Der mobile Datentraffic nimmt dank des Booms von Smartphones und Tablet-PCs weiter rasant zu. Bilder und Videos werden von den mobilen Endgeräten in Cloud-Dienste oder soziale Netzwerke wie Facebook hochgeladen. Die Netze der Mobilfunknetzbetreiber müssen für diese vernetzte Gesellschaft fit gemacht werden. Ericsson, schwedischer Anbieter von Kommunikationstechnologien, arbeitet intensiv an einer effektiveren Nutzung der Netzinfrastrukturen. Nun verkündete das Unternehmen, dass durch Kombination verschiedener Technologien eine Verdreifachung der Upload-Geschwindigkeit in den bereits weit verbreiteten HSPA-Mobilfunknetzen erreicht wurde. Die Lösung zeigt Ericsson auch auf seinem Stand auf dem in der kommenden Woche startenden Mobile World Congress (MWC) in Barcelona.
Höherer HSPA-Uplink dank neuer Ericsson-Lösung
Bereits am 25. Januar gelang Ericsson nach eigenen Angaben eine Steigerung des Uplinks in einer Funkzelle von 4 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) auf über 12 Mbit/s. In der Funkzelle waren mehrere Endgeräte gleichzeitig aktiv. In dem Versuch kam ein 5 Megahertz-WCDMA-Carrier zum Einsatz, den Ericsson mit eigener, handelsüblicher Empfangstechnologie sowie einem neuen Störunterdrückungssystem kombinierte. Zudem nutzten die Schweden Basisstationen mit 4-Antennen-Technik.
An den Basisstationen setzte Ericsson spezielle Softwarealgorithmen ein, die Störeffekte beim Uplink unterdrücken und die Empfangseigenschaften der HSPA-Basisstationen verbessern sollen. Netzbetreiber profitieren von einer höheren Netzkapazität und einem schnelleren Upload. Der Vorteil für Endkunden: Ihre Geräte müssen nicht technisch aufgerüstet werden. Setzt ein Mobilfunknetzbetreiber auf die Ericsson-Lösung, kommen Kunden direkt in den Genuss der höheren Uplink-Bandbreiten.
Jörg Schamberg