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Sonntag, 06.11.2011 09:01

Sony Tablet S im Test: Android in Keilform

aus dem Bereich Computer
Von Saskia Brintrup

Sonys Einstieg in den Tablet-PC-Markt erinnert ein bisschen an die Anfänge der Netbook-Zeit. Viele Konkurrenten des japanischen Konzerns waren bereits mit entsprechenden Produkten am Markt vertreten, als sich Sony zu einem späteren Zeitpunkt anschloss. Dann allerdings reihte sich der Hersteller nicht mit einem "Me too"-Gerät in eine Schlange voller ähnlicher Rechenzwerge ein, sondern stellte mit dem Vaio P etwas Eigenständiges auf die Beine. Auch das Sony Tablet S mit Android-Betriebssystem betritt keine rar besiedelte Marktnische, sondern trifft zum Start im Herbst auf jede Menge anderer Androiden, zum Teil bereits in zweiter Generation. Doch der Vater des Walkman und der Playstation hat einiges getan, um sein Honeycomb-Tablet von anderen abzugrenzen. Was genau, zeigt unser Test.

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Sony Tablet S Test – Inhalt

  • Seite 1: Optik, Schnittstellen und Fernbedienung
  • Seite 2: Android, Display, Hardware und Sound
  • Seite 3: Kameras, Fazit und Info-Tabelle

Leichtes Tablet, das gut in der Hand liegt

Wer den rund 241x174 Millimeter (mm) großen Tablet-Computer aus der Verpackung hebt und schon das eine oder andere Tablet in der Hand halten durfte, dem wird direkt auffallen, wie leicht Sonys S ist. Mit 598 Gramm dringt es als eines der wenigen Geräte jenseits einer Displaygröße von 9 Zoll in die niedrige Gewichtsklasse des iPad 2 von Apple vor, das je nach Modell 601 Gramm oder mehr auf die Waage bringt. Bei längerer Nutzung in beiden Händen ist das klar von Vorteil. Auffällig aber nicht minder praktisch ist die Keilform. An der dicksten Stelle misst das Tablet rund 20 mm, an der Vorderseite läuft es auf 10 mm zu. Auf den Tisch abgelegt ergibt sich dadurch ein angenehmer Winkel, zum Beispiel, um Texte mit der Bildschirmtastatur (mit einblendbarem Nummernblock) einzutippen oder verschiedene Geräte im Wohnzimmer via Infrarot fernzusteuern.

Sony Tablet S FrontSony Tablet S Rückseite
Das Sony Tablet S: ein Android-Tablet mit ungewöhnlichem Design. Bilder: onlinekosten.de. Zum Vergrößern anklicken.


1 Tablet statt 10 Fernbedienungen: Verschiedene Geräte steuern

Das von Sony entwickelte Tool entpuppt sich als tatkräftige Unterstützung: Zahlreiche Tasten-Layouts von Fernbedienungen für Fernseher, DVD-Player, Kabelboxen, PCs mit dem Windows Media Center oder iPod Docks unterschiedlicher Hersteller werden bereits mitgeliefert. Ist das eigene Equipment nicht aufgeführt, kann der Nutzer dem Tablet die Befehle der Fernbedienung beibringen. Wir haben die Lernprozedur mit einer Digital-TV-Box und einem Flachbildfernseher ausprobiert und konnten beide Geräte im Anschluss daran sofort mit dem Sony Tablet steuern. Getestet haben wir nur den Programmwechsel und die Lautstärketasten, kompliziertere Befehle lassen sich jedoch auf die gleiche Weise einüben. Eine Tastenfunktion nachzuahmen dauert nur ein paar Sekunden: Lernanwendung starten, die Fernbedienung dicht an das Tablet halten und die jeweilige Taste drücken.

Wenige Anschlüsse, unglückliche Kartenleser-Position

Sony Tablet S Speicherkarte
Mini-USB und ein Speicherkartenleser sind von einer Abdeckung geschützt. Der Kartenschacht ist schwer erreichbar. Bild: onlinekosten.de

Die Kehrseite des geringen Gewichts ist die Dominanz von Plastik: Statt eines festen Aluminiumgebildes umgibt schwarz-glänzender Kunststoff das Gerät. Nach längerem Gebrauch sammeln sich deshalb auch auf der Rückseite Fingerabdrücke an, die sanfte Strukturierung schafft nur bedingt Abhilfe. Spärlich gesät sind Schnittstellen: Ein proprietärer Anschluss für das Netzteil, ein Kopfhörerausgang und hinter einer Abdeckung ein kleiner USB-Anschluss sowie ein Speicherkarten-Schacht, der SD-Karten herkömmlicher Größe aufnimmt. Das Einschieben der Karte klappt noch problemlos, das Einrasten und insbesondere das Herausnehmen stellen aber die Geduld auf die Probe. Durch die ungeschickte Position lässt sich die Speicherkarte kaum mit den Fingern greifen.

Die Daten lassen sich direkt von der Speicherkarte aus öffnen beziehungsweise abspielen, aber auch bequem auf den wahlweise 16 oder 32 Gigabyte (GB) großen Flashspeicher des Tablets übertragen. Leider ist das auch die einzige Möglichkeit, um ohne weiteres Zutun Daten zwischen dem Tablet und einem anderen Gerät auszutauschen. Ein passendes Kabel für den Mini-USB-Port liegt nämlich nicht bei. Lediglich eine Trageschlaufe hat Sony mit in den Karton gepackt. Wer sich in Sonys Webshop nach Zubehörartikeln für das Tablet umschaut, findet zwar eine Ladestation und diverse Tragetaschen, aber auch hier keine Spur von einem passenden USB-Kabel. Allerdings versteht sich das Tablet mit DLNA-zertifizierter Hardware und Medien-Servern. Wer über eine entsprechende Ausstattung verfügt, kann Filme, Musik und Fotos unkompliziert per WLAN-Verbindung von einem Gerät zum anderen schicken.

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