Am Dienstag luden Motorola und der US-Provider Verizon Wireless in New York zur Pressekonferenz. Zuvor heizte Motorola mit einem YouTube-Video die Spekulationen darüber an, welches neue Gerät die Tech-Szene erwarten darf. Mehr als "Vier Gründe machen neugierig auf mehr: Schneller. Dünner. Smarter. Stärker." verriet der Handy-Hersteller, den Google sich im August einverleibt hatte, nicht. Spekuliert wurde über einen Nachfolger für den Tablet-PC Motorola Xoom (Test), seinerzeit das erste Tablet mit Android 3.0 alias Honeycomb, und über ein neues Razr-Handy. Mit dem Razr lagen die Rätselnden richtig; tatsächlich angekündigt wurde das Droid Razr Smartphone mit Android 2.3.5.
7,1 Millimeter dünnes Android-Smartphone
Laut Motorola ist das Droid Razr das dünnste Smartphone mit Mobilfunkmodul der vierten Generation, sprich LTE. Um bis zu acht WiFi-Geräte ins mobile Internet zu bringen, kann das Handy dank WLAN-Schnittstelle als mobiler LTE-Hotspot dienen. Bluetooth 4.0 und A-GPS sind auch mit an Bord. Das etwa 131x69 Millimeter große und 127 Gramm leichte Smartphone ist nur 7,1 Millimeter dünn und von einem Kevlar-Gehäuse geschützt, das besonders robust sein soll. Widerstandsfähig ist auch der 4,3 Zoll große Super-AMOLED-Touchscreen mit qHD-Auflösung von 540x960 Bildpunkten, der mit Gorilla-Glas des Herstellers Corning abgedeckt ist. Zudem ist das Droid Razr spritzwassergeschützt. Angetrieben wird das flache Handy von einem 1,2 Gigahertz starken Dual-Core-Prozessor, dem 1 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher zur Seite steht. Damit soll das Droid Razr auch für das Streaming von HD-Inhalten via Netflix gerüstet sein. Für Daten und Apps stehen insgesamt 32 GB bereit, die sich in 16 GB internen Speicher und eine micro-SD-Speicherkarte mit einer Kapazität von 16 GB aufteilen, die Motorola mitliefert.
Das Motorola Droid Razr. Bilder: Motorola
8-Megapixel-Kamera für HD-Videos
Füllen lässt sich der Speicher zum Beispiel mit Fotos, die sich mit einer 8-Megapixel-Kamera aufnehmen lassen, oder auch Videos, die das Droid Razr in HD-Qualität mit bis zu 1080p aufzeichnen kann. Alternativ lassen sich auf dem PC gespeicherte Dateien mit der App MotoCast abrufen. Mit einer vorinstallierten Anwendung zum Öffnen und Erstellen von Office-Dokumenten (QuickOffice), Videochats mit der zusätzlich zur Kamera angebrachten HD-Webcam und der Unterstützung von Verschlüsselungstechniken für E-Mails und Telefonate will Motorola nicht nur Privatnutzer, sondern auch Geschäftskunden ansprechen. Genau wie das Motorola Atrix 2 lässt sich das Gerät zum Beispiel auch mit einer Docking- oder einer HD-Station koppeln, um
mit einem vollwertigen Firefox-Browser zu surfen. Von Haus aus bringt das Droid Razr einen kleinen HDMI- und USB-Anschluss sowie einen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss mit.
Angaben zur Akkulaufzeit blieb Motorola ebenfalls nicht schuldig. Die Sprechzeit liegt dem Datenblatt zufolge bei 12,5 Stunden, im Standby soll es bis zu 8,5 Tage durchhalten. In den USA wird das Motorola Droid Razr im November mit einem zweijährigen Verizon-Vertrag für 299,99 US-Dollar angeboten, was etwa 220 Euro entspricht. Vorbestellungen werden ab dem 27. Oktober entgegengenommen. Zur Verfügbarkeit außerhalb der USA machte Motorola in New York noch keine Angaben. Zur Veröffentlichung des YouTube-Videos vor einer Woche bestätigte Motorola Deutschland jedoch auf Anfrage unserer Redaktion, dass das Gerät auch in Deutschland zu haben sein wird.