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Samstag, 19.11.2011 15:01

HTC Vivid: Pornostudio droht mit Klage

aus den Bereichen Mobilfunk, Sonstiges

Das erst am 6. November vom Hersteller HTC in den USA veröffentlichte und von AT&T vertriebene neue Smartphone HTC Vivid erregt bereits Anstoß. Der Konzern aus Taiwan erhielt eine Abmahnung wegen des Namens des neuen Mobiltelefons. Diesmal droht aber keiner der üblichen Verdächtigen mit rechtlichen Schritten. Kein konkurrierender Mobilfunkhersteller, sondern das nach eigenen Angaben weltgrößte Pornostudio Vivid fordert von HTC eine Unterlassungserklärung und Umbenennung des Smartphones. Die Anwälte des US-Filmstudios setzten HTC ein Ultimatum bis zum 21. November und veröffentlichten das Schreiben an HTC-Konzernchef Peter Chou auf der Vivid-Homepage.

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Vivid befürchtet Verwechslungsgefahr

Vivid Entertainment, bekannt unter anderem durch die Vermarktung des Sextapes von Paris Hilton sowie der US-Schauspielerin Kim Kardashian, will rechtliche Schritte einleiten, sollte HTC nicht bis zum kommenden Montag reagieren. Das seit 1984 bestehende Pornostudio pocht auf seine Namensrechte. "Vivid hat 27 Jahre daran gearbeitet, die eigene Marke auszubauen und zu schützen. Wir denken, dies ist ein klarer Verstoß gegen unsere Rechte und wir werden alle verfügbaren Mittel ausschöpfen, um diese zu sichern", kommentierte Vivid-Mitgründer Steven Hirsch nach Angaben der Nachrichtenagentur pressetext.

Vivid vertreibt nicht nur Videos, sondern betreibt auch Webseiten und mobile Angebote mit "Erwachsenen-Unterhaltung" beispielsweise für Smartphones. In diesem Bereich könne nach Ansicht des Unternehmens Verwechslungsgefahr bestehen oder aber der Eindruck entstehen, Vivid Entertainment hätte HTC seine Zustimmung zum Gebrauch des Namens Vivid gegeben.

HTC Vivid Namensstreit mit Vivid Entertainment
Vivid Entertainment veröffentlichte das Schreiben an HTC auf seiner Homepage. Stein des Anstosses ist der Name für das neue Smartphone HTC Vivid (re.) Screenshot Vivid-Homepage: onlinekosten.de. Bild HTC Vivid: HTC

HTC prüft Angelegenheit

HTC bestätigte inzwischen den Erhalt der Abmahnung, will sich aber noch nicht ausführlich äußern. Die Angelegenheit werde derzeit noch geprüft. Folgende Szenarien sind nun denkbar: HTC gibt klein bei und benennt sein Smartphone um. Alternativ könnte der Elektronikkonzern auch einen Gerichtsprozess riskieren. Eine dritte denkbare Lösung wäre eine gütliche Einigung beider Seiten.

Jörg Schamberg
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    Zuletzt kommentiert von trinity am 21.11.2011 um 13:03 Uhr
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