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Freitag, 23.12.2011 13:01

Urteil: Dreieinhalb Jahre Haft für kino.to-Anbieter

aus den Bereichen Computer, WebHosting

Der Nächste bitte: Im Prozess gegen die kino.to-Hintermänner vor dem Leipziger Amtsgericht ist ein weiterer Beschuldigter zu einer Haftstrafe von drei Jahren und fünf Monaten verurteilt worden. Das teilte die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e. V. (GVU) am Donnerstag in Berlin mit.

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Mehr als 630.000 Euro Umsatz

Der 47-Jährige hatte für das illegale Streaming-Portal weltweit Server angemietet und später selbst einen Filehoster mit tausenden Filmtiteln betrieben. Über Abofallen und Werbeeinnahmen erwirtschaftete der gebürtige Kölner insgesamt mehr als 630.000 Euro. Rund die Hälfte der Summe habe er als Gewinn verbuchen können, so die GVU. Nach Auffassung des Gerichts sei er zudem entscheidend daran beteiligt gewesen, das Geschäftsmodell der Plattform zu entwickeln und zu perfektionieren.

Zunächst habe der langjährige Geschäftspartner des kino.to-Chefs nur den Ausbau und die technische Betreuung der Server-Infrastruktur im Ausland organisiert; ab Juli 2008 sei der ehemalige Inhaber eines kleinen Internet-Providers aber auch mit eigenen Kapazitäten eingestiegen und habe zuletzt insgesamt 10.754 verschiedene Filme offeriert.

Abofallen brachten meisten Gewinn

Nach GVU-Angaben generierte der Angeklagte anschließend zwei Drittel seines Umsatzes über die Täuschung unvorsichtiger Nutzer, die beim Download eines Freeware-Players über einen externen Anbieter unbewusst eine Zahlungsverpflichtung in Höhe von 96 Euro eingingen. Davon seien jeweils 48 Euro auf das Konto des kino.to-Betreibers geflossen. Über Text-Links, Provisionen und Anzeigen habe dieser zudem allein im Jahr 2008 weitere 100.000 Euro eingenommen.

Ein weiterer führender kino.to-Kopf war Anfang Dezember zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Glimpflicher ging es vor rund einer Woche für einen Uploader aus, der nur eine Bewährungsstrafe erhielt. Zahlreiche andere Prozesse sind darüber hinaus noch nicht abgeschlossen - darunter das Verfahren gegen den 38-jährigen Hauptverantwortlichen. Insgesamt gibt es nach Angaben der sächsischen Generalstaatsanwaltschaft mehr als 20 Beschuldigte.

Christian Wolf
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    Zuletzt kommentiert von Blauer am 23.12.2011 um 18:07 Uhr
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