Sonntag, 29.01.2012 11:01

Spielwaren-Trends: Smartphones mit viel Einfluss

aus dem Bereich Mobilfunk

Manager haben ihr iPhone zum Arbeiten, Schüler haben es zum Quatschen und Chatten, und Babys bekommen es nun zum Spielen: Smartphones und Tablet-PCs treten ihren Weg in die Kinderzimmer an.

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Smartphones als iToy

"Sie werden das Thema iToys als Senkrechtstarter auf der Messe sehen", kündigt idee+spiel-Experte Otto Umbach eine Woche vor der Nürnberger Spielwarenmesse am kommenden Mittwoch an. Einer der potenziellen Kassenschlager ist ein Rasselring für Babys ab sechs Monaten, in dessen Mitte das Smartphone eingeklemmt wird. Kommt das Kleinkind mit dem Finger auf das Display, spricht dort eine Figur den Namen des getroffenen Körperteils vor.

Für Mädchen gibt es einen Schminkkoffer, auf dessen Monitor ein Foto des Kindes hochgeladen wird - das Konterfei kann dann mit Pinseln und Schwämmchen in immer wieder neuen Variationen "geschminkt" werden. Für Jungs dürfte eher eine Variante mit iPad interessant werden: Mit echten Spielzeugautos fahren die Kids eine Rennstrecke auf dem Touchdisplay ab, weichen Hindernissen aus und sammeln Punkte ein. Für etwas Ältere sind Städtepuzzles gedacht, bei denen Zusatzinformationen über die gepuzzelten Sehenswürdigkeiten auf dem Handy angezeigt werden.

Auffällig sind auch die vielen Verbindungen zu Blockbustern, die sich bei den diesjährigen Spielzeuginnovationen zeigen: Ob Lichtschwerter und Stimmwandler aus der "Star Wars"-Kultserie, "Spiderman"-Masken, "Battleship"-Kriegsschiffe oder "Herr der Ringe"-Bausätze - Hollywood stand als Ideengeber Pate.

Traditionelles Spielzeug bleibt beliebt

Den Verbandsschätzungen zufolge gaben die Deutschen im vergangenen Jahr insgesamt 2,7 Milliarden Euro für Spielwaren aus. Trotz aller digitalen Neuerungen stieg der Anteil der traditionellen Spielwaren dabei stark an, wie der zweite Geschäftsführer des Einkaufsverbunds, Jochen Martens, betonte. "Wir erwarten, dass wir auch in diesem Jahr einen Zuwachs bei den klassischen Spielwaren sehen." Allerdings rechne er aufgrund der Euro-Entwicklung mit steigenden Preisen für Puppen, Brettspiele & Co. Auch die Entwicklung in China, wo die Zahl der Lieferanten abnimmt, die Löhne steigen und die Binnennachfrage zulegt, treibe die Kosten in die Höhe.

Besonders begehrt waren dabei hochwertige Marken-Spielzeuge. Der Gesamtmarkt für Videospiele hingegen ging aufgrund erheblicher Preissenkungen bei den Konsolen stark zurück - zumal immer mehr Nutzer statt teurerer Software billigere Apps und Downloads nutzten.

Hayo Lücke / dpa
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