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Mittwoch, 19.10.2011 17:01

Google will Suche per HTTPS sicherer machen

aus dem Bereich Sonstiges

Der US-Internetkonzern Google macht sich für mehr Datenschutz im Internet stark. Das Unternehmen setzt nach eigenen Angaben in immer mehr Diensten auf die Verschlüsselung von Daten per SSL-Protokoll. Seit Januar des vergangenen Jahres wird SSL beispielsweise standardmäßig im Googles E-Mail-Dienst Google Mail verwendet. Vier Monate später führte Google zudem unter https://encrypted.google.com eine per SSL verschlüsselte Google-Suche ein. Nun kündigte der Konzern im Google Blog den nächsten Schritt an: Internetsurfer mit Google-Konto sollen von einem verbesserten Schutz ihrer persönlichen Suchergebnisse profitieren.

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Verschlüsselung der Google-Suche

In den nächsten Wochen soll die Google Suche für eingeloggte Nutzer standardmäßig sicherer werden. Nach dem Einloggen in ihr Google Konto werden Anwender künftig auf die sichere Startseite https://www.google.com weitergeleitet. Zum Schutz der Suchergebnisse wird das HTTPS-Protkoll verwendet. Entsprechend werden die Google-Suchanfragen und -ergebnisse verschlüsselt.

Insbesondere bei der ungesicherten Internetnutzung an öffentlichen WLAN-Hotspots wie beispielsweise in einem Internet-Cafe will Google den Anwendern mehr Sicherheit bieten. Alternativ können Internetsurfer, die nicht bei Google eingeloggt sind oder die kein Google-Konto besitzen, die sichere Suche auch direkt unter https://www.google.com aufrufen.

Die Datenschutz-Initiative des US-Konzerns hat auch Auswirkungen auf die Informationen, die an Webseiten weitergeleitet werden. Künftig wird nur übermittelt, dass ein Besucher über Google auf die Webseite gelangt ist. Es sollen aber keine Informationen mehr über die individuelle Suche des Nutzers weitergegeben werden. Stattdessen können Webseitenbetreiber eine allgemeine Übersicht mit den 1.000 häufigsten Suchanfragen erhalten, die Websurfer auf ihre Seite geführt hat. Damit bietet Google den Webseitenverwaltern weiterhin die Möglichkeit, den Traffic auf ihre Webseite zu analysieren, allerdings werden die Daten der Suchmaschinennutzer besser geschützt.

Werbeanzeigen sind von stärkerem Datenschutz ausgenommen

Bei einem Mausklick eines Websurfers auf eine Werbeanzeige in der Google Ergebnisliste übermittelt der Browser weiterhin auch die Informationen über die Suchanfrage. Googles Werbekunden sollen damit auch künftig die Effektivität ihrer Werbekampagnen überprüfen können. Google will durch den verstärkten Einsatz von Verschlüsselungstechnologien auch andere Unternehmen zu einem solchen Vorgehen bewegen.

Jörg Schamberg
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