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Montag, 09.01.2012 19:30

Intel auf der CES: Ultrabooks für jeden

aus dem Bereich Computer

Intels Pressekonferenz auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas stand ganz im Zeichen der neuen Geräteklasse und eingetragenen Marke Ultrabook. Mooly Eden, Vice President und General Manager der PC Client Group, erläuterte die Vorzüge der schlanken, leichten und schnell einsatzbereiten Notebooks und brachte die Zielgruppe der Geräte auf den Punkt: Jeder soll sich ein Ultrabook kaufen können.

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Ziel: Mainstream-Markt

Die ersten im vergangenen Jahr eingeführten Ultrabooks bewegen sich rund um den Preispunkt von 1.000 Euro, was den durchschnittlichen Preis für Mainstream-Laptops übersteigt. Trotzdem sollen die Ultrabooks nicht automatisch der teuren Oberklasse angehören. Schon vor einigen Monaten sprach Intel von sinkenden Preisen, was auch Mooly Eden noch einmal bekräftigte, ohne einen genauen Einstiegspreis zu nennen. Schlussendlich sollen sie aber den Mainstream-Markt erreichen.

NFC, Slider und Touch

Wie wir bereits berichteten, breitet sich die Ultrabook-Marke vom derzeitigen 13-Zoll-Modell ohne Laufwerk auf Notebooks mit größeren Bildschirmen und weiteren Features aus. Mehr als 75 neue Designs sollen sich auf dem Markt einfinden, davon fallen laut Intel etwa 50 Prozent auf Geräte mit 14- oder 15-Zoll-Display.

Intel CES - Nikiski
Ein Demo-Gerät des Nikiski: Die durchsichtige Touch-Fläche dient bei zugeklappten Notebook als Zweit-Display.
Bild: Screenshot aus dem Livestream.

Auf der CES zeigte Intel am Montag ein Gerät mit NFC-Chip für kontaktloses Bezahlen und ein Konzept-Ultrabook mit gestenfähigem Touchscreen und Windows 7. Auch die versprochenen neuen Formen gab es zu sehen: Ein Slider-Gerät mit herausziehbarer Tastatur und eine lauffähige Demo-Version des Nikiski. Das Nikiski wurde bereits auf der Computex, die Ende Mai/Anfang Juni in Taiwan stattfand, angeteasert. Es verfügt über ein transparentes Touchpad, das sich nahezu über die gesamte Breite der Handballenauflage erstreckt und bei zugeklappten Notebook als kleineres farbiges Info-Display dient. So soll der Nutzer schnell über neue E-Mails und andere Updates informiert werden, ohne den Laptop aufklappen und starten zu müssen. Das Demogerät zeigte die Kachelstruktur von Windows 8. Ob ein entsprechendes Gerät die Marktreife erreichen wird, bleibt abzuwarten.

Sprachsteuerung

Zusammen mit Nuance, einem Anbieter von Software zur Spracheingabe, will Intel zudem ein Gerät entwickeln, das sich in mehreren Sprachen steuern lassen soll. Als Basis dient das bekannte Programm Dragon, das angepasst und im späteren Verlauf des Jahres verfügbar sein wird, um Anwendungen mit der Stimme zu starten und Updates anzufordern. Mit einem Software Development Kit sollen sich auch Entwickler nach neuen Anwendungsmöglichkeiten umsehen können.

Außerdem will Intel weiter an den Ultrabook-Kriterien feilen. Eine Höhe von maximal 18 Millimetern sei erst der Anfang, sagte Eden. Die Displays sollen von 5 auf 3 Millimeter Tiefe verschlankt werden, die Akkukapazität wachsen und die Hardware-Komponenten weitere Optimierung erfahren. Ultrabooks mit der kommenden, dritten Core-i-Prozessorgeneration starten Intel zufolge im Frühjahr 2013, in den Folgemonaten sollen sie in größeren Stückzahlen verfügbar sein.

Damit sich die Ultrabooks so gut verkaufen wie gewünscht, will der Chiphersteller – insbesondere ab April – kräftig die Werbetrommel rühren und Fernsehspots schalten, wie Kevin Sellers, Vize-Chef der Marketingabteilung, sagte.

Saskia Brintrup
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