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Samstag, 03.12.2011 13:16

Toshiba AT100 im Test: Multimedia-Schwergewicht

aus dem Bereich Computer

Nachdem Toshiba im vergangenen Jahr mit dem Libretto W100 und dem Folio 100 bereits zwei Vertreter der Gattung Tablet-PC vorgestellt hatte, folgte in diesem Jahr der Vorstoß mit einer weiteren Tablet-Linie: dem AT100. Das Gerät bietet mit einem 10,1-Zoll-Display, einem Nvidia Tegra 2 Chip und Android 3.1 alias Honeycomb alles, was ein aktueller Androide liefern sollte. Ganz perfekt ist das Tablet aber nicht. Wo es glänzen kann und wo es noch hakt, verrät unser Testbericht zum Modell AT100-100.

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Toshiba AT100 Test – Inhalt

  • Seite 1: Optik, Schnittstellen, Akku und Bedienelemente
  • Seite 2: Multimedia: Kameras, Hardware, Leistung und Display
  • Seite 3: Surfen, Apps, Fazit und Info-Tabelle

Kunststoff und dick statt Alu und schick

So ähnlich sich die Tegra-Tablets mit Android Honeycomb bezüglich ihrer Datenblätter auch sehen mögen, äußerlich sind die Geräte der konkurrierenden Hersteller grundverschieden. Das sehr eng mit dem Acer Iconia A500 verwandte Packard Bell Liberty Tab (Test) kommt zum Beispiel im 13 Millimeter (mm) flachen, roten Gehäuse mit silberfarbener Leiste, das ebenso flache Asus Eee Pad Transformer mit einer ansteckbaren Tastatur, das Motorola Xoom (Test) mit silbernem Rahmen und relativ hohem Eigengewicht von 730 Gramm und das Hannspree Hannspad (Test) mit noch mehr Last, aber zum günstigeren Preis. Auch die 10-Zoll-Varianten des Samsung Galaxy Tab, wie das 10.1N, das aufgrund des Patentstreits mit Apple im abgeänderten Design zu haben ist, sowie das ungewöhnlich geformte Sony Tablet S (Test) haben sich die zweite Nvidia Tegra-Generation einverleibt und erweitern die Tablet-Vielfalt.

Das Toshiba AT100 ist wie die meisten Tablets ebenmäßig geformt, mit rund 273x177x15,8 mm und 765 Gramm zählt es zur schwereren und dickeren Fraktion. Das häufig zum Vergleich zitierte Apple iPad 2 ist mit 241x186x8,8 mm und 601 Gramm deutlich schlanker und leichter.


Im Lieferumfang des AT100 mit geriffelter Rückseite ist zwar ein dickes, gedrucktes Handbuch enthalten, ein USB- oder gar HDMI-Kabel sucht der Kunde aber vergeblich. Bilder: Toshiba/onlinekosten.de

Das vorherrschende Material des Toshiba Tablets ist Kunststoff; als Abdeckung für den Touchscreen glatt und glänzend, als Rahmen und Rückenteil matt und griffig. Das sorgt für soliden Halt, ergibt aber eher einen robusten als filigranen Look. Dadurch stellt sich das Gefühl ein, das Android-Gerät nicht allzu vorsichtig behandeln zu müssen, kleinere Kratzer fallen auf matten Gummiflächen schließlich wesentlich weniger auf als bei Klavierlackoptik. Da sich der Bildschirminhalt auf dem Tablet mittels Lagesensor an die Ausrichtung des Geräts anpasst, wenn der Nutzer die Funktion nicht abstellt, lässt sich das AT100 auch im Hochkant-Format nutzen. Die einblendbare Tastatur dreht mit und erlaubt dann das Tippen mit zwei Daumen. Eine Dauerlösung ist das aber nicht, dafür ist das Gerät einfach zu schwer. Besser fühlt es sich quer gehalten an. So flott wie das iPad wechselt Toshibas Tablet übrigens nicht die Seiten, auch die Mitbewerber hinken in diesem Bereich oftmals hinterher.

Vorteil 1: USB- und HDMI-Port in Standardgröße

Glänzen kann das Tablet mit seiner umfangreichen Schnittstellenausstattung. Während das iPad und viele andere Mitstreiter nicht mehr als einen proprietären Synchronisationsport, einen Kopfhöreranschluss und eventuell noch einen Kartenleser integrieren, hält das Toshiba AT100 mit einem USB-Port und HDMI in regulärer Größe dagegen. Eigens für das Tablet angebotene Kabel kaufen zu müssen, entfällt also, der Flachbildfernseher und USB-Peripherie wie Sticks oder eine Tastatur lassen sich ohne Umwege anschließen. Zusätzlich sind ein Mini-USB-, ein 3,5-mm-Klinkenanschluss und ein Kartenslot für Speicherkarten vorhanden, der SD-Karten mit bis zu 32 Gigabyte (GB) sowie MMCs und per Adapter angeschlossene microSD-Modelle mit bis zu 2 GB akzeptiert. Zur Übertragung von Daten stehen dementsprechend genügend Möglichkeiten bereit. Inhalte auf Speicherkarten oder USB-Sticks sind über den File Manager zugänglich und lassen sich von dort aus direkt abspielen. Hinter einer kleinen Abdeckung verbirgt sich ein weiterer Anschluss. Dass er für eine separat erhältliche Docking-Station (mit Stereo-Lautsprechern) gedacht ist, erklärt, warum die Abdeckung nicht von einem Verbindungselement festgehalten, sondern komplett abgenommen wird.

Vorteil 2: Herausnehmbarer Akku

Toshiba Tablet AT100 AkkuToshiba Tablet AT100 Seite
Das Gehäuse lässt sich öffnen, der Akku hat etwa die Größe einer CD-Hülle und ist herausnehmbar (li). Das Design ist eher zweckmäßig als perfekt: Der kleine Spalt zwischen Gehäuse und Display ist schwer von Staub zu befreien, auch an den Seiten ist ein deutlicher Spalt zu sehen. (re). Bilder: onlinekosten.de. Zum Vergrößern anklicken.


Wer sich die Verarbeitung genauer anschaut, wird rund um das Diplay und an den Seiten einen Spalt feststellen, der nicht überall gleich breit ist. Was zunächst nur nach einer nicht ganz perfekten Gestaltung aussieht, hat folgenden Vorteil: Die Rückseite lässt sich abnehmen und legt den Akku frei, der sich somit ohne Einschicken oder Werkzeug austauschen lässt. Die Prozedur lässt sich in etwa mit dem Öffnen des Akkufachs eines Handys vergleichen: Es klappt, ist aber nichts, was man zu oft erledigen möchte – sei es, um die Fingernägel oder die Stabilität zu bewahren. Die Akkulaufzeit liegt je nach Betriebsart bei 3,5 Stunden (Browsing) bis knapp 6 Tagen (Standby). Ähnlich wie die Verriegelung für einen Notebook-Akku ist die Konstruktion durch einen Hold-Schalter gesichert, ansonsten finden sich lediglich zum Einschalten und Verstellen der Lautstärke physische Tasten. Android will seit Version 3.0 mit Sensortasten bedient werden.

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