Anzeige:
Mittwoch, 22.02.2012 08:18

Kim Dotcom ist wieder frei - mit Internetverbot

aus dem Bereich Sonstiges

Gut einen Monat nach seiner Festnahme in Neuseeland ist der deutsche Betreiber der Internetplattform Megaupload, Kim Dotcom, gegen Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Bei der Anhörung vor einem Gericht in Auckland hatte der Richter am Mittwoch keine besondere Fluchtgefahr erkennen können. Über eine Auslieferung in die USA, wo ihm massive Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen werden, will das Gericht erst im August beraten.

Anzeige

Internet- und Hubschrauber-Verbot

"Es macht den Anschein, als habe er allen Grund hierzubleiben, mit seiner Familie zusammen zu sein und darum zu kämpfen, sein erhebliches Vermögen zu behalten", sagte Richter Nevin Dawson am Mittwoch zu einer Fluchtgefahr des Deutschen. Zu den gegen Dotcom verhängten Auflagen gehört, dass er bis auf weiteres weder das Internet noch Hubschrauber benutz darf und sich nicht unangemeldet mehr als 80 Kilometer (50 Meilen) von seinem Anwesen nördlich von Auckland entfernen kann. Zunächst hatte ein anderer Richter eine Freilassung auf Kaution abgelehnt, da Fluchtgefahr bestehe.

"Ich bin einfach nur erleichtert, dass ich nach Hause gehen kann zu meinen drei Kindern und meiner schwangeren Frau", sagte Dotcom nach seiner Freilassung in die Fernsehkameras. Mehr könne er im Moment nicht sagen. "Ich will einfach nur nach Hause", wiederholte er. Die Summe der Kaution blieb unbekannt. Unklar ist auch, wer die Kaution hinterlegt hat oder ob sie aus dem beschlagnahmten Vermögen von Dotcom gestellt wird.

Protziger Lebensstil als Markenzeichen

Kim Dotcom wurde 1974 als Kim Schmitz in Kiel geboren. Er besitzt neben der deutschen auch die finnische Staatsbürgerschaft. In der deutschen Hacker-Szene war Schmitz in den neunziger Jahren eine äußerst umstrittene Figur. Ihm wurde vorgehalten, selbst über keine besonderen technischen Fähigkeiten zu verfügen, sich mit Taten von anderen Hackern zu brüsten und allein auf den eigenen Vorteil bedacht gewesen zu sein. Als Internet-Unternehmer in der Dotcom-Ära wurde Schmitz im Mai 2002 vom Amtsgericht München zu einer Bewährungsstrafe wegen Insiderhandels verurteilt. Danach zog er nach Hongkong und im Jahr 2010 unter seinem neuen Namen nach Neuseeland.

Im aktuellen Verfahren in Neuseeland soll vom 20 August an am gleichen Gericht, aber vor einem anderen Richter über eine Auslieferung in die USA verhandelt werden. Die Anhörung werde voraussichtlich drei Wochen dauern. Drei Mitarbeiter des 38-Jährigen waren schon zuvor gegen Kaution aus der Untersuchungshaft freigekommen, darunter zwei weitere Deutsche. Die vier waren am 20. Januar auf Antrag der US-Behörden von der neuseeländischen Polizei wegen Internet-Piraterie festgenommen worden.

Dotcom wird es auf seinem Luxus-Anwesen in den kommenden Monaten weniger bequem haben als gewohnt: Die neuseeländischen Behörden hatten nach der Festnahme in großem Stil sein Vermögen beschlagnahmt, darunter den Fuhrpark mit vielen Mercedes-Wagen.

Hayo Lücke / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Hui! Er darf nicht mehr ins Internet (2 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Ehemalige Benutzer am 25.02.2012 um 13:13 Uhr
 Wie frueher bei Muttern (3 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von trinity am 22.02.2012 um 16:08 Uhr
 Richtige Formulierung! (0 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von nixgegendenise am 22.02.2012 um 08:32 Uhr
 Suche

  News
Dienstag, 03.03.2015
"Forbes"-Liste der Reichen: Bill Gates ist weiter Spitzenreiter
Streit um Einspeiseentgelte: BGH fällt Urteil zum Kabelfernsehen im Juni
Tele Columbus: Hohe Nachfrage nach schnellen Internetanschlüssen
Kooperation von Watchever und o2: Kunden profitieren von Sonderkonditionen
Facebook-Chef Zuckerberg umwirbt Mobilfunk-Branche - und beisst auf Granit
 Vodafone-Chef: Mobilfunk-Preise sollten steigen
Crash-Tarife: Allnet-Flat, SMS-Flat und Internet-Flat im Telekom-Netz ab 14,99 Euro
 Google Loon: Internet-Ballone fliegen sechs Monate
DSL-Tarife im März: Sparangebote für DSL und VDSL im Überblick
 Huawei MediaPad T1: Neue Tablets in zwei Größen
 Google will Mobilfunk- mit WLAN-Netzen verbinden
Mobilcom-debitel: Neuer Premium-Tarif (fast) ohne Roamingkosten
Samsung Galaxy S6 und S6 Edge bei 1&1, Telekom und o2 vorbestellen
 HP zeigt Spectre x360: Dünnes Convertible-Notebook in der Premium-Klasse
Tele2: Neue mobile Internet-Flat-Tarife ab 6,95 Euro pro Monat
Weitere News
Internet TV
Mit Kabel oder VDSL per Internet TV aufregende Unterhaltungsangebote nach Hause holen.
Nicht nur mit 1und1 VDSL, T-Home VDSL oder Vodafone VDSL gibt es rückelfreies TV Programm.
Auch die Kabelnetzbetreiber haben gute Angebote.
Internet per Flat
Ob per Kabel oder mit VDSL: Erst eine Flat bringt richtig Spaß beim Surfen über die schnellen Internetleitungen.
Jetzt die Kabel-Angebote vergleichen oder neben der T-Home VDSL Verfügbarkeit die 1und1 VDSL und Vodafone VDSL Verfügbarkeit prüfen.
Alle günstigen Tarife hier in unserem DSL Preisvergleich.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs