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Mittwoch, 22.02.2012 15:15

Sony PlayStation Vita im Test: Großer, teurer Spaß

aus dem Bereich Computer
Von Saskia Brintrup und Marcel Petritz

Mit hochauflösenden Displays und immer stärkeren Prozessoren und Grafikchips werden die Smartphones und auch die Tablet-PCs zusehends zur Konkurrenz für mobile Spielkonsolen. Apples App Store und Googles Android Market sind voll von Spielen für kleines Geld und den Zeitvertreib zwischendurch. Aber: Wenn schon Digitalkameras trotz 8-Megapixel-Kameras in Handys nicht obsolet geworden sind, dann gibt es auch noch einen Platz für starke Konsolen, die den Alleskönner-Handys in ihrem Spezialgebiet überlegen sind. Das dürfte sich Sony während der zweijährigen Entwicklungsphase der neuen PlayStation Vita gedacht haben, die ab dem 22. Februar europaweit in den Hände mobiler Gamer liegen möchte. Was die PlayStation Portable E-1000 für 99 Euro über den Preis erreichen möchte, will die Vita mit Spitzen-Grafikleistung und Ausstattung schaffen. Ab 249,99 Euro wandert das Handheld mit Platz für doppelte Streicheleinheiten über die Ladentheke. Wie macht sich die vernetzte Konsole in der Praxis und wo liegen die Schwachpunkte? Wir haben Little Deviants, Uncharted: Golden Abyss und Reality Fighters angespielt.

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PlayStation Vita Test – Inhalt

  • Seite 1: Optik, Display, Steuerung und Hardware
  • Seite 2: Speicherlösung, Dateiübertragung und Spiele-Infos
  • Seite 3: Praxistest: Spiele, Steuerung und Internet
  • Seite 4: System, Fazit und Test-Tabelle

Großer und scharfer OLED-Bildschirm

Die PlayStation Vita (PCH-1000-Serie) misst etwa 182x84x19 Millimeter und wiegt mit 3G-Modul für mobiles Internet über UMTS und HSPA 279 Gramm. Dann steigt der Preis auf 300 Euro. Das knapp 250 Euro teure Standardmodell mit WLAN-Schnittstelle bringt 260 Gramm auf die Waage. Verglichen mit einem Smartphone ist das zwar nicht wenig, sorgt aber dafür, dass die Konsole gut und sicher in der Hand liegt.


Mittelpunkt des Geschehens ist ein 5 Zoll beziehungsweise diagonal rund 12 Zentimeter großer OLED-Touchscreen mit 960x544 Bildpunkten. Damit entspricht die Auflösung zwar fast einem üblichen 10-Zoll-Netbook, das 1.024x600 Pixel spendiert, und der doppelten Pixelanzahl der PSP E-1000, an ein teureres Smartphone wie das Samsung Galaxy Note mit 5,3-Zoll-Bildschirm und 1.280x800 Bildpunkten reicht die Gaming-Kiste aber nicht heran. Dafür zieht sie mit bis zu 16 Millionen darstellbaren Farben gleich auf: Das Display glänzt mit knackigen, kontrastreichen Farben und gestochen scharfer Textdarstellung, leidet je nach Lichteinfall aufgrund der glatten Oberfläche aber unter Spiegelungen. Gerade bei Spielen, die den Lagesensor einsetzen und somit ein Drehen der Konsole erfordern, kann das stören. Glücklicherweise lässt sich der OLED-Bildschirm heller stellen und ist sehr blickwinkelstabil – top.

Sony PlayStation Vita Optik
Die PlayStation Vita integriert Analog-Sticks - Zocken wie mit einer "großen" Konsole. Bilder: Sony

Steuerung: Drücken, wischen, drehen, neigen, fotografieren und sprechen

Optisch macht die Vita ingesamt einen sehr guten und hochwertigen Eindruck. So hübsch wie frisch aus dem Karton geholt, sieht sie aufgrund der Hochglanzflächen nach einer intensiven Spielphase aber natürlich nicht mehr aus. Zur Steuerung sind zwei Analog-Sticks, ein Steuerkreuz, die üblichen Aktionstasten sowie zwei Schultertasten vorhanden. Je nach Spiel müssen die Hände aber auch schonmal zum zusätzlichen Touchpad auf der Unterseite greifen. Für Spiele mit Sprachbefehlen befindet sich zudem ein Mikrofon an Bord, für Autorennspiele und Sportliches ein Bewegungssensor. Ebenfalls hauptsächlich zum Spielen angebracht sind zwei VGA-Kameras – je eine auf der Vorder- und Rückseite für Augmented Reality-Anwendungen. Theoretisch lassen sich auch jenseits des Spieleuniversums Fotos aufnehmen, deren Qualität ist aber nicht berauschend. Ein Headset oder Kopfhörer lässt sich via Bluetooth oder eine 3,5-mm-Klinkenbuchse anschließen und die Lautstärke über zwei Tasten anpassen. Die integrierten Lautsprecher liegen qualitativ im Mittelfeld.

Zur Hardware

Aktuellen Handys ist die PlayStation Vita Hardware-technisch klar überlegen. Zwar wurden bereits Quad-Core-Prozessoren für Smartphones vorgestellt und der Mobile World Congress (MWC) in Barcelona steht ins Haus, noch ist aber kein Mobiltelefon mit 4-Kern-Kraft im Handel verfügbar. Sonys Vita triumphiert mit einem ARM Cortex A9 Quad-Core-Prozessor, einem SGX543MP4+ Grafikchip mit 128 Megabyte (MB) eigenem Speicher und 512 MB Arbeitsspeicher.

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