Doch warum ließt sich Google auf diese Feilscherei ein, wo doch schon das erste Angebot über dem Börsenkurs lag und auch kein rivalisierender Bieter auszumachen war?
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Motorola als potentielle Gefahr ausschließen
Der deutsche Patentexperte Florian Müller glaubt, die Antwort zu kennen: Hätte Google nicht zugeschlagen, so schreibt er in seinem Blog "Foss Patents", hätte die Gefahr bestanden, dass Motorola das Android-Betriebssystem schwer beschädigt. Das nun veröffentlichte Dokument bestärkt ihn nach seinen Worten noch in dieser These.Android wird von einer ganzen Reihe von Handyherstellern verwendet, Motorola zählt zu den bedeutendsten. Müller ist der Auffassung, dass Motorola zu Microsoft und deren Windows Phone hätte umschwenken können. Zum hätte Motorola den Frieden innerhalb der Android-Gemeinde brechen und andere Nutzer mit Patentklagen überziehen können, um deren Geräte teurer zu machen. Bei der Übernahme sei es also weniger darum gegangen, Android nach Außen hin abzusichern. "Die 12,5 Milliarden Dollar sind sozusagen ein Schutzgeld, aber anders als die meisten Leute denken."
Google will die Übernahme von Motorola Mobility bis spätestens Anfang 2012 über die Bühne bringen. Bis dahin müssen noch die Wettbewerbshüter und die Motorola-Aktionäre zustimmen. Die Schwestergesellschaft Motorola Solutions, die Barcode-Scanner, Sicherheitssysteme oder Funkgeräte herstellt, bleibt jedoch eigenständig. Der Motorola-Konzern hatte sich Anfang 2011 aufgespalten.


