Wenn es darum geht, neue Smartphones zu entwickeln, sind die etablierten Handyhersteller sehr einfallsreich. Nicht nur was das Design angeht, sondern auch in Sachen neuer Funktionen. Auf dem diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona hatte beispielsweise LG Electronics das Optimus 3D angekündigt. Das Besondere daran: auf der Rückseite sind zwei Kameras zu finden, mit denen die Aufnahme von 3D-Videos möglich ist. Die können ganz ohne zusätzliche Brille auf dem Bildschirm betrachtet werden. Wir haben uns das Optimus 3D mit installiertem Android-Betriebssystem der Version 2.2.2 genauer angesehen.
Was wird geliefert?
Um es vorweg zu nehmen: wer das Optimus 3D kauft, muss damit rechnen alles andere als ein Leichtgewicht durch den Alltag zu tragen. Fast 170 Gramm bringt das Smartphone auf die Waage und gehört damit zu den derzeit schwersten Modellen am Markt. Geschuldet ist das vor allem der großen Glas-Front. Neben dem eigentlichen Handykörper liefert LG sein 3D-Handy mit einem 1.500 mAh starken Akku, Ladegerät, USB-Datenkabel und einem kabelgebundenen Stereo-Headset aus. Nicht im Lieferumfang enthalten ist eine microSD-Karte zur Speichererweiterung. Sie müsste bei Bedarf nachgekauft werden und in den dafür vorgesehenen Slot unter der Akku-Abdeckung geschoben werden. Das Herausnehmen des Akkus ist dafür (anders als bei der SIM-Karte) nicht notwendig.
Das Optimus 3D von LG. Bild: onlinekosten.de
Insgesamt macht das Optimus 3D einen sehr werthaltigen Eindruck. Anders als beispielsweise beim Galaxy S II von Samsung, das rund 50 Gramm leichter ist, hat man beim neuen LG-Telefon nicht den Eindruck, eine reine Plastik-Flunder in den Händen zu halten. Die Display-Größe ist verglichen mit Samsungs Flaggschiff identisch und bringt es in der diagonalen Abmessung auf 4,3 Zoll (10,9 Zentimeter). Das wiederum hat Auswirkungen auf die Abmessungen: mit 128 Millimetern Länge, 68 Millimetern Breite und einer Tiefe von 12 Millimetern ist es insbesondere für kleine Hände (fast) eine Nummer zu sperrig.
SMS-Schreiben komplikationslos möglich
Andererseits hat der große Bildschirm den Vorteil, dass insbesondere das Betrachten von Multimedia-Inhalten richtig Spaß machen kann. Seien es nun Fotos, Videos oder einfache Internet-Inhalte. Auch das Schreiben von SMS oder anderen Nachrichten geht leicht von der Hand. Sowohl im Hoch- als auch im Querformat steht eine virtuelle QWERTZ-Tastatur zur Nutzung bereit. Erfreulich ist, dass auch im Hochformat die einzelnen Buchstaben so groß gehalten wurden, dass ein nahezu fehlerfreies Treffen möglich ist. Nutzer des X7 von Nokia werden an dieser Stelle neidvoll erblassen.
Eine Nutzung des Optimus 3D ist nicht nur in GSM-Netzen rund um den Erdball möglich, sondern auch überall dort, wo ein UMTS-Netz aufgebaut wurde. Wer im Internet surfen möchte, kann im Downstream bis zu 14,4 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) nutzen, im Upstream 5,76 Mbit/s. Ergänzend dazu wurde dem Telefon eine WLAN-Schnittstelle spendiert.