Sonntag, 05.02.2012 11:01

Sat-Internet: 100 Kommunen für Gratis-Test gesucht

aus dem Bereich Breitband

Schnelles Breitband-Internet per Kabel mit Bandbreiten von bis zu 128 Megabit pro Sekunde (Mbit/s): Von solchen Surfgeschwindigkeiten können immer noch viele deutsche Internetnutzer nur träumen. Selbst ein DSL-Internetzugang mit 16 Mbit/s ist für zahlreiche Bewohner ländlicher Regionen nach wie vor unerreichbar. "Rund eine halbe Million Haushalte haben immer noch keinen Zugang zu Minimalbreitband mit 1 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Weitere 6,6 Millionen kriechen auf dem Internetstandstreifen mit maximal 2 Mbit/s", erläutert Peter Baranec, Chefredakteur des "Kommunalleasing Magazins". Für die betroffenen Gemeinden bedeute das einen Standortnachteil. Dabei gibt es alternative Breitband-Technologien wie beispielsweise Internet per Satellit, die bundesweit verfügbar sind. Der Eutelsat-Vertriebspartner SAT Internet Services und das "Kommunalleasing Magazin" starten nun eine Breitbandinitiative und suchen 100 DSL-unterversorgte Kommunen für einen kostenlosen Test von Breitband per Satellit.

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Sechs Monate lang Sat-Internet gratis testen

Interessierte Gemeinden erhalten sechs Monate lang eine Sat-Internet Demoanlage zum Nulltarif. Bedingung: Das Testsystem muss an einem öffentlich zugänglichen Ort aufgestellt werden. Den Einwohnern der an dem Test teilnehmenden Kommunen soll der Internetzugang per Satellit in der Praxis vorgeführt werden. Aber auch die Gemeinden selbst könnten den Sat-Internetanschluss nutzen.

"Unser Projekt soll zeigen, wie schnelles Internet ohne nervenaufreibende Verhandlungen mit zurückhaltenden Technologieanbietern einfach und kostengünstig in schlecht oder gar nicht versorgte Kommunen gebracht werden kann", betont Baranec. "Die Vorteile unserer Testaktion liegen auf der Hand: Kommunen präsentieren live eine leistungsstarke Breitbandtechnologie, zeigen Initiative bei der Versorgung ihrer Bürger, regen Betroffene zum eigenverantwortlichen Handeln an und müssen nicht selbst investieren" ergänzt Victor Kühne, Geschäftsführer von SAT Internet Services. Es gebe zudem bei einer späteren Tooway-Nutzung auch "interessante Fördermöglichkeiten".

Anmeldefrist für den kostenlosen Breitbandtest endet Ende Februar

SAT Internet Services Tooway-System
100 Kommunen können Sat-Internet kostenlos testen. Bild: SAT Internet Services

Kommunen, die an dem kostenlosen Sat-Breitbandtest teilnehmen möchten, können sich bis zum 29. Februar unter anderem per E-Mail an SAT Internet Services (kuehne@toowaysat.com) bzw. an das Kommunalleasing Magazin (100.test-kommunen@baranec.org) bewerben.

Während der sechsmonatigen Testphase stellt SAT Internet Services den Sat-Internetzugang auf Basis der Tooway-Breitbandplattform von Eutelsat bereit. Dank des im vergangenen Jahr in Betrieb genommenen Breitband-Satelliten Ka-Sat lassen sich aktuell Datenraten von bis zu 10 Mbit/s im Download sowie bis zu 4 Mbit/s im Upload realisieren. Die Installation des Testsystems ist schnell erledigt: die Hardware besteht aus einer kleinen Satellitenantenne sowie einem Sat-Modem für den Ethernet-Anschluss an den PC oder das Heimnetz.

Sat-Internet mit 10 Mbit/s für 59,90 Euro - Hardware mietfrei

Interessieren sich private Nutzer für einen Sat-Internetzugang, finden sie bei SAT Internet Services entsprechende Pakete ab 29,95 Euro im Monat. Die "10 Flat" ist aktuell bereits für 59,95 Euro monatlich erhältlich und bietet Bandbreiten von bis zu 10 Mbit/s im Download und einen Upload mit bis zu 2 Mbit/s. Es handelt sich um eine Volumenflatrate im Rahmen einer Fair Use Policy. Es kann zwar unbegrenzt Datenvolumen genutzt werden, allerdings steht die maximale Bandbreite ab einer bestimmten Datenmenge im Monat nicht mehr zur Verfügung. Fallen innerhalb einer Stunde mehr als 3 Gigabyte Datenvolumen an, drosselt der Anbieter die Download-Geschwindigkeit auf 2.048 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s). Wer innerhalb von 4 Wochen mehr als 13 Gigabyte Datentraffic verursacht, wird auf 1.024 Kbit/s im Download beschränkt. Der Tarif kommt ohne Mindestvertragslaufzeit daher. Die einmalige Anschlussgebühr beträgt 49,95 Euro, die Hardware wird zudem kostenlos zur Nutzung bereitgestellt. Die Installation und Einrichtung der Anlage kann der Nutzer auf Wunsch selbst durchführen oder einem Fachmann überlassen.

Jörg Schamberg
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 Es wird doch gedrosselt........... (6 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von jsc am 05.02.2012 um 18:16 Uhr
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