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Dienstag, 24.01.2012 23:33

Yahoo mit Umsatzrückgang und weniger Gewinn

aus dem Bereich Sonstiges

Der schwächelnde Internet-Konzern Yahoo kann seinen Abwärtstrend weiterhin nicht stoppen. Im Schlussquartal 2011 gab es erneut weniger Umsatz und Gewinn. Die Erlöse sanken im Jahresvergleich um gut 13 Prozent auf 1,32 Milliarden Dollar. Der Gewinn ging um 5,3 Prozent auf 312 Millionen Dollar zurück, wie der Internet-Pionier am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Damit schnitt Yahoo in Nähe der Wall-Street-Erwartungen ab. Die Aktie ging nachbörslich nach anfänglichem Zögern ins Plus und legte zeitweise um 0,70 Prozent zu.

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Bannerwerbung weiter rückläufig

Die Erlöse im Geschäft mit Bannerwerbung, einem zentralen Kernbereich von Yahoo, gaben erneut um vier Prozent auf 546 Millionen Dollar nach. Das Internet-Urgestein kämpft hier mit Rivalen wie Google und Facebook, die Yahoo immer mehr Marktanteile abnehmen können. Die Erlöse aus dem Suchmaschinengeschäft fielen um 27 Prozent auf 465 Millionen Dollar. Yahoo gab eigene Anstrengungen in dem Markt auf und sattelte auf die Technologie von Microsofts Suchmaschine Bing um.

Zuletzt fand der Internet-Konzern nach monatelanger Suche einen neuen Chef als Ersatz für die im Herbst geschasste Carol Bartz. Der eBay-Manager Scott Thompson soll das Geschäft wieder in Gang bringen. Weiter unklar ist, ob Yahoo größere Konzernteile wie das Asiengeschäft verkaufen könnte. Spekulationen über eine Übernahme des gesamten Unternehmens traten unterdessen wieder in den Hintergrund. Mitgründer Jerry Yang, der als ein Hindernis für größere Veränderungen galt, zog sich jüngst aus dem Unternehmen zurück.

Jahreszahlen deutlich schlechter als 2010

Thompson verwies nach den Zahlen auf den um zehn Prozent gesteigerten operativen Gewinn als Zeichen für Fortschritte. In diesem Jahr werde Yahoo die Ressourcen auf Kernbereiche konzentrieren, um im Markt aggressiver aufzutreten. Im gesamten Jahr 2011 schrumpfte der Yahoo-Umsatz um 21,2 Prozent auf 6,32 Milliarden Dollar. Der Gewinn fiel um 14,8 Prozent auf 1,36 Milliarden Dollar.

Hayo Lücke / dpa
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