Windows-Handys an die Macht! Frei nach diesem Motto schiebt Nokia in diesen Wochen Schritt für Schritt ein Lumia-Smartphone nach dem anderen auf den Markt. Nach dem Lumia 800 und dem Lumia 710 wurde in den USA auch das Lumia 900 angekündigt, das auch LTE-Verbindungen unterstützt. Doch Nokia setzt nicht alles auf eine Karte. Weiterhin werden auch Smartphones auf Basis des Betriebssystems Symbian produziert. Zum Beispiel das Nokia 700, das mit der neuesten Symbian-Generation Belle ausgestattet ist. Die eigentliche Kernbotschaft lautet allerdings: Smartphone-Displays sollten nicht zu klein ausfallen. Und genau das ist das größte Problem des Nokia 700.
Kleines Smartphone-Display
Eigentlich ist Nokias Idee gar nicht verkehrt: ein Smartphone anbieten, dass stark an jene Telefone erinnert, mit denen der Konzern zum Weltmarktführer unter den Handyherstellern aufgestiegen ist. Das Nokia 700 misst gerade einmal 110 Millimeter in der Länge, 50 Millimeter in der Breite und ist 10 Millimeter dünn. Das hat aber auch zur Folge, dass die Bildschirmdiagonale des kapazitiven Touchscreens auf 3,2 Zoll geschrumpft ist.
Das Nokia 700. Bild: onlinekosten.de
Gemessen an den dargestellten Farben (16,8 Millionen) und der Auflösung (640 x 360 Pixel) ist dem Telefon für das, was es bietet, gar nicht einmal eine schlechte Figur zu bescheinigen. Aber: das Schreiben von Texten - seien es nun E-Mails, SMS oder Instant Messenger-Nachrichten - ist häufig eher eine Qual als Spaß. Die virtuelle QWERTZ-Tastatur fällt sowohl im Quer- als auch insbesondere im Hochformat sehr, sehr klein aus. Oft wird bei der Texteingabe der falsche Buchstabe getroffen und es müssen Korrekturen vorgenommen werden.
Symbian Belle macht einen guten Eindruck
Abgesehen von diesem kleinen Manko präsentiert sich das Nokia 700 aber von einer ordentlichen Seite. Es liegt mit seiner metallischen Akkuabdeckung, dem verwendeten Corning Gorilla-Glas und dem daraus resultierenden Gewicht von immerhin 96 Gramm gut in der Hand. Keinesfalls macht es den Eindruck eines Billig-Smartphones.
Dieser Eindruck wird noch einmal deutlich unterstrichen, wenn durch das Menü der Belle-Oberfläche navigiert wird. Durch einen Single Core Prozessor, der mit 1 Gigahertz getaktet ist und durch 512 Megabyte Arbeitsspeicher unterstützt wird, ist eine flüssige und ruckelfreie Steuerung möglich. Hier und da ist die Navigation zwar nicht ganz intuitiv, insgesamt hat Symbian mit Belle aber einen ordentlichen Schritt nach vorn gemacht und kann durchaus überzeugen.
Das Hauptmenü des Telefons ist in drei Spalten aufgeteilt und sortiert untereinander alle vorinstallierten Verknüpfungen bzw. nachträglich installierten Apps. Wem das zu unübersichtlich ist, der kann auf bis zu sechs Startbildschirmen Schnellstart-Icons und Widgets ablegen. Teilweise ist das, was auf den ersten Blick wie eine App aussieht, aber nur eine Verlinkung auf eine mobile Internetseite - zum Beispiel beim vorinstallierten Facebook-Icon.