Anzeige:

Dienstag, 18.10.2011 15:01

FCC zwingt US-Provider zu "Bill Shock"-Warnungen

aus dem Bereich Mobilfunk

Die unabhängige US-Regulierungsbehörde für den Telekommunikationssektor, Federal Communications Commission (FCC), hat sich gegenüber führenden US-Mobilfunkbetreibern mit ihrem Anliegen durchgesetzt, Verbraucher rechtzeitig vor dem Auflaufen ungewöhnlich hoher Rechnungsbeträge zu warnen. Die vier größten Provider, Verizon, AT&T, Sprint, und T-Mobile, erklärten sich nach Androhung regulatorischer Maßnahmen zur Umsetzung entsprechender Richtlinien innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate bereit, berichtet das US-Onlinemagazin "Ars Technica".

Anzeige

Per Daten-Roaming in die Kostenfalle

Demnach sollen Kunden künftig rechtzeitig automatisch informiert werden, bevor sie in die Kostenfalle tappen. Zuvor hatten Hunderte Mobilfunknutzer bei der FCC nach einem solchen "Bill Shock" Beschwerde eingereicht. Häufigste Ursachen waren dabei die Überschreitung des monatlichen Inklusivvolumens oder hohe Roaming-Gebühren bei der Auslandsnutzung mobiler Internetverbindungen.

In einem 2010 bekannt gewordenen Extrembeispiel belief sich die abschließende Rechnungssumme laut "Ars Technica" in der Folge auf rund 68.000 Dollar. Ein Jahr zuvor sollte etwa ein anderer US-Nutzer 62.000 Dollar für das Herunterladen eines Films in seinem Mexiko-Urlaub zahlen; später wurde der Betrag aus Kulanz auf "lediglich" 17.000 Dollar reduziert. Aus Sicht der Anbieter besteht trotz der Wiederholung solcher Fälle kein Handlungsbedarf. Diese standen bisher auf dem Standpunkt, der SIM-Karteninhaber sei selbst für die Kontrolle möglicher Kosten verantwortlich.

Regulierung bislang nur ausgesetzt

Die FCC verwies demgegenüber auf die Häufigkeit derartiger Vorkommnisse. Bis zu 30 Millionen US-Bürger hätten nach Schätzungen der Behörde bereits einmal eine unerwartet hohe Monatsrechnung erhalten. Sollten die Mobilfunkunternehmen ihre Zusagen daher nicht wie vereinbart umsetzen, werde der ausgesetzte Regulierungsprozess umgehend wieder aufgenommen, so die FCC. Eine Kontrolle soll in enger Zusammenarbeit mit der US-Verbraucherschutzorganisation Consumers Union erfolgen.

In der Europäischen Union (EU) gelten hingegen zumindest für Roaming-Gebühren bereits seit Sommer 2007 fest definierte Obergrenzen, die seitdem kontinuierlich weiter abgesenkt wurden. Bis 2015 sollen diese nach Plänen der Kommission nahezu komplett wegfallen. Im Juli 2010 trat zudem ein EU-Kostenschutz-Mechanismus für mobiles Internet in Kraft, der Verbindungen im Ausland bei Erreichen eines Rechnungsbetrages von 50 Euro plus Mehrwertsteuer automatisch unterbricht und den "Bill Shock" für europäische Verbraucher so auf ein erträgliches Maß reduziert.

Christian Wolf
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Dienstag, 02.09.2014
Rundfunkbeitrag: Übergangsregelungen nur bis Jahresende - Zwangsanmeldung möglich
Smartphone-Klau: Die meisten Handys werden zwischen 12 und 17 Uhr gestohlen
Uber bundesweit gestoppt - Einstweilige Verfügung gegen Mitfahrdienst
HD+ RePlay bringt vier neue Mediatheken auf den Smart-TV
EU gleicht europaweit Frequenzen für drahtlose Mikrofone an
 Medion IFA-Neuheiten: Windows-8.1-Tablet, Hybrid-Notebook und Kinder-Tablet
Montag, 01.09.2014
Netflix wertet vor Deutschland-Start Top-Listen von illegalen Tauschbörsen aus
EU-Experte: TV- und Radiosender sollen mehr Frequenzen für Breitband-Internet freigeben
GMX und Web.de: LTE-Tarif All-Net Smart Plus für knapp 15 Euro
Microsoft will US-Behörden weiter keine Daten aus Europa geben
Hacker stellt Nacktfotos von US-Promis ins Netz
 TP-Link Archer VR200v: Neuer Gigabit-Router unterstützt VDSL2 Vectoring
Easybell-Aktion: VDSL 50 ohne Aufpreis
Tele Columbus erhöht Surf-Speed auf 150 Mbit/s
Erster Desktop-Prozessor von Intel mit acht Kernen und 16 Threads
Weitere News
DSL Telefon
Der klassische Telefonanschluss ist out. Heute ist vielerorts bereits DSL verfügbar und macht das DSL Telefon möglich.
Eine Telefon Flatrate senkt die Kosten zudem erheblich.
Das DSL Angebot ist allerdings groß. Deshalb vorher Provider vergleichen.
Mobiles Internet
Unterwegs und trotzdem Online: Mobiles Internet per UMTS macht's möglich.
Fast genauso schnell im Speed Test oder sogar schneller als ein regulärer Internetzugang.
Damit ist mobiles Internet neben Kabel digital auch als Alternative interessant, wenn die DSL Verfügbarkeit am Wohnort eingeschränkt ist.
DSL Alternativen
Kein DSL verfügbar oder ist der DSL Test lahm wie eine Schnecke?
Dann schnell mobiles Internet per UMTS bestellen.
Mit einer Downloadrate in DSL Geschwindigkeit wird UMTS zur DSL Alternative und Fernsehen im Internet wird ebenfalls mobil möglich.
Aber auch Internet über Kabel ist schnell und günstig.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs