Die zunehmende Popularität mobiler Internetverbindungen stellt Mobilfunkunternehmen weltweit vor immer größere Herausforderungen in Sachen Netzausbau. Auch die deutsche E-Plus-Gruppe investiert derzeit in die Erweiterung ihrer Infrastruktur und hat den schwedischen Mobilfunkausrüster Ericsson beauftragt, die Kapazität der Anbindung ihrer Basisstationen an das Kernnetz (Mobile Backhaul) deutlich zu erweitern. Auch die KPN Group Belgium erhält ein entsprechendes Upgrade. Bis Ende 2013 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
15.000 TN-Richtfunkstrecken werden installiert
Stünden am Übergang zwischen Basisstation und Kernnetz keine ausreichenden Kapazitäten zur Verfügung, komme es schnell zu Überlastungen, erklärte Anders Runevad, Leiter der Region West- und Zentraleuropa bei Ericsson. "Um diesen Engpass zu vermeiden, ist eine Aufrüstung des Transportnetzes erforderlich. Nur so kann sichergestellt werden, dass der steigende Verkehr an den Basisstationen abgeführt werden kann", so Runevad.
Insgesamt will Ericsson in den Netzen beider KPN-Töchter über 15.000 MINI-LINK TN-Richtfunkstrecken installieren. Hauptaufgabe der bereits laufenden Arbeiten ist es zudem, die mit dem herkömmlichen Zeitmultiplexverfahren (TDM) betriebenen Netze beider Anbieter auf paketvermittelte Übertragungstechniken umzustellen. Mit Leistungen bis in den Gigabit-Bereich sollen so genügend Reserven für die Einführung von HSPA Evolution und LTE bereitgestellt werden – bei gleichzeitiger Reduzierung volumenbezogener Transportkosten.
Christian Wolf