Zur CES in Las Vegas im Januar stellte AMD die Fusion APUs der Serien C und E vor, die sich an Tablet-PCs und Mini-Laptops beziehungsweise an größere Notebooks, Einsteiger-Desktop-PCs und All-in-one-Geräte richten. Grob ein halbes Jahr später erhalten die beiden APU-Reihen Verstärkung. Mit den am Montag angekündigten Prozessoren kommen weitere Features hinzu, außerdem soll eine längere Akkulaufzeit möglich sein.
C-60, E-300 und E-450
Die drei Neuzugänge der Brazos-Plattform, C-60, E-300 und E-450, fügen Unterstützung für die DisplayPort++-Schnittstelle hinzu, sodass sich per Adapter auch Monitore und Fernseher mit HDMI-Eingang über den DisplayPort anschließen lassen. Die Möglichkeit, schnelleren DDR3-1333-Arbeitsspeicher zu verwenden und 3D-fähige Displays über HDMI 1.4a zu verbinden, bleibt den neuen E-APUs mit dem Codenamen Zacate vorbehalten. Der E-300 Dual-Core-Prozessor mit 1,3 Gigahertz (GHz) integriert wie der bereits erhältliche E-350 mit 1,6 GHz eine Radeon HD 6310 Grafik, deren Takt bei 488 Megahertz (MHz) liegt. Der E-450 mit 1,65 GHz setzt hingegen auf eine HD 6320 mit 508 MHz Basistakt (maximal 600 MHz). Die Thermal Design Power (TDP) beider APUs wird auf 18 Watt beziffert – genau wie bei den anderen Serien-APUs.
Die maximale Akkulaufzeit soll sich laut AMD auf bis zu 10,5 Stunden ausdehnen lassen.
Der C-60 Prozessor für den Netbook-Formfaktor mit zwei Kernen und 9 Watt TDP unterscheidet sich von seinen Ontario-Serienkollegen darin, dass er seinen Prozessortakt erhöhen kann. Der Basistakt von 1,0 GHz kann sich auf 1,33 GHz steigern. Auch der Grafikpart weicht ab; anstelle einer HD 6250 befindet sich eine HD 6290 mit 276 MHz Basis- beziehungsweise 400 MHz Maximaltakt auf der APU. Mit der C-Serie verspricht der Hersteller bis zu 12 Stunden Laufzeit mit einer Akkuladung. Hardware mit den neuen APUs soll ab sofort zu haben sein.
5 Millionen verkaufte E- und C-APUs
Darüber hinaus gab AMD einige Eckdaten zum Geschäft mit den APUs bekannt. Demnach sollen bislang fast 12 Millionen Exemplare der Prozessor-Grafik-Kombinationen ausgeliefert worden sein, davon im zweiten Quartal dieses Jahres 5 Millionen Modelle der Einsteigervarianten C und E.