptop-Serien
Neue Serien, neue Bezeichnungen. Bild: onlinekosten.de

Die 15 Zoll große Aspire M3 Timeline Ultra-Reihe erfüllt ebenfalls Intels Ultrabook-Kriterien und darf sich daher mit der Bezeichnung schmücken. Während die meisten der bislang angekündigen Ultrabooks die integrierten Grafikchips der Ultrabook-CPUs von Intel nutzen, liefert die M3-Serie eine dedizierte Grafikkarte. Auch die 15,6-Zöller der 20 Millimeter (mm) dünnen und 2,3 Kilogramm (kg) schweren Timeline U-Serie fallen in die Ultrabook-Kategorie und versprechen bis zu 8 Stunden lang mobiles Arbeiten. Aus der Bestückungsliste verriet Acer Nvidia Grafikkarten bis zum Modell GeForce GT 640M. Informationen zu Termin und Preis sind noch nicht bekannt.

Deutlich günstiger als die Ultrabooks ist die V5-Serie, die Acer in den Displaygrößen 11,6 Zoll, 14 und 15,6 Zoll und außerdem in verschiedenen Farben herausbringen wird. Die leichtesten Versionen wiegen 1,36 kg, größere Exemplare integrieren ein optisches Laufwerk und eine dedizierte Grafik. Im Mai sollen die Laptops ab 499 Euro verfügbar sein. Die V3-Serie bezeichnete der Senior Corporate President von Acer, Oliver Ahrens, als "Everyday-Notebook", nannte aber noch keine Termine und Preise. Die Serie teilt sich in Konfigurationen mit 14-, 15,6- und 17,3-Zoll-Bildschirm und ist mit Intel Prozessoren mit bis zu vier Kernen bestückt. Das größte Modell verspricht außerdem eine Nvidia Grafikkarte bis hin zum Modell GT 650M. Je nach Modell zählen ferner zwei Festplatten oder eine Kombination aus HDD und SSD sowie ein Blu-ray-Laufwerk zur Ausrüstung.

Zwei Quad-Core-Tablets von Acer

Acer Iconia A510 Olympia Edition
Das Acer Iconia A510 verspricht eine besonders lange Akkulaufzeit. Bild: onlinekosten.de

Wie Asus und Huawei verlässt sich Acer im Tablet-Bereich bei den neuen Modellen auf einen 4-Kern-Prozessor, den Nvidia Tegra-3-Chip. Aus der Iconia-Serie, die die Bedienung der Android-Oberfläche serientypisch mit einem Ring-Interface von Acer ergänzt, legt der Hersteller das A700 nach. Das mit einem HDMI-Port bestückte Tablet mit 10,1 Zoll großem Full-HD-Display (1.920x1.200) soll im Mai/Juni mit Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich ausgeliefert werden und bis zu 10,5 Stunden mit einer Akkuladung durchhalten. Bestückt ist das 685 Gramm schwere Modell zudem mit 1 GB RAM und 16 bis 64 GB Speicherplatz. Der Preis steht indes noch nicht fest.

Auch das Iconia A510 in der Olympic Games Edition mit 10,1-Zoll-Touchscreen mit 1.280x800 Bildpunkten basiert auf Android 4.0 und ist mit einem 4-Kern-Chip ausgestattet. Dennoch verspricht das Gerät Mobilität: Bis zu 15 Stunden Betrieb fernab der Steckdose. Neben einem Micro-SD-Kartenschacht, WiFi und Bluetooth 2.1 bringen beide Tablets auch eine 5-Megapixel-Kamera und eine Webcam mit. Das A510 soll im April in den Farben Schwarz und Silber starten. Einen Preis nannte Acer noch nicht, kündigte aber an, als einer Sponsoren von Olympia weitere Hardware in spezieller Edition herauszubringen – ein Notebook und einen All-in-one-Computer. Die Olympia-Rechner werden aufgrund einer Kooperation mit Eurosport mit einem kostenlosen Zugriff auf den Eurosport Web-Player bereitgestellt, der für einen Zeitraum von bis zu vier Monaten geboten wird.

Saskia Brintrup
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