Für die meisten Autofahrer gehören Navigationsgeräte mittlerweile zu den alltäglichen Begleitern bei längeren Touren – nicht nur in unbekannten Gegenden. Radfahrer setzen hingegen häufig noch auf die klassische Karte oder nutzen eine Smartphone-App als Wegweiser. Während die Karte allerdings ein Mindestmaß an eigener Orientierungsfähigkeit erfordert, ist das Touchscreen-Telefon oftmals nicht für den Einsatz bei Wind und Wetter konzipiert oder meldet bereits nach wenigen Stunden GPS-Routenführung akute Akkuschwäche. Eine Alternative sind Fahrrad-Navigationssysteme. Bislang ist die Anzahl aktueller Modelle allerdings überschaubar. Für etwas mehr Auswahl sorgt nun der taiwanesische Gerätehersteller Mio mit zwei Geräten der neuen Cyclo-Serie.
3-Zoll-Touchscreen im IPX7-Gehäuse
Sowohl das "Mio Cyclo 300" als auch das "Cyclo 305" verfügt über einen blendfreien 3-Zoll-Touchscreen mit einer Auflösung von 240 x 400 Pixeln, der sich selbst bei starkem Sonnenlicht noch komfortabel ablesen lassen soll. Beide Routen-Assistenten sind zudem mit einem wasser- und schlagfesten Gehäuse nach IPX7-Standard ausgerüstet und daher auch auf Stürze oder heftige Regenschauer vorbereitet.
Das Navigieren im Gelände erfolgt GPS-gestützt nach dem Turn-by-Turn-Prinzip. Ein akustisches Signal informiert dabei jeweils über notwendige Richtungsänderungen. Als Grundlage dienen regionale beziehungsweise westeuropäische Open-Street-Map- und TeleAtlas-Karten - inklusive spezifische Points of Interest (POIs) wie Fahrradläden, Krankenhäuser, Bars oder etwa Restaurants. Ein integrierter Auto-Navigationsmodus lotst Freizeitradler auf Wunsch außerdem zum nächsten Startpunkt einer zuvor gewählten Fahrradroute.
Eines von zwei neuen Cyclo-Modellen - das Mio Cyclo 305. Bild: Mio
"Surprise-Me!"-Modus erstellt automatisch Routen
Für spontane Trips in unbekannten Gegenden eignet sich hingegen der sogenannte "Surprise Me!"-Modus, mit dem sich nach Eingabe von Fahrzeit und maximaler Entfernung automatisch neue Routen in der Umgebung erstellen lassen. Wichtige Daten wie Geschwindigkeit, zurückgelegte Kilometer und Höhenmeter sowie verbrauchte Kalorien können durch das Cyclo darüber hinaus aufgezeichnet und über eine Desktop-Software am Computer ausgewertet werden. Auch ein Austausch von Routeninformationen mit anderen Nutzern ist möglich.
Gegenüber dem für Freizeitradler konzipierten Cyclo 300 bietet das eher auf Radsportler ausgerichtete Cyclo 305 einige Extras wie die kabellose Datenübertragung per ANT+ sowie eine Herz- und Trittfrequenzmessung über mitgelieferte Sensoren. Die maximale Akkulaufzeit beider Geräte liegt laut Mio einheitlich bei rund zwölf Stunden. Erneut deutliche Unterschiede zeigen sich bei der Preisgestaltung: Für das Cyclo 300 mit regionalen Karten werden rund 300 sowie mit vorinstallierten Westeuropa-Karten 350 Euro fällig; das Mio Cyclo 305 ist derweil ausschließlich mit Westeuropa-Karten erhältlich und kostet 400 Euro. Geplanter Verkaufsstart in Deutschland ist April. Weitere Informationen sind über die deutsche Mio-Homepage abrufbar.
Christian Wolf