Anzeige:
Montag, 30.01.2012 18:01

GVU: Illegale Uploads bei Filehostern sind die Regel

aus dem Bereich Sonstiges

Die Schließung des Filehoster-Portals Megaupload hat große Wellen geschlagen. Nach Angaben der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) haben 13 File- bzw. Streamhoster bereits reagiert und ihre Belohnungsprogramme für das Hochladen von besonders begehrten Inhalten deaktiviert. Die GVU wirft den Filehostern vor, mit solchen Prämien systematische Urheberrechtsverletzungen zu fördern. GVU-Geschäftsführer Matthias Leonardy fordert eine Überprüfung des Haftungsprivilegs für Host-Provider. Bislang sind die Hoster nicht verantwortlich für die von Dritten hochgeladenen Inhalte. Nur wenn die Anbieter auf rechtswidrige Inhalte hingewiesen werden, müssen sie aktiv werden und die entsprechenden Dateien von ihrer Plattform entfernen. Die GVU sieht das Heraufladen von illegalen Inhalten dagegen als Regel, legale Dateien würden eher als Ausnahme den Weg auf die Hosting-Plattformen finden. Die Beweislast für die Anbieter solcher Internetangebote müsse daher umgekehrt werden.

Anzeige

GVU: Prämien fördern Upload von Raubkopien

Filehoster, die ihr Upload-Prämiensystem ausgesetzt haben, leiden laut internen Analysen der GVU bereits unter einem "signifikanten Nutzerrückgang". Dagegen würden andere Angebote, die weiterhin Vergütungen für Uploads gewähren, rapide wachsen. Portale wie kinox.to würden auf diese Entwicklung bereits reagieren und Filehoster ohne Upload-Prämien aus ihrer Plattform entfernen, andererseits dagegen Anbieter mit Belohnungssystem neu aufnehmen.

Die Bezahlung für Uploads garantiere laut GVU den "Nachschub aktuellster Raubkopien". Denn nur mit entsprechend attraktiven Titeln lassen sich hohe Nutzerzahlen erzielen. Eine große Zahl an Besuchern wiederum ist Voraussetzung für hohe Werbeeinnahmen, die die eigentliche "Motivation der digitalen Hehlerei" bilden würden. Bereits im vergangenen Jahr hatte die GVU für ein Werbeverbot auf Portalen wie kino.to plädiert.

Legale Inhalte die Ausnahme auf Filehosting-Plattformen?

"Die Regel ist, dass es sich bei den für die Massen attraktiven Inhalten um Kinofilme, TV-Serien und Games handelt", zeugt sich GVU-Geschäftsführer Leonardy überzeugt. Ein hochgeladenes privates Urlaubsvideo wäre für die Werbevermarktung dagegen uninteressant. "Es mag sein, dass es unter den von Internetnutzern massenhaft gestreamten bzw. downgeloadeten Inhalten auch autorisierte Inhalte gibt" so Leonardy. Das sei aber die Ausnahme. Durch Provisionszahlungen würden Filehost-Betreiber das Hochladen von Raubkopien fördern. Es könne davon ausgegangen werden, "dass ein Filehoster auf das Hochladen von Raubkopien spekuliert, wenn er Uploader bezahlt", so Leonardy. Der Filehoster müsse daher gegebenfalls nachweisen müssen, dass dies bei seinem Angebot nicht der Fall ist.

Jörg Schamberg
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Dienstag, 21.10.2014
iPhone 6 beschert Apple starkes Quartal mit Milliardengewinnen
IT-Gipfel: De Maizière warnt vor totaler Offenheit im Netz
Montag, 20.10.2014
Spotify Family: Musik-Dienst für Familien zum halben Preis
Zalando: Foto-Kleidersuche bald auch per Android
Microsoft will noch 2014 eigenes Fitness-Armband in die Läden bringen
Deutsche Ausgabe von "Wired" geht an den Start
Computerspielbranche drängt auf schnelleren Breitbandausbau
Ebay testet in Deutschland Lieferung am gleichen Tag
G Data: Alle 8,6 Sekunden wird ein neuer Computerschädling entdeckt
SPD-Vize kritisiert: "Im Breitbandausbau sind wir immer noch Zwerge"
DGB sagt digitalen Billigjobs den Kampf an
Fernmeldeunion strebt Internetzugänge für alle an
Google: Bundeskartellamt soll Streit mit Verlagen klären
Vodafone: 50 Euro Wechsler-Bonus für DSL Zuhause M oder L mit VDSL
IBM trennt sich von verlustbringender Chip-Herstellung
Weitere News
Internet TV
Mit Kabel oder VDSL per Internet TV aufregende Unterhaltungsangebote nach Hause holen.
Nicht nur mit 1und1 VDSL, T-Home VDSL oder Vodafone VDSL gibt es rückelfreies TV Programm.
Auch die Kabelnetzbetreiber haben gute Angebote.
Handy ohne Vertrag
Zu einem neuen Prepaid-Tarif fehlt meist nur noch das dazu passende neue Prepaid Handy.
Ein Handy ohne Vertrag muss dabei keineswegs teuer sein.
Inzwischen bekommt man ein günstiges Klapphandy oder sogar ein Touchscreen Handy ohne zuviel ausgeben zu müssen.
Whois
Suchen Sie eine eingängige Domain für ihre Website und die Wunschadresse scheint schon belegt?
Einfach mit Whois den Check machen und herausfinden, zu wem die URL und IP Adresse gehört. Auch die DENIC kann oft Auskunft geben.
Vielleicht ist ein Reseller beteiligt und verkauft preisgünstig.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs