Anzeige:
Dienstag, 25.10.2011 23:00

Amazon: Gewinn bricht ein, Aktienkurs stürzt ab

aus dem Bereich Sonstiges

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon will mit allen Mitteln wachsen. Für das kostspielige Unterfangen nimmt Konzernchef und Gründer Jeff Bezos sogar einen Verlust in Kauf. Den Aktionären schmeckt das gar nicht.

Anzeige

Amazon schockt Aktionäre

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon scheint in seinem Wachstumsdrang die Kosten aus den Augen zu verlieren. Ausgerechnet im wichtigen Weihnachtsquartal könnte schlimmstenfalls ein Verlust von operativ bis zu 200 Millionen Dollar entstehen, warnte der US-Konzern am Dienstag in Seattle. Bereits im dritten Quartal brach der Amazon-Gewinn auf unterm Strich 63 Millionen Dollar ein nach 231 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.

Die Aktionäre waren vor den Kopf gestoßen. Analysten hatten nicht mit einem derartigen Einbruch gerechnet. Nachbörslich stürzte die Aktie 14 Prozent ab. Bereits im regulären Handel war der Kurs um mehr als 4 Prozent zurückgegangen.

Amazon pumpt massiv Geld in den Ausbau seines Geschäfts: in neue Versandzentren, mehr Werbung oder in die Entwicklung neuer Produkte. Auf der einen Seite will das US-Unternehmen die Nummer-eins-Position im Onlinehandel mit allen Mitteln verteidigen, das heißt unter anderem mit günstigen Preisen. Auf der anderen Seite entwickelt sich Amazon immer mehr zum Anbieter von Inhalten wie Filmen und Musik. Dazu hat der Konzern jüngst einen eigenen Tablet-Computer namens Kindle Fire auf den Markt gebracht.

Umsatz steigt rasant, niedrige Preise nagen am Gewinn

Die Vorstöße führen zu rasantem Wachstum. Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 44 Prozent auf 10,9 Milliarden Dollar. Damit konnte Amazon zum wiederholten Male den Rivalen eBay abhängen, der vor allem dank seines Bezahldienstes PayPal um 32 Prozent zulegte. Allerdings nagen die niedrigen Preise und hohen Kosten an den Gewinnen. Von jedem eingenommenen Dollar blieb zuletzt gerade noch ein halber Cent bei Amazon hängen. Analysten schätzen, dass Amazon bei jedem neuen Kindle Geld drauflegt und - ähnlich wie Druckerhersteller mit ihren Patronen - erst später mit den Inhalten verdient. Der Kindle Fire kostet mit 199 Dollar nicht mal die Hälfte eines Apple iPad, hat allerdings auch einen kleineren Bildschirm. Das einfachste Kindle-Lesegerät mit Schwarz-Weiß-Bildschirm für elektronische Bücher gibt es schon für 79 Dollar. Die als Online-Buchhändler gestartete Firma gilt mittlerweile als einer der schärfsten Apple-Rivalen.

Nach den Worten von Firmengründer und Chef Jeff Bezos kommen die neuen Kindle-Modelle bei den Kunden bestens an. Für den Schwarz-Weiß-Kindle seien schon doppelt so viele Bestellungen eingegangen wie für das Vorgängermodell bei dessen Premiere, sagte Bezos. "Und auf Basis der Vorbestellungen, die wir beim Kindle Fire sehen, stocken wir unsere Kapazitäten auf und bauen Millionen mehr als wir ohnehin geplant hatten." Der Kindle Fire wird in den USA ab 15. November ausgeliefert.

Jörg Schamberg / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Finde ich (7 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von leinadbhv am 26.10.2011 um 11:08 Uhr
 Suche

  News
Freitag, 21.11.2014
Der gläserne Kunde: Versicherung will Rabatte für Fitnessdaten geben
Stiftung Warentest sieht wenig Vorteile für Curved-TVs
Google startet mit "Contributor" Bezahlmodell für Online-Medien
Fahrdienst Uber lässt Datenschutzbestimmungen überprüfen
Google einigt sich mit Konkurrenz über Patente
Huawei Honor 3C: 5-Zoll-Smartphone mit Quadcore-CPU und Dual-SIM für 140 Euro
HERE verbessert Verkehrsvorhersagen - im Auto, nicht auf dem Smartphone
Jetzige Vodafone-Tochter half Geheimdiensten beim Spähen
Google-Loon-Ballon in südafrikanischer Halbwüste entdeckt
Prügelvideo im Internet - Polizei warnt vor Selbstjustiz
Der Bezos-Effekt: "Washington Post" gratis auf Amazon-Tablets
Donnerstag, 20.11.2014
Oettinger: Provider-Wechsel nur in Ausnahmefällen einschränken
Acer Aspire R13: Convertibles mit neuer Display-Aufhängung im Handel
Apple will Beats-App auf iPhones und iPads vorinstallieren
Samsung: Galaxy Note Edge kann jetzt vorbestellt werden
Weitere News
Internet über Kabel
Kein DSL oder nur schlechte Werte im DSL Speedtest? Internet über das Kabelnetz ist eine der führenden DSL Alternativen.
Kabelanbieter bieten ultraschnellen Downstream über den Kabelanschluss.
Wenn kein DSL verfügbar ist und auch kein Kabel digital gewünscht wird, ist mobiles Internet vielleicht interessant.
Webspace gesucht?
Suchen Sie günstigen Webspace für ihre Website?
Mit dem richtigen Anbieter ist das Hosting kein Problem und alle Daten dank RAID sicher. Auch der Homepage Baukasten ist oft inklusive.
Ob Root Server mieten, Domaincheck oder Domain registrieren - der Webhoster liefert alles aus einer Hand.
VDSL
Auf der Suche nach dem wahren Highspeed Internet mit DSL Flat?
Mit ihrem VDSL - Internetzugang kommt die Telekom-Tochter T-Home auf bis zu 50 Mbit/s.
Fernsehen im Internet gibt's im Entertain-Paket dazu. Auch Fußball in HD-Qualität über LIGA total und Filme per Video on Demand sind kein Problem.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs