Ein angeblicher Diebstahl von Server-Zugangscodes sorgte in den letzten Tagen für erhebliche Unruhe unter den Kunden des Berliner Webhosters 1blu. Ende vergangener Woche hatte das Unternehmen einen entsprechenden Hinweis erhalten und zahlreiche Root-Passwörter vorsorglich gesperrt, wie Heise Online am Samstag berichtete. Betroffene Kunden wurden anschließend per Post oder Telefon mit neuen Kennwortdaten versorgt.
Vorsichtige Entwarnung
Anders als bei einem Hacker-Angriff auf den Konkurrent Hetzner Online vor wenigen Wochen, gibt es aus der Hauptstadt aber mittlerweile vorsichtige Entwarnung: Es hätten sich auch nach mehrtägigen Untersuchungen keinerlei Anhaltspunkte für einen Zugriff durch Unbefugte ergeben, teilte 1blu-Pressesprecherin Diana Dasch gegenüber onlinekosten.de mit. Nichtsdestotrotz habe man sich aus Sicherheitsgründen dazu entschlossen, aktiv sämtliche Root-Passwörter für Systeme zu ändern, die bisher über ein von 1blu bei der Bestellung vergebenes Standard-Kennwort zugänglich waren.
Darüber hinaus werde sämtlichen 1blu-Kunden empfohlen, ihre Passwörter für den Kundenservicebereich sowie sämtliche Dienste wie etwa FTP, E-Mail oder Datenbanken zu ändern. Auch dies sei als rein präventive Vorsichtsmaßnahme zu verstehen. Gleichzeitig kündigte Dasch umfangreiche Verbesserungen am aktuellen Sicherheitskonzept des Hosters an. Entsprechende Anpassungen würden derzeit vorgenommen. Dies sei aber ohnehin geplant gewesen und keine Folge des aktuellen Vorfalls, betonte die Sprecherin.
Christian Wolf