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Dienstag, 18.10.2011 10:01

EU: 9 Milliarden Euro für schnelleren Breitbandausbau

aus den Bereichen Breitband, Sonstiges

Die Europäische Kommission will nach Angaben der britischen BBC am Mittwoch Pläne vorstellen, um den Breitbandausbau in den EU-Mitgliedsstaaten zu beschleunigen. Demnach sollen zwischen 2014 und 2020 rund 9,2 Milliarden Euro unter anderem in den Ausbau der Highspeed-Netze investiert werden.

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EU: Breitbandausbau ökonomisch notwendig

Ein Teil der Gelder, die aus dem neuen Fördertopf Connecting Europe Facility (CEF) fließen sollen, ist als Stimulation für weitere Investitionen in die Breitbandversorgung ländlicher Gebiete gedacht. Das Geld sei laut Stimmen aus EU-Kreisen gut angelegt. "Jeder [investierte] Euro wird weitere sechs bis 15 Euro bringen".

Die Europäische Kommission sieht die Versorgung Europas mit schnellen Hochgeschwindigkeitsnetzen als ökonomische Notwendigkeit an. Andernfalls verliere die Gemeinschaft der 27 EU-Staaten im weltweiten Vergleich an Wettbewerbsfähigkeit. Beispielsweise droht China, die EU beim Breitbandausbau zu überholen. Der Ausbau der Netze soll hunderttausende neue Arbeitsplätze schaffen.

EU will Privatsektor und Regierungen zu weiteren Investitionen bewegen

Zur Realisierung der ehrgeizigen Investitionspläne ist noch die Zustimmung des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates erforderlich. Die EU will durch ihr Vorpreschen den privaten Sektor, Kommunen und nationale Regierungen zu weiteren Investitionen in Höhe von bis zu 50 Milliarden Euro ermuntern. Die digitale Agenda der EU sieht bis zum Jahr 2020 eine Breitbandversorgung aller europäischen Haushalte mit einer Bandbreite von mindestens 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) vor. Die Hälfte der Haushalte soll sogar mit Surfgeschwindigkeiten von mehr als 100 Mbit/s ins Netz gehen können.

Die EU-Kommission denkt bei ihrer Breitband-Initiative nicht nur an schnelle Internetverbindungen. Sie erhofft sich auch die Entstehung eines europäischen Marktes für öffentliche digitale Dienste wie elektronische Gesundheitsservices, Cybersicherheit und intelligente Energienetze. Neben den klassischen Netzbetreibern sollen mit den EU-Milliarden auch neue Player wie beispielsweise Energie- und Wasserversorger zu Investitionen in die Breitbandnetze bewegt werden.

Update vom 19. Oktober, 17:50 Uhr: EU-Kommission schlägt Breitband-Förderung offiziell vor

Die EU-Kommission hat die Förderung der Breitbandnetze mit knapp 9,2 Milliarden Euro am Mittwoch auch offiziell in Brüssel vorgeschlagen. Bis 2020 sollen mindestens sieben Milliarden Euro allein in Infrastrukturprojekte fließen. Damit könnten weitere Investitionen von 50 bis 100 Milliarden Euro angestoßen werden, schätzt die Behörde. Insgesamt seien allerdings Investitionen in Höhe von 270 Milliarden Euro nötig, damit bis zum Jahr 2020 die Hälfte aller Haushalte über einen Internetzugang von 100 Mbit/s verfügen kann.

Jörg Schamberg
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 9 oder 80 mrd??? (5 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Meester Proper am 19.10.2011 um 15:56 Uhr
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