Die Fußball Bundesliga wird auch ab der Saison 2013/2014 im Fernsehen zu sehen sein - live und in Zusammenfassungen. Unklar ist aber, wer den Zuschlag für die neue Rechte-Periode von vier Jahren bis zur Saison 2016/2017 erhält. Am Donnerstag stellte die Deutsche Fußball Liga (DFL) in Frankfurt weitere Eckpunkte zur Ausschreibung der so genannten nationalen audiovisuellen Medienrechte vor. Wie vom Bundeskartellamt gefordert, hat die DFL eine Vielzahl an Rechtepaketen zusammengestellt - insgesamt 19 Stück in sechs Rechtepaketbündeln für die Vertriebswege Kabel, Satellit, Terrestrik, IPTV sowie Web- und Mobile TV. Weil aber zwei Verwertungs-Szenarien für die Zusammenfassungen im Free-TV angeboten werden - einmal mit und einmal ohne Internet-Sportschau -, können von zugelassenen Medienunternehmen bis zum 2. April sogar 38 Gebote abgegeben werden.
Weiter fünf Anstoßzeiten
Wie bisher soll es für Spiele der Bundesliga und der 2. Bundesliga fünf Anstoßzeiten geben. Mit einer kleinen Änderung: Spiele der 2. Bundesliga werden freitags nicht schon um 18 Uhr, sondern erst um 18:30 Uhr angepfiffen. Befürchtungen, wonach eine weitere Zerstückelung eines Bundesligaspieltags drohen könnte, um die Exklusivität des Pay-TV zu stärken, erfüllten sich somit nicht. "Das Ausschreibungsverfahren für die kommende Rechteperiode wird nach klaren Spielregeln ablaufen. Jetzt sind die Interessenten am Zug", sagte DFL-Chef Christian Seifert. Wer die Bundesliga ab der Saison 2013/2014 im Free- und Pay-TV zeigen darf, will die DFL noch vor Ablauf der laufenden Saison entscheiden. Der 34. Spieltag in der Fußball Bundesliga ist auf den 5. Mai terminiert.

Interessenten, die für die Live-Übertragungen (drei Pakete: Gold, Silber und Bronze) bieten, haben neben der Abgabe von Angeboten für einzelne Rechtepakete auch die Möglichkeit, für so genannte Rechtepaketbündel zu bieten. Dabei sind die Pakete Kabel, Satellit und Terrestrik im Paket Broadcast zusammengefasst, IPTV wird im Paket Netcast I, Streams im Internet und auf das Handy im Paket Netcast II angeboten. Auch ein Gebot für sämtliche Bündel ist möglich.
DFL legt Mindestgebote fest - nennt sie aber nicht
Intern wird die DFL für jedes Paket so genannte Vorbehaltspreise festlegen, deren Höhe aber weder öffentlich, noch gegenüber den Bietern näher beziffern. Werden diese Mindestgebote in einer ersten Bieterrunde bis zum 2. April nicht erreicht, wird eine zweite Runde angestoßen. Das gilt auch für den Fall, dass mindestens zwei Bieter bereit sind, mehr als den von der DFL festgelegten Preis zu zahlen. Wird hingegen nur ein Mindestgebot abgegeben, nimmt der Ligavorstand das entsprechende Angebot an.