Während sich die Filmindustrie noch an den Vertrieb über Datenträger, sprich DVD und Blu-ray, klammert und legale Quellen für Serien und Filme aus dem Internet – zumindest hierzulande – noch rar gesät, zu umständlich oder zu teuer sind, ist der Musikmarkt schon einen Schritt weiter. Zwar generiert auch in dieser Branche noch der klassische Vertriebsweg, die CD, den Löwenanteil des Umsatzes, das legale Geschäft im Internet wächst jedoch stetig, wie unter anderem der Verband der Musikindustrie und auch der BITKOM-Verband bestätigen. Doch viele Nutzer wissen gar nicht, wo sie welche Musikangebote finden und ob sie legal sind oder nicht. Wir geben einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten, Musik kostenlos über das Internet zu hören oder im Netz zu kaufen: Download-Shops, Internetradios, Radioaufnahmen, Streaming-Anbieter und Musikvideoportale.
Überblick – Offline und online Musik hören
- Seite 1: Internetradio, Streamripper: Gratis-Musik für die Festplatte, MusicMonster
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Internetradio
Wenn Musik kostenlos und sofort verfügbar sein soll – was liegt da näher, als das Radio einzuschalten. Neben Webradio-Auftritten klassischer Hörfunk-Anbieter, die ihr Programm über das Internet streamen, gibt es Tausende Internetradiosender, die verschiedenste Musikgeschmäcker treffen. Mit einem internetfähigen Radio lassen sie sich genauso anhören wie analoge Sender, die Alternative ist der PC. Am Rechner müssen die Radiostationen nicht einzeln über Websites angesteuert werden, Internetradio-Anbieter bündeln das volle Programm auf komfortable Weise. Eine Übersicht geben wir auf unserer Seite zum Thema Internetradio;
Beispiele für kostenlose Webradio-Anbieter: Last fm, phonostar, Surfmusik.de
Internetradio aufnehmen: Kostenlose MP3s
Genau wie analoges Radioprogramm lassen sich auch Internetradiosender aufzeichnen – und zwar deutlich bequemer. Nötig sind nur ein PC und ein so genannter Streamripper, der den Radiostream über die Soundkarte mitschneidet oder aus dem Internet direkt auf der Festplatte ablegt. Je nach Software lassen sich damit komplett kostenlos und legal MP3s gewinnen, auch das Schneiden einzelner Songs wird dem Nutzer in der Regel abgenommen oder zumindest erleichtert. Wir haben verschiedene kostenlose und kostenpflichtige Streamripper ausprobiert und auf der Seite Internetradio aufnehmen gesammelt.
Eine Auswahl von Streamripper-Programmen: ClipInc, phonostar, Radiotracker, StationRipper, Streamripper und der Streamripper in Winamp.
Der phonostar-Client. Bild: Phonostar
MusicMonster: Streamripper im Abo
Nichts anderes erledigt übrigens der Anbieter MusicMonster, der mit einer MP3-Flatrate ab 7,90 Euro pro Monat wirbt. MusicMonster selbst bietet keine Musik zum Herunterladen an, sondern nimmt dem Nutzer die Aufnahme von Radiosendungen aus dem Internet ab. Auf einer Wunschliste lassen sich bis zu 5.000 Titel eintragen, die der Service für den Kunden suchen und aufzeichnen soll. Zwischengelagert werden die Downloads in einem Webspace, der spätestens nach 250 Songs durch einen Download auf die Festplatte geleert werden muss, um weiter Musik zu speichern. Ob und wie schnell das gewünschte Lied auf den PC wandert, hängt davon ab, wie häufig es in den Webradiosendern gespielt wird. Ein Wunsch aus der Charts-Platzierung ist dementsprechend schneller erfüllt als ein seltener Oldie. Im Prinzip entspricht der Ablauf dem des Radiotrackers; anstelle eines einmaligen Kaufpreises für die Software fällt eine monatliche Gebühr an.