Während wir heute über Aktion von "flatrate-protest.de" berichtet haben, soll auch "Internet ohne Taktung" nicht ganz vergessen werden. Die Initiative kämpft bereits seit September 1999 um erschwingliche Pauschalpreise für den Zugang zum Internet und konnte bisher über 40.000 Unterschriften sammeln.
Nach Einstellung der T-Online Flatrate fühlt man sich dort bestätigt:
"Hunderttausende hatten sich für den Flatrate-Tarif entschieden. Wenn die Telekom-Tochter T-Online das Preismodell jetzt wieder einstellt, so zeigt dies, dass der Ex-Monopolist verbraucherfeindlich denkt wie eh und je", so Philipp Sudholt, Sprecher der Aktion.
Der Vorgang werfe zudem ein deutliches Licht auf die Lage auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt:
"Nach wie vor hat es die Politik nicht geschafft, auf dem Markt für die letzte Meile internetfreundliche Bedingungen zu schaffen", so Sudholt weiter. Das Flatrategeschäft ist laut Sudholt derzeit für alle Provider defizitär, weil die Telekom überteuerte Durchleitungsgebühren im Ortsnetz verlangt.
Der Schritt der Telekom zurück zu zeitabhängigen Tarifen ist in den Augen der Telekom-Kritiker eine Blamage für die "Online-Nation" Deutschland. Denn zeitabhängige Tarife würden die wirklich intensive Beschäftigung mit dem Medium verhindern.
Zwischenzeitlich wird IOT auch von Seiten verschiedener Parteien und Provider unterstützt. Für die Zukunft sollen weitere Aktionen folgen.
Tobias Marburg