Dienstag, 30.08.2011 16:06

Hayo erlebt: Verbotenes Samsung Galaxy Tab 10.1

aus den Bereichen Computer, Sonstiges
Von Hayo Lücke
Hayo Lücke

Kennen Sie das Gefühl, wenn man einem Produkt eher ablehnend oder zumindest sehr, sehr skeptisch gegenübersteht, bei genauerer Betrachtung aber verblüfft feststellen muss, dass es doch gewisse Vorteile gibt, die man leichtsinnig missachtet hat? Genau das musste ich während der vergangenen Wochen erleben, als ich mich intensiv mit dem Samsung Galaxy Tab 10.1 beschäftigt habe. Sie wissen schon, das ist jener Tablet PC, den Apple wegen eines angeblichen Design-Klaus überhaupt nicht leiden kann und gegen den unter anderem deswegen vor dem Landgericht Düsseldorf per Einstweiliger Verfügung ein europaweites Verkaufsverbot durchgesetzt wurde. Ich darf also verbotene Hardware in meinen Händen halten. Ob das gefährlich ist? Eine Frage, die ich durchaus mit Ja beantworten möchte. Der Suchtfaktor ist verdammt hoch.

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Ein Tablet? Brauch' ich doch nicht! Oder?

Zugegeben, ich war schon etwas neugierig auf das Gerät, als meine Kollegin das von Vodafone angebotene Modell Galaxy Tab 10.1v testen durfte. Trotzdem blieb ich nach Lektüre ihres Testberichts bei meiner Meinung: 'Das ist etwas, was du definitiv nicht brauchst'. Dann erhielt ich vor rund einem Monat die Möglichkeit, ein Vorserienmodell der nicht gebrandeten 10.1-Version des Galaxy Tab unter die Lupe zu nehmen und trage den kleinen Android-Computer (Version 3.1 Honeycomb) mit integrierter WLAN-Schnittstelle und UMTS-Zugang seitdem in diversen Lebenssituationen durch meinen Alltag. Und was soll ich sagen? Das Ding kann echt richtig Spaß machen.

Samsung Galaxy Tab 10.1
Das Hauptmenü des Galaxy Tab 10.1. Bild: onlinekosten.de

Um es vorweg zu nehmen: das Galaxy Tab 10.1 ist so ungefähr alles, aber sicher kein Gerät, das man mal eben so in die Jacket-Tasche steckt. Zwar wollten mir schon verschiedene Mitarbeiter unterschiedlicher Hersteller verkaufen, dass doch gerade das total hip und praktisch sei, für mich ist ein Tablet PC dafür aber einfach zu sperrig. Alles, was eine größere Display-Diagonale als 5 Zoll vorzuweisen hat, wird von mir regelmäßig in einer Schutztasche geparkt, in der auch ein Netbook problemlos Platz finden würde. So auch das Samsung-Tab, das es - wie der Name schon sagt - auf eine Displaygröße von 10,1 Zoll bringt. Zum Vergleich: Apples iPad 2 kommt auf eine diagonale Display-Abmessung von 9,7 Zoll.

Negativer Begleiteffekt: bei meinem Testgerät musste ich nach knapp vier Wochen Nutzungszeit feststellen, dass unter dem Display ein in Regenbogenfarben schwach schimmernder Fleck auftauchte und seitdem nicht mehr verschwindet. Zwar stört der sich im Durchmesser ständig ändernde Klecks in der alltäglichen Nutzung kaum, weil alle Inhalte weiter ohne Farb- oder Kontrastverluste zu sehen sind, ärgerlich und gewissermaßen auch etwas nervig ist es aber trotzdem. Denn einmal zur Kenntnis genommen ist so ein Schönheitsfehler praktisch nicht mehr aus dem Blick zu bekommen. Eine Samsung-Managerin versicherte mir aber auf der IFA, dass es sich um einen bereits bekannten Produktionsfehler handele, der nur bei einigen wenigen Modellen auftrete.

Schwer, aber nicht zu schwer

Ganz davon abgesehen wiegt das Galaxy Tab 10.1 satte 565 Gramm. Das sind zwar 35 Gramm weniger als das iPad 2 auf die Waage bringt, aber trotzdem immer noch ein ganz ordentliches Gewicht. Ich möchte nicht sagen, dass es unmöglich ist, das Samsung-Tablet wie ein Smartphone in einer Hand zu halten, deutlich angenehmer ist aber eben doch eine Bedienung mit beiden Händen. Und wer es ganz komfortabel möchte, legt das Tab einfach auf einen Tisch. Dann funktioniert insbesondere das Eintippen von SMS, Internetadressen oder anderen Textbausteinen deutlich besser, weil beide Zeigefinger genutzt werden können. Ein 10-Finger-Schreibsystem ist eher nicht zu empfehlen.

Samsung Galaxy Tab 10.1
Front- und Rückansicht des Samsung Galaxy Tab 10.1. Bilder: onlinekosten.de

Generell ist das Tab weniger dafür geeignet, richtig lange Texte zu schreiben. Dafür würde ich in Zukunft wie gewohnt auf ein Notebook statt auf einen Tablet PC setzen - auch wenn es vielleicht möglich ist, Tastatur und / oder Maus mit Galaxy Tab und Co. zu verbinden. Per Bluetooth wohlgemerkt, denn an einer USB-Schnittstelle hapert es bei den meisten Endgeräten bisher noch und das ist auch beim Galaxy Tab 10.1 nicht anders.

Tolle Multimedia-Maschine

Was aber so richtig Spaß macht: die mobile Internetnutzung. Sowohl klassische Internetseiten als auch Webinhalte, die über Android-Apps zur Verfügung gestellt werden, bereiten auf dem 10,1 Zoll großen TFT-LCD Touchscreen mit einer hohen Auflösung von 1.280x800 Pixeln viel Freude. Je multimedialer der Inhalt ausfällt, desto unterhaltsamer ist die Nutzung des Tablet PC. Das Betrachten von TV-Serien und kompletten Filmen ist beim Tab vom Smartphone-Mäusekino weit entfernt und kann auf Reisen im Zug oder Flugzeug bzw. auf dem Beifahrersitz im Auto für reichlich Ablenkung sorgen. Platz ist mit 16 Gigabyte Flash-Speicher genug vorhanden.

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 Gut geschrieben, danke dafür! (6 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Mydgard am 08.09.2011 um 21:43 Uhr
 Nebeneffekt (0 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Bash am 03.09.2011 um 17:06 Uhr
 es gibt bald günstigere Alternativen (0 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von KlausKlausi am 30.08.2011 um 23:56 Uhr
 1. Titel nicht schlüssog 2. kamera pixelbrei (3 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Kalle am 30.08.2011 um 23:15 Uhr
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