Donnerstag, 05.01.2012 08:14

HTC Sensation XL im Test - Smartphone mit Wumms

aus dem Bereich Mobilfunk
Von Hayo Lücke

Große Displays kommen auf Smartphones immer mehr in Mode. Beispiele dafür sind nicht nur das HTC Titan oder das Samsung Galaxy Note, sondern auch das neue HTC Sensation XL auf Basis von Google Android 2.3.5 (Gingerbread). Doch nicht nur der gigantische Bildschirm macht das Telefon zu etwas Besonderem, sondern auch die integrierte Beats Audio-Technologie. Über die mitgelieferten Ohrstöpsel klingen Musikdateien spürbar kraftvoller und sorgen für ein erweitertes Musikvergnügen.

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Tolles Design mit Schattenseiten

Geliefert wird ein Telefon im typischen HTC-Design. Weißer Rahmen, großer Touchscreen, abgerundete Kanten: das kennt man schon von diversen anderen Smartphones des taiwanischen Herstellers. Optisch ist das durchaus ansprechend, in der Praxis bringen die recht sperrigen Abmessungen von 132 x 71 x 10 Millimetern aber auch Schattenseiten mit sich. Selbst Menschen mit großen Händen haben Schwierigkeiten, das Telefon in der Hand zu halten und mit dem Daumen der gleichen Hand die Sensor-Menütasten unter dem eigentlichen Bildschirm zu bedienen. Hinzu kommt, dass das Telefon durch seine sehr glatte, metallische Rückseite nicht griffig in der Hand liegt und stets die Gefahr lauert, dass das Gerät aus der Handfläche rutscht.

HTC Sensation XL
HTC Sensation XL. Bild: onlinekosten.de

Auf den ersten Blick eine echte Augenweide ist das Display: satte 4,7 Zoll (11,9 Zentimeter) misst es in der diagonalen Abmessung und macht insbesondere beim Surfen im Internet, der Nutzung von Apps und auf dem Telefon darstellbaren Widgets oder dem Betrachten von Videos richtig Spaß. Allerdings: verglichen mit anderen aktuellen Smartphones liefert HTC eine recht grobe Auflösung. Nur 800 x 480 Pixel sind bei der gelieferten Displaygröße alles andere als ein Highlight, sondern eher eine Enttäuschung.

HTC Sense 3.5 macht einfach Spaß

Und doch verschafft die Navigation durch das Android-Menü viel Freude. Denn statt einer Standard-Oberfläche kommt ein sinnvoll erweitertes Menü zum Einsatz: HTC Sense 3.5. Wird das Handy aus dem Standby-Modus geweckt, wird dem Nutzer bei aktivierter Datenverbindung das aktuelle Wetter am momentanen Aufenthaltsort präsentiert - nett animiert und mit Audio-Unterstützung. Bei aktivierter Bildschirmsperre besteht die Möglichkeit, mit nur einem Fingerfischer die Kamera-Funktion, das E-Mail- oder SMS-Postfach oder die Telefon-Funktion zu starten.

Und auch die Ansicht des eigentlichen Hauptmenüs unterscheidet sich spürbar von Android-Geräten anderer Hersteller. Hier hat der Nutzer die Chance, aus verschiedenen Übersichten auszuwählen. Entweder es werden klassisch alle Applikationen dargestellt oder aber nur die am häufigsten verwendeten bzw. die vom Nutzer nachträglich installierten Apps. Das ist zwar während der ersten Nutzungstage etwas gewöhnungsbedürftig, schafft aber recht schnell viel Übersicht. Gerade dann, wenn mehr als nur ein paar Apps auf dem Smartphone installiert wurden.

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