Neue Smartphones von Nokia basieren weiterhin auf dem in die Jahre gekommenen Betriebssystem Symbian - noch. Denn schon im Laufe der nächsten Monate werden erste Handy-Neuvorstellungen erwartet, die auf Microsofts Windows Phone 7 aufsetzen. Bis es so weit ist, versucht der einst unangefochtene Weltmarktführer seine Kunden mit Modellen wie dem X7 bei Laune zu halten. Wir haben uns das Smartphone mit dem überarbeiteten Betriebssystem Symbian Anna genauer angeschaut und dabei die ein oder andere Schwäche aufdecken können.
Futuristisches Deign
Zweifelsohne ist es Nokia mit dem X7 gelungen, ein Smartphone auf den Markt zu bringen, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Allerdings nicht in erster Linie aufgrund der überarbeiteten Menüführung, sondern aus rein optischen Gesichtspunkten. Wer das X-Klasse-Modell nämlich in der Hand halten darf, fühlt sich ob des stark futuristischen Designs schnell an einen Phaser aus dem Star Trek Imperium erinnert. Eine rechteckige Grundform des Handykörpers ist zwar noch zu erkennen, sie geht aber zum Teil schon stark in eine Ellipse über - zumindest auf der Rückseite, die dem Smartphone mit ihrer größtenteils metallischen Oberfläche eine insgesamt hochwertige Gesamterscheinung verleiht. Das X7 ist ein echter Hingucker.
Nokia X7 mit Symbian Anna. Bild: onlinekosten.de
Und doch hat das Design in Sachen Verarbeitung auch zum Teil eklatante Schattenseiten. So ist zum Beispiel das Einlegen einer SIM- oder microSD-Karte eine Frickelei, die Fingerspitzengefühl par excellence erfordert. Beide Karten müssen zunächst in einen extra dafür vorgesehenen Schieber gesteckt und an der linken Seite in das Gerät eingeführt werden. Der Tausch einer der beiden Karten geht alles andere als leicht von der Hand. Das konnte zwar bei Otto-Normal-Nutzer sicher nicht oft vor, sollte aber nicht unerwähnt bleiben.
Akku nicht austauschbar
Ein ganz ähnliches Problem offenbart sich dem Nutzer auf der entgegengesetzten Seite, wo eine Wippe zur Regulierung der Lautstärke und eine separate Kamerataste zu finden sind. Aufgrund der stark abgerundeten Flanke ist es sehr schwierig, sogar fast unmöglich, die beiden Tasten zu nutzen, wenn das Handy in der Hand gehalten wird. Daumen und / oder Zeigefinger rutschen schlicht über die Tasten hinweg. Außerdem zu beachten: dem X7 wurde nach Vorbild des iPhones ein nicht austauschbarer Akku spendiert.
Geliefert wird das Telefon zusammen mit einem Ladegerät, einem kabelgebundenen Stereo-Headset inklusive Fernbedienung, Datenkabel und einer (bereits in das Gerät eingelegter) microSD-Speicherkarte mit einer Kapazität von 8 Gigabyte. Die ist auf Wunsch gegen eine Karte mit einer Kapazität von bis zu 32 Gigabyte austauschbar. Der Telefonspeicher bietet Platz für bis zu 350 Megabyte.