Donnerstag, 26.01.2012 11:06

Mio Moov M610: 5-Zoll-Navi für Einsteiger im Test

aus den Bereichen Computer, Sonstiges
Von Christian Wolf

"Wer billig kauft, kauft doppelt", sagt der Volksmund. Andererseits muss "Gutes" ja angeblich "nicht teuer sein". Was auch immer zutreffen mag: Das erst Ende letzten Jahres vorgestellte Navigationssystem Mio Moov M610 erfüllt zumindest schon einmal die obligatorische Vorbedingung des vergleichsweise niedrigen Preises. Wie es um die Qualität und Leistung des Gerätes bestellt ist, soll unser Test zeigen. Nur so viel bereits vorab: Dass Hersteller Mio das Einstiegsmodell vorwiegend mit dem Rotstift skizziert hat, ist an vielen Stellen leider unübersehbar.

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Kein USB-Kabel im Lieferumfang

Bereits der Lieferumfang des mit 23 ("Europa") oder 44 europäischen Länderkarten ("Europa Plus") erhältlichen Günstig-Navis lässt daran keinerlei Zweifel aufkommen. So finden sich neben dem schwarzen 5-Zöller im Breitbildformat nur Kurzanleitung, Garantieerklärung, eine DVD-ROM mit Kartenmaterial, Windows-Software ("MioMore Desktop 7.30") und vollständigem PDF-Handbuch sowie ein 12-Volt-Anschlusskabel und die Halterung für die Windschutzscheibe. Nicht inklusive ist hingegen ein TMC-Empfänger und – zu unserer Überraschung – ein simples USB-Kabel für die Kopplung mit dem Computer. Letzteres ist im Gegensatz zur fehlenden Verkehrsvorhersage leider nicht im Vorfeld ersichtlich.

Wer nicht zufällig ein passendes Exemplar mit dem mittlerweile nur noch selten anzutreffenden Mini-USB-Stecker Typ B in der Schublade hat, darf also nachkaufen – etwa über den Mio-Onlineshop für 4,99 Euro zuzüglich 3 Euro Versandkosten. Ärgerlich und unverständlich, dass der taiwanesische Hersteller gerade an einer Standardkomponente gespart hat, die in der Herstellung wohl nur ein paar Cent kosten dürfte. Zwar wird das Kabel für den täglichen Betrieb nicht benötigt; sollen jedoch neue Karten aufgespielt werden, ist es unverzichtbar. Gleiches gilt für das Aufladen des fest verbauten Lithium-Ionen-Akkus abseits der Zigarettenanzünder-Buchse.

Mio Moov M610 Lieferumfang
Ein USB-Kabel ist im Lieferumfang des "Mio Moov M610" nicht enthalten. Bild: onlinekosten.de

Scheibenhalterung aus dünnem Plastik & träger Touchscreen

Sichtbar unter dem Zwang zur Genügsamkeit entstanden ist auch die Scheibenhalterung. Wertig wirkt hier leider wenig. Aufgrund des recht dünnen Plastikgestells hinterlässt jedes Einrasten und Herausnehmen des Gerätes haptisch und akustisch den Eindruck, das Material agiere nah an der Belastungsgrenze. An der Haltbarkeit des Saugnapfes gibt es hingegen nichts zu bemängeln – dieser sitzt fest auf seinem gläsernen Untergrund. Auch das verstellbare Kugelgelenk lässt sich arretieren und bleibt selbst bei stärkerem Druck in seiner Position. Wiederum kein Glanzstück ist hingegen der resistive Touchscreen des "Moov M610" - nicht nur wegen seiner matten Oberfläche. So reagiert die Anzeige allzu oft erst nach zwei- oder dreimaliger Berührung. Im Gegensatz zu Modellen mit kapazitivem Bildschirm lässt sich das Display dafür aber beispielsweise mit einem Stylus oder sogar Handschuhen bedienen.

Ansonsten kommt der Mio-Navigator ohne Extras - einen SD-Karten-Einschub für die Erweiterung des internen 2-Gigabyte-Speichers sucht man daher vergebens. Seitlich befindet sich eine USB-Schnittstelle zur Stromversorgung und Datenübertragung - eine Status-LED auf der Frontseite zeigt per grün-rotem Farbwechsel den jeweiligen Ladezustand. Die Rückseite aus rutschfestem Kunststoff beherbergt die Reset-Taste und den Lautsprecher. Dieser neigt in der höchsten Lautstärkestufe und bei schrillen Tönen allerdings zum Übersteuern.

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