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Samstag, 14.01.2012 13:33

SAP - Eine deutsche Erfolgsgeschichte geht weiter

aus dem Bereich Sonstiges

Europas größter Softwarehersteller SAP hat die besten Ergebnisse in seiner Unternehmensgeschichte geschrieben. Der Gesamtumsatz des Walldorfer Konzerns kletterte im vergangenen Jahr um 14 Prozent auf 14,23 Milliarden Euro, wie aus den am Freitag überraschend vorgelegten Eckdaten für 2011 hervorgeht. Noch nie zuvor hat der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware so viel erlöst. "Mit zweistelligem Wachstum hat die SAP den Wettbewerb übertroffen und erhebliche Marktanteile gewonnen", teilte das Unternehmen mit. Es hatte die Bilanz ursprünglich erst Ende Januar präsentieren wollen.

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Satter Gewinn

Den teils auf Hochrechnungen basierenden und damit zunächst noch vorläufigen Zahlen zufolge kletterte der operative Gewinn sogar um satte 88 Prozent auf 4,88 Milliarden Euro nach oben (2010: 2,59 Milliarden Euro). Die in der Branche wichtige Kennzahl der operativen Marge - also das Verhältnis des Ergebnisses zum Umsatz - wuchs auf 34,3 Prozent, was ebenfalls eine Bestmarke darstelle. Der Marge stehen bei Softwarehäusern hohe Entwicklungskosten gegenüber. Die Glanz-Bilanz verschaffte der SAP-Aktie einen Sprung von etwa 41 auf rund 43 Euro.

SAP begründete die hervorragenden Zahlen sowohl mit dem Wachstum bei klassischen Programmen für Unternehmen als auch mit den Bereichen Datenanalyse und Angeboten für mobile Geräte wie Smartphones oder Tablet-PCs. Außerdem werde SAPs junge Hana-Technologie zunehmend zu einem Umsatztreiber: Statt den angepeilten 100 Millionen Euro gab es im abgelaufenen Jahr 160 Millionen Euro Erlöse. Von der neuen Technik erhofft sich SAP eine Wunderwaffe im Rennen um Marktanteile. Co-Chef Jim Hagemann Snabe nannte Hana schon einmal "eine wunderschöne Lady".

Hana ist eine Erfindung, mit der bei umfangreichen Rechenprozessen Daten nicht mehr aus den Festplatten rein- und rausgeladen werden, sondern direkt im Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen. Das verkürzt die Dauer der Anwendungen von Stunden auf Sekunden. "Bei Yodobashi, einem großen japanischen Einzelhandelsunternehmen, dauerte die Berechnung von Treueprogrammen früher ganze drei Tage. Heute ist die Berechnung nach zwei Sekunden abgeschlossen", schreibt SAP. So könne die Prämie für einen Geschäftspartner anhand des angedachten oder schon abgeschlossenen Einkaufs quasi in Echtzeit berechnet werden.

Die Kasse klingelt

Der Sprung beim Betriebsergebnis, das sich im Vergleich zum Vorjahr 2010 fast verdoppelte, geht maßgeblich auf einen juristischen Sieg von SAP zurück. 2011 hatte eine Richterin in Kalifornien eine vorherige Entscheidung kassiert, wonach die Walldorfer 1,3 Milliarden Dollar Schadenersatz an ihren Erzrivalen Oracle zahlen sollten. Weil die milliardenschwere Wiedergutmachung damit vom Tisch war, durfte SAP die runde Milliarde Euro Rückstellung für dieses juristische Risiko um rund drei Viertel reduzieren - das ließ die Kasse klingeln.

Mit dem guten Jahr im Rücken hatte Europas größtes Softwarehaus vor wenigen Wochen bekanntgegeben, das US-Unternehmen SuccessFactors für eine Milliardensumme übernehmen zu wollen. Die Firma ist im sogenannten Cloud-Computing unterwegs, wo Anwendungen den Kunden online über Rechenzentren zur Verfügung gestellt werden. Im Gegensatz zu SAP läuft es ausgerechnet beim Rivalen Oracle jüngst überhaupt nicht rund: Ende 2011 enttäuschte das US-Unternehmen überraschenderweise und verfehlte die eigenen Prognosen klar.

Die endgültigen Zahlen, darunter auch der Jahresüberschuss, und den Ausblick für das neue Jahr 2012 will SAP am 25. Januar vorlegen.

Hayo Lücke / dpa
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