Eigentlich sind Smartphones nichts für die harte Tour: Telefonie-Werkzeuge für's Grobe kommen meist in Form klassischer Outdoor-Handys. Doch es gibt Ausnahmen – etwa das Defy von Motorola. Nun hat der US-Konzern den überarbeiteten Nachfolger vorgestellt: das ab September in Deutschland erhältliche Defy+.
Defy+: Upgrade mit Detailverbesserungen
Wer große Sprünge erwartet, wird allerdings enttäuscht. Wie der Name bereits andeutet, ist das neue Modell ein Upgrade mit einigen wenigen Detailverbesserungen. Gravierende Änderungen gibt es nicht – im Gegenteil. Vieles ist mit dem Vorgänger nahezu identisch – etwa die Größe von 107 x 59 x 13,3 Millimetern und das Gewicht von 118 Gramm. Auch verfügt das weiterhin nach IP67 zertifizierte Defy+ gleichermaßen über ein staubdichtes und wassergeschütztes Gehäuse sowie ein kapazitives Touchscreen-Display aus kratzfestem Corning Gorilla Glas in der Größe 3,7 Zoll mit einer Auflösung von 480 x 854 Pixeln.
Die integrierte 5-Megapixel-Kamera ist ebenfalls bestens vertraut und wird von Digitalzoom, LED-Blitzlicht und Autofokus flankiert. Die Kapazität des internen Speichers beträgt unveränderte 2 Gigabyte(GB), die sich wieder per microSD-Karte um zu bis 32 GB erweitern lassen. Die RAM-Größe bleibt bei 512 Megabyte (MB).
Motorola Defy+: Defy-Nachfolger mit Gigahertz-CPU. Bild: Motorola
Bessere CPU, Android 2.3 und mehr Akkuleistung
Ansonsten finden sich Sensoren für Annäherung und Umgebungslicht, Beschleunigungsmesser, eCompass und aGPS. Auch Bluetooth, UKW-Radio, 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchse und WLAN-Modul (802.11 b/g/n) sind mit an Bord. Mobiles Internet wird in UMTS-/HSDPA-Geschwindigkeit mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Downstream und maximal 2 Mbit/s im Upstream unterstützt.
Also doch nur alter Wein in neuen Schläuchen? Nicht ganz. Denn anders als das Defy wird die Plus-Version von einem 1-Gigahertz-Prozessor angetrieben, basiert auf Android 2.3 (Gingerbread) und bietet einen stärkeren 1.700-mAh-Akku. Dieser bietet Motorola zufolge eine maximale Gesprächszeit von 7,1 Stunden sowie einen Stand-by-Wert von 16 Tagen und soll dementsprechend etwas länger durchhalten. Neues gibt es darüber hinaus vereinzelt in Sachen Software. Unter anderem ist die App Cardio Trainer standardmäßig vorinstalliert und erlaubt die Nutzung des Gerätes als Jogging-Computer. Noch erfreulicher ist aber der niedrigere Einstiegspreis: Dieser liegt mit 269 Euro ohne Vertrag deutlich unter der UVP bei Vorstellung des Defy.
Christian Wolf